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Vom Arztdasein in Amerika

Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Dr. Peter Niemann über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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Vom Arztdasein in Amerika

Ein glücklicher deutscher Arzt

Montag, 4. September 2017

Es gibt sie noch, die glücklichen und in Deutschland arbeitenden Ärzte, zumindest habe ich endlich wieder einen solchen getroffen. Es wird zwar in den Medien gerne dargestellt, dass der Großteil der deutschen Ärzte zufrieden mit der Arbeitsstelle ist, doch im persönlichen Gespräch und wenn ich via meiner Internetseite angeschrieben werde, stelle ich oftmals das Gegenteil fest, dass Ärzte sich ausgebrannt, von der Politik alleine gelassen, überfordert und unterbezahlt fühlen.

Daher war das Gespräch mit diesem in Süddeutschland niedergelassenen Kollegen, einem Orthopäden, eine positive Ausnahme. Er sei glücklich mit seinem Beruf, seinem Arbeitsumfeld, seiner Freizeit (er hat zwölf Wochen im Jahr frei) und Vergütung, wobei er durch Zusatzangebote deutlich über den ihm von Krankenkassen entrichteten Betrag verdiene.

Er machte auch einen glücklichen Eindruck auf mich, schien authentisch in diesem Gefühl und in unseren mehrtägigen Gesprächen, die wir während einer Alpentour miteinander führten, war ein tief sitzendes Zufriedenheitsgefühl zu spüren, das stark und nachhaltig schien. Keinerlei Pessimismus, und er sagte, dass er alles genau so machen würde, müsste er als junger Mann seine Karriere erneut bestimmen.

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Zunächst möchte ich die Quintessenz seines Glückes analysieren und in wenigen Punkten darstellen: Das Gefühl, seinen Patienten helfen zu können, eine berufliche Herausforderung bei ausreichender Freizeit (immerhin 25 Prozent des Jahres frei), ein aus seiner Sicht sehr gutes Gehalt und weiterhin Bestimmungsfreiheit in seinem Umfeld als niedergelassener Arzt, das waren die Grundlagen seines persönlichen Glücksgefühles.

Ich freue mich für diesen wirklich sympathischen Kollegen, doch in mir stellte sich sogleich die Frage, ob dieser Kollege nun repräsentativ für die Mehrheit der deutschen Ärzte oder eher die Ausnahme sei. Ich neige aus persönlicher Erfahrung zu zweiter Sichtweise, doch wo finde ich die ultimative Antwort zu dieser Frage?

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