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Vom Arztdasein in Amerika

Gibt es bald Krieg?

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Die Gespräche mit ärztlichen Kollegen ergeben meistens eine Innenschau der aktuel­len politischen Lage, wie sie auf Mikroebene wahrgenommen wird, wobei es hier oft Diskrepanzen zwischen dem geschriebenen Wort der Medien und dem gesprochenen des Einzelnen gibt. Natürlich bestehen oft Überlagerungen, wie zum Beispiel bei Naturkatastrophen oder Wahlen, wie entsprechend oft auch über medizinzentrierte Themen wie Gesundheitsreformen oder Beschränkungen der Zuwanderung gesprochen wird, weil Zuwanderung letztlich auch das Gesundheitswesen betrifft.

Doch ein Thema habe ich in den letzten Jahren nur sehr selten vernommen, nämlich das des Krieges. Etwas scheint sich jedoch verändert zu haben, und spätestens seit 2016 wird über einen möglichen Krieg immer häufiger gesprochen. Zunächst war der Anlass, dass Geschwister oder Kinder meiner Kollegen als Reservisten eingezogen wurden, mittlerweile sprechen auch nicht direkt Betroffene über dieses Thema, manche sind der felsenfesten Ansicht, dass es bald Krieg gebe. Sie verweisen auf Truppen- und Materialverlagerungen innerhalb der USA hin zu internationalen Flughäfen und dann ins Ausland, auch wenn ich bisher keinen getroffen habe, der mir Details geben konnte.

Wird Nordkorea der Auslöser des nächsten Krieges sein? Sind es noch immer die Islamis­ten, dieses Mal eben in anderen Regionen wie Afghanistan oder Afrika? Geht es gegen die Russen zu Felde oder dann doch eher gegen die Chinesen? Meine Kollegen sind sich uneins, einige sprechen sogar von schwelenden inneramerikanischen Konflik­ten, auch wenn noch niemand von einem Bürgerkrieg bisher sprach.

Interessanterweise vernehme ich seit etwa dem gleichen Zeitraum ähnliche Stimmen von deutschen Kollegen und Bekannten. Krieg scheint auch in Europa in der Luft zu liegen, wobei hier die Medien dieses Thema noch weniger angehen als in den USA. Wenn überhaupt, dann wird dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump eine maßgeb­liche Rolle in einem möglicherweise stattfindenden Konflikt zugesprochen. Die Problem­zonen werden etwa ähnlich gesehen wie in den USA.

Mich beunruhigt dieses Thema, nicht nur, weil ich selber im wehrfähigen Alter und als Arzt sowieso von Interesse für die Streitkräfte wäre, sondern auch mit Hinblick auf meine Kinder, Familie, Freunde, ja, alle. Ist unsere unbeschwerte Zeit vorüber? Ich hoffe, dass diese schwarze Wolke an uns vorüberzieht und dieses Thema wieder anderen wie der Gesundheitsreform Platz macht.

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Morrighan
am Montag, 11. Dezember 2017, 18:55

PachoPepe

Dann lies den Blog einfach nicht mehr? Problem gelöst.
Patroklos
am Montag, 11. Dezember 2017, 12:44

America First!

In einem großen Land, das zwei Nachbarn hat und sonst sehr viel Wasser um sich herum, das mit dem Zweiten Weltkrieg seine Weltmachtposition begründet hat, das seitdem für eine gewisse Stabilität in der Welt gesorgt hat, befindet sich die Außenpolitik mit dem neuen Präsidenten auf irrlichternden Abwegen.
Die Konflikte werden bewußt verschärft, das Vorbild Amerika verspielt seine Reputation, die Weltgemeinschaft wird mißachtet, dem Kapital wird auf radikalste Weise der Weg geebnet, das Eigeninteresse wird auf den Altar gehoben. Das ist alles nichts Neues, aber in seiner gegenwärtig extremen Einseitigkeit eine sehr große Gefahr.
Wohin sonst, als zur maximalen Form des Chaos, einem Krieg, soll das führen? Geographisch möglichst weit weg von den USA, damit andere die Folgen auszubaden haben(siehe Flüchtlingsproblem in Europa).
PachoPepe
am Sonntag, 10. Dezember 2017, 12:00

langweilig

Diesen Blog gibt es seit vielen Jahren, mittlerweile langweilig! Wer will denn unter Donald Trump noch nach Amerika??? Das ganze Aerzteblatt sollte fuer ein wenig frischen Wind sorgen, Anton Pulmonalis ist auch schon seit über 10 Jahren dabei....ich kann es nicht mehr sehen!
PachoPepe
am Sonntag, 10. Dezember 2017, 11:59

langweilig

Diesen Blog gibt es seit vielen Jahren, mittlerweile langweilig! Wer will denn unter Donald Trump noch nach Amerika??? Das ganze Aerzteblatt sollte fuer ein wenig frischen Wind sorgen, Anton Pulmonalis ist auch schon seit über 10 Jahren dabei....ich kann es nicht mehr sehen!
PachoPepe
am Sonntag, 10. Dezember 2017, 11:58

langweilig

Diesen Blog gibt es seit vielen Jahren, mittlerweile langweilig! Wer will denn unter Donald Trump noch nach Amerika??? Das ganze Aerzteblatt sollte fuer ein wenig frischen Wind sorgen, Anton Pulmonalis ist auch schon seit über 10 Jahren dabei....ich kann es nicht mehr sehen!

Vom Arztdasein in Amerika

Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Dr. Peter Niemann über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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