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Dr. werden ist nicht schwer...

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Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.

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Dr. werden ist nicht schwer...

Sind die Assistenten von heute wirklich schlechter?

Montag, 4. Mai 2015

Unterhält man sich mit älteren Generationen von Ärzten mag man den Eindruck erhalten, dass die Arbeit früher viel härter war und die aktuelle Generation von Ärzten in Sachen Belastbarkeit früheren nicht das Wasser reichen könne. Wiederholt von der FAZ-Online-Redaktion veröffentlichte Artikel stimmen ähnliche Töne an. Nimmt man dies zusammen mit einigen kritischen Portraits unserer Studenten und dem gesellschaftlichen Diktat, Kinder nicht durch Korrektur oder Kritik in ihrer Entfaltung zu hemmen, zeichnet sich ein grausames Bild der Zukunft. Eigentlich sollte jeder jüngere Klinikarzt, dem sein Seelen­frieden etwas bedeutet, einen mittelfristigen Plan für die Niederlassung entwickeln.

Nun ist es nicht so, dass ich die Beobachtungen insgesamt widerlegen kann oder will. Dafür wurde ich selbst zu sehr durch Erfahrnung in diese Richtung sensibilisiert. Dennoch muss ich mich, wenn es zur Generalkritik durch ältere Kollegen kommt, schützend vor die aktuelle Assistenzarztgeneration stellen.

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Was nämlich vergessen wird, ist der Wandel des Berufs: weg von der Arbeit an und mit Menschen hin zur Tätigkeit am PC. Die strengeren Stellenschlüssel tun ihr Übriges. Wer sich Vergleichen mit früheren Generationen bedient, um unsere Schwäche anzupran­gern, sollte dies ebenso berücksichtigen wie die Stimmen der ältereren Kollegen, die der eigenen Ausbildung im Vergleich zur heutigen erhebliche Vorteile attestieren.

Hätte gerne mit den heutigen medizinischen Möglichkeiten mit damaliger Ausbildung bei damaliger Personaldecke gearbeitet,

Euer Anton Pulmonalis

P.S.: Wenn ich die Fülle an Fehlern bedenke, die sich beim Durchstöbern von Online-Zeitungen offenbaren, kann ich mir gut vorstellen, dass auch in so mancher Redaktion oft der Wunsch nach mehr Kollegen alter Schule laut wird.

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Avatar #560064
nocure
am Mittwoch, 6. Mai 2015, 08:36

Warum das denn?

"Eigentlich sollte jeder jüngere Klinikarzt, dem sein Seelen­frieden etwas bedeutet, einen mittelfristigen Plan für die Niederlassung entwickeln."

Das Seelenheil unter der jetzigen politischen Lage finden Sie dort bestimmt nicht.....
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