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Dr. werden ist nicht schwer...

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Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.

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Dr. werden ist nicht schwer...

Personalabteilungen überflüssig

Mittwoch, 9. September 2015

Mittlerweile habe ich – die treusten meiner Leser werden Lieder davon singen können – so manchen Stellenwechsel hinter mir. Daher habe ich auch gewisse Erfahrung mit Bewerbungsprozessen. Eine Sache, die mir bei meinen aktuellen Bewerbungen in der Schweiz auffällt, ist der gewaltige Unterschied, mit denen man es zu tun hat, wenn die Abwicklung nicht über das Chefarztsekretariat, sondern über eine Personalabteilung läuft.

Bei fast allen Bewerbungen über Chefärzte lief es so:

1. Ich rufe entweder auf Anzeige oder initiativ an und hole ein paar Informationen ein. Vor allem will ich wissen, ob eine Bewerbung per Mail oder Post bevorzugt wird.
2. Erstellen und Absenden der Bewerbung.
3. Eingang der Bestätigung, dass die Bewerbung eingegangen ist binnen <3d.
4. Rückmeldung (Einladung oder Ablehnung) innerhalb <10d.

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Bei fast allen Bewerbungen über Personalabteilungen lief es so:

1. Ich rufe entweder auf Anzeige oder intiativ an und hole ein paar Informationen ein. Vor allem will ich wissen, ob eine Bewerbung per Mail oder Post bevorzugt wird. Leider kann man mir fast gar keine meiner Fragen beantworten.
2. Erstellen und Absenden der Bewerbung.
3. In 60% der Fälle Eingang der Bestätigung, dass die Bewerbung eingegangen ist binnen <3d. In den übrigen 40% der Fälle gar keine Rückmeldung, bis ich anrufe. Hiervon in 50% der Fälle die Bitte, die Bewerbung nochmals zu schicken.
4. Rückmeldung nur auf Nachfrage, bzw. erst, wenn ich meine Bewerbung schon wieder vergessen habe.

Meine persönliche Statistik lässt sich wie folgt fortführen:

100% meiner Einstellungen ging eine Bewerbung an ein Chefarztsekretariat voraus.
75% meiner Bewerbungen über Personalabteilungen wurden abgelehnt und/oder gingen verloren.

Nun ist es offensichtlich – werden manche anmerken – dass ich bei meinem durch­wachsenen Lebenslauf automatisch auf Ablehnung stoßen muss. Sehe ich auch so. Aber anscheinend sehen Chefärzte mehr in mir als ihre Personalabteilungen. Und ausserdem erklärt mein Lebenslauf nicht die Unfähigkeit, eine Eingangsbestätigung zu verfassen und eine zeitgerechte Rückmeldung zu geben.

Plädiert folglich dafür, dass man Personalabteilungen nicht mit der Bewerberauswahl beauftragen sollte,

Euer Anton Pulmonalis

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