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Energy-Getränk erhöht Blutdruck und setzt Stresshormone frei

Montag, 9. November 2015

Energy-Drinks sind beliebt, weil sie beim raschen Trinken einen gewissen „Kick“ vermitteln. Er besteht nicht nur im Anstieg des Blutdrucks wie lange bekannt ist. Es kommt auch zur Freisetzung von Stresshormonen, was aus kardiologischer Sicht auf Dauer nicht unbedenklich ist.

Forscher der Mayo Clinic in Rochester haben die Wirkung eines Energy Drink an 25 gesunden jungen Erwachsenen getestet. Die Probanden waren im Durchschnitt 29 Jahre alt und gesund. In einem „Cross over“-Design tranken sie einmal den Inhalt einer 16 Ounces-Dose (473 ml) in fünf Minuten aus.

Das Getränk eines US-Herstellers enthielt 240 mg Koffein, 2000 mg Taurin sowie Extrakte aus Guarana, der Ginseng-Wurzel und der Marinedistel. Das andere Mal wurde ihnen ein Placebo-Drink gereicht. Es war vom Geschmack, Textur und Farbe dem Energy-Drink ähnlich, enthielt aber weder Koffein noch die anderen Stimulanzien des Energy-Drinks.

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Ergebnis: Unmittelbar nach dem Energy-Getränk stieg der systolische Blutdruck um 6,2 Prozent (von 108,4 auf 115 mm Hg) und der diastolische Blutdruck nahm um 6,8 Prozent zu (von 64,3 auf 68,5 mm Hg). Nach dem Placebo-Getränk stieg nur der systolische Blutdruck (von 108,3 auf 111,6 mm Hg) an, der diastolische Blutdruck blieb gleich.

Gleichzeitig kam es zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen. Die durchschnittliche Noradrenalin-Konzentration stieg von 150 auf 250 pg/ml, also um 74 Prozent. Nach dem Placebo-Getränk kam es zu einem Anstieg von 140 auf 179 pg/ml, ein Plus von 31 Prozent. Nebenbei bemerkt enthalten die Energy-Getränke auch reichlich Zucker. Der Blutzucker stieg von 92,7 auf 143,5 mg/dl.

Das sind alles in allem keine bedrohlichen Werte. Doch bei einem häufigen Konsum von Energy Drinks könnten die „hämodynamischen und adrenergen Veränderungen“ durchaus mit einem kardiovaskulären Risiko verbunden sein, befürchtet die Kardiologin Anna Svatikova von der Mayo Clinic. Aufgrund des Zuckergehalts dürfte sich zusätzlich die Frage nach einem erhöhten Diabetesrisiko stellen.

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