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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Wie fit bin ich? VO2-Peak-Kalkulator im Internet ermöglicht Einschätzung

Dienstag, 24. April 2018

Männer sind körperlich leistungsfähiger als Frauen und verbrauchen deshalb auch mehr Sauerstoff – wenn sie an ihre Grenzen gehen. Eine Analyse von mehr als 10.000 Untersuchungen, die Daniel Rapp und Mitarbeiter von der Universität des Saarlands in Saarbrücken in BMJ Open veröffentlich haben, zeigt, dass Männer im Alter von 40 bis 49 Jahren bei einem Leistungstest auf dem Fahrradergometer im Mittel 36 ml/kg Sauerstoff pro Minute verbrauchen, bei Frauen im gleichen Alter waren es 30 ml/kg Sauerstoff pro Minute. Im Alter von 50 bis 59 Jahren nahm der durchschnittliche VO2-Peak-Wert auf 32 beziehungsweise 26 ml/kg/min ab.

Der VO2-Peak-Wert ist ein Maß für die kardiovaskuläre Fitness, die neben dem Nichtrauchen der wichtigste Schutzfaktor vor Herzinfarkt und Schlaganfall ist und daneben auch zur Prävention von Diabetes, Krebs und Demenz beiträgt.

Ärzte, die die Fitness ihrer Patienten oder auch ihre eigene einstufen wollen, können ihren VO2-Peak-Wert jetzt mit einem Kalkulator berechnen lassen, den die Forscher ins Netz gestellt haben. Sie müssen allerdings damit rechnen, dass ihre Werte etwas schlechter ausfallen, als erwartet.

Die Kohorte, die im Wesentlichen aus Kunden dreier „Prevention First“-Praxen in Rüdesheim, Frankfurt und München bestand, lebte insgesamt gesünder als die durchschnittliche Bevölkerung. Im Vergleich zur DEGS1-Kohorte des Robert-Koch-Instituts waren darunter deutlich weniger Raucher (14,5 versus 26,1 Prozent bei den Männern und 15,1 versus 21,4 Prozent bei den Frauen). Auch der Anteil der Adipösen (13,7 versus 23,3 bei den Männern und 12,5 versus 23,9 Prozent bei den Frauen) war deutlich geringer.

Ein schlechtes Abschneiden auf dem Nomogramm könnte jedoch ein Anreiz sein, künftig etwas mehr Sport zu treiben und auf kardiovaskuläre Risikofaktoren zu verzichten.

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