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Von embryonaler Stammzellforschung bis Sterbehilfe – mit ethischen Themen vom Beginn bis zum Ende des Lebens werden Ärzte immer wieder konfrontiert. Gisela Klinkhammer, beim Deutschen Ärzteblatt zuständige Redakteurin für Medizinethik, setzt sich mit aktuellen Entwicklungen auseinander.

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Britische Experimente: Unzulässige Zerstörung von Embryonen

Dienstag, 20. April 2010

Haben Eltern mit schwersten vererbbaren Schädigungen keine Chance, gesunde Kinder zu bekommen? Nach Ansicht britischer Wissenschaftler gibt es jetzt eine Möglichkeit.  Sie haben nämlich erstmals einen Embryo mit Erbmaterial von zwei Frauen und einem Mann geschaffen.

Doch darf man auch alles tun, was machbar ist? In moralischer – aber auch medizinischer - Hinsicht kann die Antwort da nur Nein lauten, und zwar aus vielen Gründen. So würde dieses Verfahren beispielsweise die Tötung zahlreicher Embryonen bedeuten. Die Wissenschaftler hatten ihre Technologie an 80 Embryonen getestet. Davon wuchsen gerade mal 18 zu Achtzellern heran. Und von diesen entwickelte sich nur ein Bruchteil zu einer sogenannten Blastozyste mit hundert Zellen weiter.

Doch die Technik ist auch deshalb abzulehnen, weil die Embryonen zu Forschungszwecken zerstört werden. Der Europaparlamentarier Peter Liese wies außerdem darauf hin, dass, wenn die Technik in großem Stil eingeführt würde, Tausende von Eizellspenden notwendig würden. Das ist schon allein deshalb problematisch, weil britische Fortpflanzungskliniken bereits jetzt Geld für Eizellspenden aus Rumänien zahlen und die Eizellspende mit einem hohen Risiko für die Frauen verbunden ist.

In Deutschland jedenfalls wäre das neu entwickelte Verfahren bei menschlichen Embryonen zu Recht unzulässig.

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