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Vom Arztdasein in Amerika

Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Dr. Peter Niemann über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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Vom Arztdasein in Amerika

Eliteuniversität Vanderbilt

Dienstag, 10. Mai 2016

Als ich mir meine Weiterbildungsstelle für die Geriatrie aussuchte, hatte ich Vorstellungsgespräche und -angebote an zum Teil sehr bekannten medizinischen Fakultäten – es waren Harvard, Mayo-Klinik, Cleveland-Klinik oder eben Vanderbilt Universität pars pro toto genannt (wobei natürlich Harvard, was wohl gerade auch am häufigen Erwähnen in diversen Medien liegt, in dieser Liste hervorsticht).

Es fiel mir nicht leicht, eine Stelle unter diesen prestigeträchtigen Universitäten auszusuchen, doch zum Teil aus geografischen, zum anderen Teil aus logistischen und persönlichen Gründen entschied ich mich für Vanderbilt Universität, eine nicht nur vom Campus und der Stadt her schöne Institution, sondern auch eine mit einer Handvoll an Nobelpreisträgern unter ihren Professoren und ehemaligen Studenten.

Wer als Ortsfremder das große Universitätsarreal betritt, dem fällt sogleich die üppige Ausstattung ins Auge; enorme Ressourcen werden dieser Universität, von ihren Studenten und Professoren oft liebevoll als „Vani“ bezeichnet, von vielen Seiten zur Verfügung gestellt, und der Universitätshaushalt für das Jahr 2015 umfasste knapp vier Milliarden US-Dollar (https://issuu.com/vanderbilt/docs/efr_-_fy15_final?e=14138294/30902509), was übrigens in etwa dem des Saarlandes für dasselbe Jahr entsprach.

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Viele Gebäude und Einrichtungsgegenstände sind neu, und es wird an-, um- und neugebaut, es gibt Dutzende an Forschungsprojekte, an denen ich mich einbringen kann, Gelder scheinen leicht zugänglich bzw. die Wege dorthin werden den Forschern (und mir) aufgezeigt und selbst das Fitnessstudio und die Büchereien sind nicht nur sehr groß, sondern höchstwertig ausgestattet.

Es herrscht ein Universitätspatriotismus und viele der Studenten und Professoren tragen in ihrer Freizeit eines der charakterischen Motive, jeweils ein Keidungsstück mit dem Buchstaben „V“ mit einem von diversen Motiven und innerhalb der Millionen- und Landeshauptstadt Nashville erkennt man sich daran, bzw. es genießen Studenten und Fakultät von Vanderbilt ein hohes Ansehen. Mit anderen Worten gefallen mir bisher die ersten Wochen am „Harvard des Südens“, wie Vanderbilt Universität oft in den Südstaaten bezeichnet wird, und die Wahl scheint eine gute gewesen zu sein. 

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