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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Herzstillstand: In den oberen Etagen steigt die Sterberate

Dienstag, 19. Januar 2016

Die oberen Etagen sind in Hochhäusern die beliebtesten, was sich in steigenden Verkaufspreisen oder Mietzinsen zeigt. Am teuersten sind die Penthouse-Wohnungen unter dem Dach. Die Bewohner dürfen sich über den unverbauten Ausblick freuen, doch im Fall eines Herzstillstands sind sie gegenüber ihren weiter untern wohnenden Nachbarn benachteiligt, wie eine Untersuchung aus Toronto zeigt.

Die dortigen Nothelfer sind recht fix. Im Durchschnitt trafen sie innerhalb von 6,2 Minuten in den Hochhäusern der Stadt ein. Weitere 3,9 Minuten vergingen, bis sie eine Wohnung in den ersten drei Etagen erreicht hatten. Bei weiter oben wohnenden Patienten dauerte es im Durchschnitt 4,9 Minuten, bis sie Kontakt zum Patienten aufnehmen konnten. Für diese kam dann häufig jede Hilfe zu spät. Während in den ersten drei Etagen immerhin 4,2 Prozent der Patienten später die Klinik lebend verlassen konnten, waren es weiter oben nur 2,6 Prozent. In der 16. Etage war die Überlebenschance auf 0,9 Prozent gesunken und von den Patienten, die oberhalb der 25. Etage wohnten, überlebte keiner den akuten Herzstillstand.

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Das Team um Ian Trennen vom St. Michael's Hospital, das die Ergebnisse jetzt im Canadian Medical Association Journal vorgestellt hat, schlägt vor, Notärzten bei den Fahrstühlen Priorität vor anderen Nutzern einzuräumen. Die Verwaltungen sollten außerdem darüber nachdenken, in den oberen Etagen automatische Defibrillatoren aufzustellen und die Bewohner in der kardiopulmonalen Reanimation auszubilden.

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