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Dr. werden ist nicht schwer...

Megamultitasking

Montag, 29. Mai 2017

Wie bereits vor geraumer Zeit angekündigt, mag ich Euch mein Aufgabengebiet ein wenig umreissen.

Da wäre einerseits die Privatstation, die ich als Fachanwärter betreuen darf. Dies bedeutet einerseits, dass ich morgens dort alleine visitiere und Probleme mit dem Chef bespreche, bevor dieser im OP verschwindet. Im Verlauf des Tages nehme ich Patienten auf oder vom OP entgegen und setze alles um, was es braucht. Am Nachmittag kann jederzeit das Telefon gehen, weil der Chef in „genau 5 Minuten“ Visite mit mir machen mag und danach ist Rapport.

Parallel bin ich für die Tagesklinik verantwortlich, auf der die Patienten gemäss OP-Plan eintreten und für die Verordnungen und Aufklärungen (oft noch nicht gemacht) vor den anstehenden Eingriffen erfolgen müssen. Da diese Patienten über den Tag verteilt erscheinen und der Zeitdruck je nach Pünktlichkeit des Patienten und Gründlichkeit der Vorbereitung sehr variieren kann, ist diese Aufgabe eine immer wieder aufs Neue spannende.

Darüber hinaus betreue ich die sogenannten „Rotationsassistenten“. Dies sind Assistenten anderer Abteilungen, die bei uns fachdisziplinäre Luft schnuppern sollen, um diese in ihre spätere Tätigkeit einzubringen. Dies bedeutet, dass diese Kollegen bei Problemen erst einmal mich anrufen, bevor sie sich an einen Kaderarzt wenden. Ist eine der Stellen nicht besetzt, habe ich zudem noch die Hälfte der Allgemeinstation zu betreuen.

Zudem habe ich das Notfalltelefon, über das neben allen uns zutriagierten Patienten der Notfallstation auch alle externen Anfragen über das Sekretariat weitergeleitet werden. Rückfragen von zuvor entlassenen Patienten, Hausärzten, Konsilanfragen aus dem Haus oder sonstige Fragen: alles landet bei mir. Auf der Notfallstation habe ich immerhin freie Hand und soll den Kaderarzt erst hinzuziehen, wenn ich alles zusammen und eine Idee fürs Procedere habe. Bei Konsilien läuft es ähnlich.

An zwei Tagen pro Woche begleite ich zudem Sprechstunden. Während dieser Zeit kommen im Halbstundentakt Patienten, für welche ich die Weichen zwischen ambulanter und stationärer Behandlung stellen soll. 

Nicht zu vergessen ist, dass ich ja Fachanwärter in einem operativen Fach bin. Also darf ich täglich noch bei Eingriffen mitwirken. Dies bedeutet, dass ich unabhängig vom zuvor genannten Programm pünktlich in den jeweiligen Sälen auftauchen und selbstverständlich Patient und Eingriff kennen muss.

Findet, dass er schon ein wenig was zu tun hat,

Euer Anton Pulmonalis

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Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.

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