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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Schlaue Kinder leben länger

Donnerstag, 29. Juni 2017

Es gibt viele Gründe, warum kluge Menschen länger leben. Intelligenz kann Menschen helfen, Gesundheitsrisiken wie Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum oder Übergewicht zu vermeiden. Gebildete Menschen haben größere Chancen auf einen Arbeitsplatz, der sie nicht übermäßigem Stress oder gesundheitsschädlichen Substanzen exponiert.

Wer schlau ist, lässt chronische Erkrankungen wie arterielle Hypertonie, Dyslipidämie oder einen Typ 2-Diabetes frühzeitig und konsequent behandeln. Eine kluge Lebensführung kann auch helfen, Lebenskrisen zu vermeiden, die möglicherweise im Suizid enden. Denkbar ist aber auch, dass eine höhere Intelligenz auch aus genetischen Gründen mit einem gesünderen Gesundheitszustand verbunden ist.

Es überrascht deshalb nicht, dass schottische Kinder, die 1947 im Alter von 11 Jahren in einem landesweiten Intelligenztest die besten Ergebnisse erzielten, eine niedrigere Sterblichkeit hatten als weniger kluge Kinder. Ian Deary von der Universität Edinburgh ermittelte pro statistische Standardabweichung (15 Punkte im IQ) ein um 28 Prozent niedrigeres Sterberisiko an Atemwegserkrankungen, ein um 25 Prozent vermindertes Risiko auf eine Koronare Herzkrankheit und ein um 24 Prozent niedrigeres Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben.

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Die Teilnehmer mit einem hohen IQ starben seltener an Verletzungen (minus 19 Prozent), Erkrankungen des Verdauungstraktes (minus 18 Prozent) oder an Demenz (minus 16 Prozent). Auch das Risiko, an Krebs zu sterben, ist vermindert, wobei der größte Einfluss auf Lungenkrebs und andere durch das Rauchen verursachte Krebserkrankungen zu erkennen war (minus 18 Prozent). An Krebserkrankungen, die nicht mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden, starben sie nur zu 4 Prozent seltener. Auch der Einfluss des IQ auf Todesfälle durch Suizid (minus 3 Prozent) war relativ schwach.

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