MEDIZIN: cme

Stillen und Beikost

Empfehlungen für die Säuglingsernährung

Breastfeeding and complementary feeding—recommendations on infant nutrition

Dtsch Arztebl Int 2016; 113(25): 435-44; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0435

Prell, Christine; Koletzko, Berthold

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Hintergrund: Eine bedarfsgerechte Ernährung der Säuglinge fördert gesundes Wachstum und Entwicklung und reduziert das spätere Erkrankungsrisiko.

Methode: Selektive Literaturrecherche unter Bezugnahme auf Leitlinien, Metaanalysen und systematische Reviews.

Ergebnisse: Optimal ist ausschließliches Stillen für mindestens 4 Monate. Nicht oder nicht ausschließlich gestillte Säuglinge sollten eine kommerzielle Säuglingsanfangsnahrung mit niedrigem Eiweißgehalt und langkettigen Polyenfettsäuren erhalten. Bei familiärer Allergiebelastung sollte bis zur Beikosteinführung eine Säuglingsmilchnahrung mit hydrolysiertem Eiweiß verwendet werden. Beikost wird frühestens mit Beginn des 5., spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats eingeführt und soll Eisen aus Fleisch sowie ein- bis zweimal wöchentlich Fisch enthalten. Eine verzögerte Einführung von Beikost, die häufiger zu Allergien führen kann, wird nicht empfohlen. Handelsübliche Kuhmilch sollte im ersten Lebensjahr nicht getrunken werden. Alle Säuglinge sollen 3 × 2 mg Vitamin K bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 und U3 und täglich Vitamin D (400–500 IE) und Fluorid (0,25 mg) per os erhalten.

Schlussfolgerung: Für eine optimale, gesundheitsfördernde Säuglingsernährung sollen Familien ärztlich beraten werden, um den Grundstein für eine lebenslange Gesundheit durch eine angemessene Ernährung zu legen.

Teilnahme nur im Internet möglich: aerzteblatt.de/cme
Teilnahme nur im Internet möglich: aerzteblatt.de/cme

Das schnelle Wachstum und die rasche Entwicklung gesunder Säuglinge bedingt einen hohen Nährstoff- und Energiebedarf pro kg Körpergewicht (e1, e2), doch die Nährstoffreserven sind gering. Bei nicht bedarfsdeckender Ernährung kann es zu einer Gedeihstörung und gegebenenfalls zu beeinträchtigter neurologischer Entwicklung kommen. Zunehmende Evidenz zeigt langfristige Auswirkungen früher Ernährung auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Erwachsenenalter („frühe metabolische Programmierung der lebenslangen Gesundheit“) (1, 2). Die auf gesichertem Wissen beruhende Ernährungsberatung ist eine wichtige ärztliche Aufgabe. In Deutschland haben die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (3, 4) und das von der Bundesregierung unterstützte Netzwerk „Gesund ins Leben“ (4) Empfehlungen zur Säuglingsernährung formuliert. Auf europäischer Ebene publiziert die Europäische Gesellschaft für Kindergastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN) Stellungnahmen zu diesem Themenbereich (5, 6, e3).

Lernziele

Diese Übersicht soll den Leser vertraut machen mit:

  • den aktuellen Stillempfehlungen
  • den Alternativen zur Muttermilchernährung
  • der Beikosteinführung.

Methode

Mit selektiver Literaturrecherche in der Datenbank PubMed suchten wir Publikationen zur Säuglingsernährung (Suchbegriffe „breastfeeding“, „infant formula“, „infant nutrition“, „complementary feeding“, „early nutrition programming“) aus den Jahren 2009–2015, die nach dem europäischen Positionspapier zu Stillen und Säuglingsernährung publiziert wurden (5). Diese aktuelle nationale und internationale Handlungsempfehlung wurde von den Autoren bewertet und zusammengefasst, wobei auch dort zitierte frühere Arbeiten berücksichtigt wurden.

Stillen

Vorteile des Stillens und Stilldauer

Stillen ist die natürliche Form der Säuglingsernährung. Die Zusammensetzung der Muttermilch ist optimal an den Bedarf des Säuglings angepasst (3, 5). Bei ausgewogener Ernährung der Mutter liefert Muttermilch dem Baby die für Wachstum und gesunde Entwicklung wichtigen Nährstoffe. Sie ist meist hygienisch einwandfrei, richtig temperiert und praktisch immer verfügbar. Muttermilch liefert neben Nährstoffen zahlreiche immunologisch wirksame Komponenten mit antiinfektiöser/antientzündlicher Wirkung. Stillen reduziert das Risiko infektiöser Erkrankungen. Eine Metaanalyse von Studien aus Industrieländern zeigte, dass Kinder mit ausschließlicher Formelernährung doppelt so häufig an akuter Otitis media erkranken als drei bis sechs Monate ausschließlich gestillte Kinder (7). Bei 100 über 6 Monate gestillten Kindern könnten verglichen mit Flaschenernährung ungefähr 13 Fälle von akuter Otitis media (Inzidenz 27 %) verhindert werden (8). Das Risiko für akute Gastroenteritis kann um die Hälfte bis zu einem Drittel reduziert werden (7); sechsmonatiges Stillen von 100 Säuglingen kann entsprechend 15–63 Durchfallerkrankungen (bei einer Jahresinzidenz von 0,9–1,9 Episoden) und 2–6 Kranken­haus­auf­enthalten vorbeugen (e4). Die SIDS-Sterblichkeit („sudden infant death syndrome“) gestillter Säuglinge ist um 15 bis 36 % geringer (7, 9), so dass ein Todesfall auf circa 10 000 gestillte Kinder (Inzidenz 0,04 % [e5]) verhindert werden kann. Metaanalysen vergleichender Kohortenstudien zeigen bei Stillen eine deutliche Risikoreduktion für spätere Erkrankungen (5, 7, 10, 11), wie

  • Asthma bronchiale (−27 bis −30 %; Prävention von etwa 2 Asthmaerkrankungen/100 gestillten Kindern) (e6)
  • atopische Dermatitis (−32 %; ungefähr 3 Ekzemerkrankungen/100 gestillte Kinder)
  • Adipositas (−12 %, ungefähr 3 Adipositasfälle/100 gestillte Kinder) (11, e7).

Stillen fördert die emotionale Mutter-Kind-Bindung sowie die kindliche kognitive Entwicklung. Früher gestillte Jugendliche und Erwachsene schneiden in IQ-Testen, korrigiert für Begleitfaktoren, um 2–3 Punkte besser ab (11, 12). Dies wird auch auf die mit Muttermilch zugeführten Omega-3- und -6-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Arachidonsäure (ARA) zurückgeführt, die stark im wachsenden Gehirn deponiert werden (13, 14). Stillen führte in einer prospektiven Kohortenstudie bei 30-Jährigen zu einem IQ-Vorteil von 3,8 Punkten, einer 0,9 Jahre längeren Ausbildungsdauer und einem 23 % höheren Einkommen (alles adjustiert für weitere Einflussfaktoren) (15).

Stillende Frauen profitieren von rascherer postnataler Uterusinvolution, vermehrtem Abbau des in der Schwangerschaft deponierten Körperfetts sowie einer Risikoreduktion von etwa 4 % für ein späteres Mammakarzinom (adjustiert für Störfaktoren) (7, 16). Stillen über 12 Monate könnte ungefähr 1 Mammakarzinomfall/200 Frauen verhüten (Lebenszeitprävalenz, 12,9 % [e8]).

Schon vorgeburtlich sollten beide Eltern über das Stillen informiert werden, denn Stillerfolg und -dauer werden durch eine unterstützende Haltung des Partners deutlich gefördert (17). Ein erstes Anlegen sollte innerhalb von zwei Stunden erfolgen, bei Hypoglykämie-gefährdeten Neugeborenen innerhalb von 30 Minuten (3). Schwierigkeiten zu Beginn des Stillens sind häufig und führen zu frühem Abstillen. Eine gute Stillberatung durch geschulte Personen (zum Beispiel Hebammen, LaktationsberaterInnen, ÄrztInnen) kann hier vorbeugen. Wenn ausschließliches Stillen nicht möglich ist, soll zum Teilstillen ermutigt werden, das ebenfalls die kindliche Gesundheit fördert (4).

Das Kind soll die Häufigkeit des Stillens bestimmen („ad libitum“): Es darf so viel und so oft trinken, wie es möchte (e9). In den ersten Lebenswochen trinken die meisten Säuglinge täglich etwa 10- bis 12-mal. Später trinken Säuglinge nur noch alle 3–4 Stunden. In Sondersituationen (zum Beispiel bei zu geringer Gewichtszunahme) sollte das Baby zum Stillen geweckt werden. Wenn die postnatale Gewichtsabnahme 7–10 % des Geburtsgewichtes überschreitet oder innerhalb der ersten sieben Lebenstage keine Gewichtszunahme erfolgt, sollte eine Ursachenabklärung erfolgen. Säuglinge sollten möglichst mindestens im ersten Lebenshalbjahr und für mindestens vier Monate ausschließlich gestillt werden. Die Gesamtdauer des Stillens bestimmen Mutter und Kind (4).

Vollgestillte Säuglinge nehmen im ersten Lebensjahr etwa 500– 700 g weniger Gewicht zu als mit konventioneller Säuglingsnahrung (18), was kausal zum später verminderten Adipositasrisiko beizutragen scheint (11, 19, e10, e11).

Muttermilchersatz

Nicht (voll) gestillte Säuglinge sollen Säuglingsanfangsnahrung („Pre“- oder „1er“-Nahrung) erhalten (4). Folgenahrungen („2er“-Nahrungen) sollen erst gegeben werden, wenn das Kind bereits Beikost erhält (Tabelle 1). Standard sind Säuglingsmilchnahrungen auf Kuhmilchprotein-Basis

Klassifizierung von Säuglingsnahrungen
Tabelle 1
Klassifizierung von Säuglingsnahrungen

Säuglingsnahrungen auf Soja-Basis sollten insbesondere in den ersten sechs Lebensmonaten nur nach ärztlicher Indikationsstellung verabreicht werden (20). Die Proteinqualität ist derjenigen von kuhmilch-basierten Säuglingsnahrungen unterlegen. Potenzielle Nachteile durch in der Sojanahrung enthaltene Phytoöstrogene, Phytate oder der höhere Aluminiumgehalt werden diskutiert. Etwa 10 % der Säuglinge mit Kuhmilchprotein-Allergie entwickeln auch eine Allergie gegenüber Sojaprotein. Deswegen sollte Soja-Säuglingsnahrung in den ersten sechs Lebensmonaten gesunden oder Kindern mit Nahrungsmittelallergie nicht gefüttert werden (20). Indikationen zur Ernährung mit Sojanahrung sind die seltene Galaktosämie (Prävalenz 1:40 000), weltanschauliche oder religiöse Gründe (3, 20) und die Fütterung älterer Säuglinge mit Kuhmilchallergie und anhaltender Ablehnung therapeutischer Hydrolysatnahrungen.

Ein DHA-Zusatz mit mindestens gleichen ARA-Mengen wird empfohlen, denn es wurden positive Wirkungen auf die Reifung des Sehvermögens und die kindliche Entwicklung berichtet (14). Eine alleinige DHA-Zufuhr ohne ARA (zum Beispiel durch Fischölpräparate) wird nicht befürwortet (21). Bei der Auswahl von Säuglingsmilchnahrungen werden heute Produkte mit niedrigem Proteingehalt (< 2 g/100 kcal oder circa < 1,3 g/100 mL, angenähert an Muttermilch mit 1,2 g/100 mL) bevorzugt, weil hierdurch das spätere Adipositasrisikos gesenkt werden kann (Grafik 1) (22).

Adipositashäufigkeit mit 6 Jahren (%)
Grafik 1
Adipositashäufigkeit mit 6 Jahren (%)

Seit einiger Zeit werden Säuglingsnahrungen Prä- oder Probiotika zugesetzt. Die Zusätze in den auf dem Markt befindlichen Säuglingsnahrungen gelten für gesunde Säuglinge als sicher; nach systematischen Übersichtsarbeiten bleibt jedoch ein klinisch relevanter Nutzen unklar (3, 4, 23, 24).

Von einer Selbstherstellung einer Säuglingsanfangsnahrung aus Kuhmilch, anderen Tiermilchen oder anderen Rohstoffen wird ausdrücklich abgeraten. Neben hygienischen Risiken kommt es oft zu einer nicht bedarfsgerechten Nährstoffzufuhr. Zur Prävention oder Therapie einer Kuhmilchprotein-Allergie ist die Milch anderer Tierarten aufgrund von Kreuzallergien ungeeignet (e12).

Säuglingsmilchnahrung bei familiärem Allergierisiko

Nicht oder nicht voll gestillte Säuglinge, deren Geschwister oder Eltern an einer allergischen Erkrankung leiden, sollen bis zur Beikosteinführung eine hypoallergene Säuglingsanfangsnahrung mit hydrolysiertem Protein (sogenannte „HA“-Nahrung) erhalten. In der „German Infant Nutrition Intervention“ (GINI)-Studie zeigten Kinder mit familiärer Allergiebelastung bei Verwendung geeigneter „HA“-Säuglingsmilchnahrung in den ersten Monaten 18 % weniger atopische Dermatitis bis zum Alter von 10 Jahren (adjustiert für Begleitfaktoren) (Grafik 2). In dieser Risikopopulation führte „HA“-Säuglingsmilchnahrung, verglichen mit Kuhmilch-Standardnahrung, zur Vorbeugung von 6,4 Fällen von atopischer Dermatitis unter 100 so gefütterten Kindern (25). Nach Beikosteinführung kann eine normale Säuglingsmilchnahrung auf Kuhmilch-Basis gegeben werden (3).

Kumulative Inzidenz (%) für atopische Dermatitis
Grafik 2
Kumulative Inzidenz (%) für atopische Dermatitis

Zubereitung von Flaschennahrung

Säuglingsmilchnahrungen in Pulverform sowie ultrahocherhitzte Produkte sind keimarm, aber nicht steril. Zubereitete Milchnahrung ist bei Temperaturen von 25 bis 45° C ein guter Nährboden für Keime. Ein Risiko besteht unter anderem für invasive Infektionen mit Cronobacter spp. Dieser Keim ist besonders für Früh- und Neugeborene, Säuglinge in den ersten zwei Lebensmonaten und abwehrgeschwächte Kinder gefährlich. Er verursacht Meningitiden und nekrotisierende Enterokolitiden, die zwar selten (circa 1:100 000) sind, aber eine hohe Mortalität und Langzeitmorbidität aufweisen (26). Tabelle 2 gibt Hinweise zur Aufbewahrung von Flaschen- und abgepumpter Muttermilch.

Maximale Aufbewahrungszeit für Muttermilch und Säuglingsnahrung (e13–e15)
Tabelle 2
Maximale Aufbewahrungszeit für Muttermilch und Säuglingsnahrung (e13–e15)

Zur Zubereitung der Nahrung kann frisches Leitungswasser verwendet werden. „Standwasser“ (das mehrere Stunden in Hausleitungen gestanden hat) soll verworfen werden, da erhöhte Schwermetallgehalte und eine Biofilm-Bildung an Wasserhähnen auftreten können (e14, e15). Die Verwendung von Trinkwasser verbietet sich bei Bleileitungen (in manchen Altbauten) und bei nicht geprüften Hausbrunnen. In solchen Fällen sollte für Säuglingsernährung geeignetes, abgepacktes Wasser benutzt werden. Von der Verwendung haushaltsüblicher Wasserfilter wird abgeraten, da hier erhöhte Keimzahlen oder kontaminierende Substanzen auftreten können (3, e14).

Das Wasser sollte zur Zubereitung der Säuglingsnahrung lauwarm sein (maximal 40° C), um einer Verbrühung und einer Zerstörung von Nahrungsbestandteilen vorzubeugen. Flaschen und Sauger sollen nach jeder Mahlzeit gründlich gereinigt werden; ein Auskochen beziehungsweise Sterilisieren von Flaschen und Silikonsaugern ist im häuslichen Bereich nicht erforderlich. Gummisauger sollten gelegentlich ausgekocht oder ausgetauscht werden (4).

Beikost

Beikost soll frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats eingeführt werden (3, 4, 6, 27). Ab dem Alter von 4 bis 5 Monaten können die meisten Kinder breiige Nahrung mit der Zunge transportieren. Mit 5 bis 6 Monaten zeigen sie Interesse beziehungsweise Verweigerungsreaktionen gegenüber Essen, mit großer interindividueller Variation. Eltern sollen den Beginn der Beikosteinführung auch vom kindlich signalisierten Interesse an Lebensmitteln abhängig machen.

In Deutschland hat sich das in Grafik 3 schematisch dargestellte Vorgehen bewährt. Als erster Brei wird ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (1–2-mal pro Woche mit fettreichem Fisch statt Fleisch) gegeben, um gut verfügbares Eisen und Zink zuzuführen. Die Eisenspeicher sind nach 4–6 Monaten ausschließlichem Stillen weitgehend erschöpft, der Eisenbedarf pro kg Körpergewicht erreicht im 2. Lebenshalbjahr sein Maximum. Früher Verzehr von Fleisch, Leber und Fisch ist positiv mit kindlichem Gedeihen und späterer kognitiver Entwicklung verbunden (14, e3).

Prozentuale Zusammensetzung der Nahrung
Grafik 3
Prozentuale Zusammensetzung der Nahrung

Die Einführung der Beikost erfordert Geduld: Ein neuer Brei muss durchschnittlich achtmal angeboten werden, bis Säuglinge ihn voll akzeptieren (28). In etwa monatlichen Abständen wird jeweils eine weitere Milchmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei und durch einen Obst-Getreide-Brei ersetzt (Grafik 3). Eine Variation der Beikostzutaten ist für die Förderung der Geschmacksentwicklung erwünscht. In einer großen britischen Kohortenstudie war eine hohe Anzahl unterschiedlicher, häuslich zubereiteter Gemüsemahlzeiten mit 6 Monaten mit mehr Gemüseverzehr im Schulalter assoziiert (29).

Neuerdings wird eine Beikost-Einführung als „Baby Led Weaning“ propagiert: Säuglinge führen angebotene mundgerechte Stücke fester Nahrung selbst mit der Hand zum Mund (e16). Erhofft wird eine größere kindliche Autonomie (e17).

Eine systematische Übersichtsarbeit zeigte jedoch hierdurch eine verzögerte Beikosteinführung mit möglichen Nachteilen für Nährstoffversorgung und Allergieprävention (30). Außerdem besteht Aspirationsgefahr bei harten Lebensmitteln (Wurzelgemüse, harte Brotrinde, Nüsse).

Es wird deswegen weiterhin die Beikosteinführung mit Breien empfohlen, wobei Säuglinge selbstverständlich zusätzlich auch stückige Lebensmittel (zum Beispiel ein Stück Banane) mit der Hand zu sich nehmen können (3, 4). Ab dem Ende des ersten Lebensjahres kann schrittweise Familienkost angeboten werden, die zu einer ausgewogenen Familienernährung mit 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten führen sollte.

Selbstkochen oder industrielle Beikostprodukte?

Sowohl selbstgekochte Beikost als auch Fertigprodukte bieten Vorteile (Tabelle 3). Für beide Produktgruppen gilt: Stark gesalzene, gewürzte oder gesüßte Produkte sollten vermieden werden.

Vorteile selbstgekochter und kommerzieller Beikost
Tabelle 3
Vorteile selbstgekochter und kommerzieller Beikost

Bei Selbstzubereitung bestehen größere Risiken für die Nährstoffversorgung. Jod ist in selbsthergestellter Beikost nur gering enthalten, so dass zusätzlich kommerzielle, mit Jod angereicherte Beikost oder eine Jod-Supplementation (etwa 50 µg pro Tag) ratsam ist (31). Sogenannte „Trinkbreie“ werden nicht empfohlen; Beikost sollte vom Löffel gefüttert, nicht getrunken werden (3, e18).

Selbstzubereitete Beikost (Kasten) soll nach der Zubereitung sofort verzehrt oder maximal 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden. Tieffrieren von Beikost über einige Monate ist möglich. Honig (auch pasteurisiert) soll aufgrund des Botulismus-Risikos nicht verwendet werden (4).

Selbstherstellung von Beikost
Kasten
Selbstherstellung von Beikost

Beikost und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Früher wurde von einigen Fachgesellschaften zur Allergieprävention empfohlen, häufig allergieauslösende Lebensmittel wie Ei, Fisch oder Erdnuss möglichst spät – frühesten mit einem oder auch erst drei Jahren – zu geben. Für einen allergiepräventiven Effekt einer solch verzögerten Einführung gibt es aber keine Evidenz, auch nicht bei Kindern aus atopiebelasteten Familien (32). Im Gegenteil: späteres Einführen allergener Lebensmittel war mit häufigeren allergischen Sensibilisierungen verbunden (33, 34). Wenn im Säuglingsalter regelmäßig Fisch in der Beikost verzehrt wurde, war das Risiko für spätere atopische Erkrankungen reduziert (14, 35, e19, e20).

Eine randomisierte Studie bei stark selektierten Hochrisikokindern zeigte seltenere Erdnussallergien bis zum Alter von 5 Jahren bei Erdnussgabe zwischen 4–11 Monaten verglichen mit verzögerter Einführung (1,9 versus 13,7 %) (e21). Erdnüsse sollen Säuglingen und Kleinkindern wegen des hohen Aspirationsrisikos jedoch nur in breiiger Form angeboten werden.

Eine verzögerte (nach dem 6. Lebensmonat) aber auch eine frühe (vor dem 4. Lebensmonat) Einführung von Gluten zeigte in zwei neueren, randomisierten Studien keine Risikoreduktion für später auftretende Zöliakie (36, 37).

Eine Assoziation hoher Glutenmengen bei erster Einführung mit gehäufter Zöliakie lässt es ratsam erscheinen, zunächst nur kleine Mengen Gluten (ein Löffel Getreidebrei, wenige Nudeln) einzuführen, mit allmählicher Steigerung (e22).

Ab dem Beginn der Beikosteinführung können alle Beikostarten uneingeschränkt gegeben werden, auch häufig allergieauslösende Lebensmittel. Dies gilt auch für Kinder mit familiärer Belastung für Allergien oder Zöliakie.

Supplemente im 1. Lebensjahr

Gesunde Säuglinge erhalten in den ersten Lebenswochen dreimal jeweils 2 mg Vitamin K oral, meist bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 und U3 zur wirksamen Vorbeugung von Vitamin K-Mangel-Blutungen (38).

Säuglinge erhalten täglich eine Tablette mit Vitamin D (400–500 I.U.) und Fluorid (in der Regel 0,25 mg) ab voller Milchernährung mit 5–10 Tagen. Die Vitamin-D-Gabe wird bis zum zweiten erlebten Frühsommer gegeben, wenn mit stärkerer UV-Exposition die Eigensynthese zunimmt. Die Fluorid-Gabe wird danach fortgesetzt, bis das Kind zur Zahnpflege fluoridierte Zahnpasta zuverlässig ausspucken kann und regelmäßig verwendet (meist im 4. Lebensjahr) (39, e23). Wenn das örtliche Trinkwasser mehr als 0,7 ppm Fluorid enthält, kann auf eine Fluoridgabe verzichtet werden; liegt die Konzentration zwischen 0,3 und 0,7 ppm, wird eine reduzierte Fluoriddosis empfohlen.

Getränke

Gesunde, ausschließlich gestillte Säuglinge brauchen keine zusätzlichen Getränke. Erst nach der Einführung von 3 Breimahlzeiten/Tag soll Säuglingen Wasser oder für Säuglinge geeignete, nicht gesüßte Tees angeboten werden, am besten aus einem Becher (3, e24).

Unbedingt zu vermeiden ist das sogenannte „Dauernuckeln“ an einer Flasche mit Milch, gesüßten Tees oder Fruchtsäften, sowie die „Flasche zum Einschlafen“ wegen des hohen Risikos für Frontzahnkaries (Abbildung).

„Nuckelflaschen-Karies“
Abbildung
„Nuckelflaschen-Karies“

Unveränderte Kuhmilch (Trinkmilch) soll als Getränk erst im zweiten Lebensjahr in kleinen Mengen von etwa 1/3 Liter/Tag gegeben werden. Kuhmilch fördert einen Eisenmangel und kann durch den hohen Proteingehalt bei übermäßiger Zufuhr eine spätere Adipositas fördern (11, 19, e10, e11).

Alternative Ernährungsformen im Säuglingsalter

Grundsätzlich ist ovo-lakto-vegetarische Ernährung bei Säuglingen möglich. Sie erfordert aber wegen bestehender Risiken eine sorgfältige Lebensmittelauswahl und eine ärztlicher Überwachung des Gedeihens und des Eisenstatus.

Wird anstelle eines Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breies (Grafik 3) ein fleischfreier Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei verabreicht (Tabelle 4), wird eine ähnliche Nährstoff- und Proteinzufuhr wie mit fleischhaltiger Nahrung erreicht, wobei höhere Risiken für eine Unterversorgung mit einzelnen Nährstoffen wie Eisen, Zink und DHA bestehen.

Rezept für einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel- Getreide-Brei, nach (3). Alternativ können Fertigprodukte gegeben werden.
Tabelle 4
Rezept für einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel- Getreide-Brei, nach (3). Alternativ können Fertigprodukte gegeben werden.

Falls beim fleischfreien Fertigprodukt kein Vitamin C zugesetzt wurde, sollten 2 bis 3 Esslöffel Vitamin-C-reicher Obstsaft oder -brei zugegeben werden, um die Bioverfügbarkeit des pflanzlichen Eisens zu verbessern.

Bei einer veganen Ernährung von Säuglingen ohne Nährstoffsupplementierung besteht ein hohes Risiko für Nährstoffdefizite.

Insbesondere die zu niedrige Zufuhr von Vitamin B12 kann zu einer irreversiblen neurologischen Schädigung führen, die auch bei gestillten Säuglingen vegan ernährter Mütter auftritt (40, e25). Auch die oft schlechte Versorgung mit DHA, Vitamin D, Eisen und Zink hat Nachteile für die kindliche Gesundheit und Entwicklung.

Ausblick

Den Gesundheitsnutzen einer ausgewogenen, auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Daten basierenden Säuglingsernährung rufen Winston Churchills Worte in einem BBC-Radiointerview von 1943 in Erinnerung: „…there is no finer investment for any community than putting milk into babies. Healthy citizens are the greatest asset any country can have.” (e26).

Es ist eine lohnende ärztliche Aufgabe, Familien bei der Umsetzung einer gesundheitsfördernden Ernährung für ihre Kinder zu unterstützen. Hilfreich sind hierbei aktuelle Handlungsempfehlungen (3, 4), herstellerunabhängige Informationsmaterialien, Medien und Apps für mobile Geräte (www.kindergesundheit.de/app.html) sowie kostenlose, CME-akkreditierte interaktive Fortbildungsmodule (www.early-nutrition.org/en/enea/).

Frühe Ernährung und Gesundheit

Die auf gesichertem Wissen beruhende Ernährungsberatung ist eine wichtige ärztliche Aufgabe. Zunehmende Evidenz zeigt langfristige Auswirkungen früher Ernährung auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Erwachsenenalter.

Vorteile des Stillens und Stilldauer

Stillen ist die natürliche Form der Säuglingsernährung. Die Zusammensetzung der Muttermilch ist optimal an den Bedarf des Säuglings angepasst.

Stillen und späterer Intelligenzquotient

Stillen fördert die emotionale Mutter-Kind-Bindung sowie die kindliche kognitive Entwicklung. Früher gestillte Jugendliche und Erwachsene schneiden in IQ-Testen, korrigiert für Begleitfaktoren, um 2–3 Punkte besser ab.

Muttermilchersatz

Nicht (voll) gestillte Säuglinge sollen Säuglingsanfangsnahrung („Pre“- oder „1er“-Nahrung) erhalten. Folgenahrungen („2er“-Nahrungen) sollen erst gegeben werden, wenn das Kind bereits Beikost erhält.

Zusatz von Prä- oder Probiotika

Die Zusätze in den auf dem Markt befindlichen Säuglingsnahrungen gelten für gesunde Säuglinge als sicher; nach systematischen Übersichtsarbeiten bleibt jedoch ein klinisch relevanter Nutzen unklar.

Nach Beikosteinführung

Nach Beikosteinführung kann bei Säuglingen mit familiärer Allergiebelastung eine normale Säuglingsmilchnahrung auf Kuhmilch-Basis gegeben werden.

Zeitpunkt der Beikosteinführung

Beikost soll frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats eingeführt werden.

Tierische Proteine

Früher Verzehr von Fleisch, Leber und Fisch ist positiv mit kindlichem Gedeihen und späterer kognitiver Entwicklung verbunden.

Familienkost

Ab dem Ende des ersten Lebensjahres kann schrittweise Familienkost angeboten werden, die zu einer ausgewogenen Familienernährung mit 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten führen sollte.

Selbstkochen versus industrielle Beikost

Sowohl selbstgekochte Beikost als auch Fertigprodukte bieten Vorteile. Für beide Produktgruppen gilt: Stark gesalzene, gewürzte oder gesüßte Produkte sollten vermieden werden.

Beikost und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Für einen allergiepräventiven Effekt einer verzögerten Einführung häufig allergieauslösender Lebensmittel wie Ei, Fisch oder Erdnuss gibt es keine Evidenz.

Supplemente im 1. Lebensjahr

Gesunde Säuglinge erhalten in den ersten Lebenswochen dreimal jeweils 2 mg Vitamin K oral, meist bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 und U3 zur wirksamen Vorbeugung von Vitamin K-Mangel-Blutungen.

Vegane Ernährung

Eine vegane Ernährung von Säuglingen ohne Nährstoffsupplementierung führt zu hohem Risiko für Nährstoffdefizite. Die zu niedrige Zufuhr von Vitamin B12 kann zu einer irreversiblen neurologischen Schädigung führen.

Weiterführende Informationen

www.schwangerundkind.de
www.gesund-ins-leben.de
www.kindergesundheit.de
www.early-nutrition.org/en/enea/

Interessenkonflikt

Prof. Koletzko erhielt Erstattung von Reise- und Übernachtungskosten sowie Honorare für wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltungen von Herstellern von diätetischen Produkten Danone, DGC, Hochdorf, Med Johnson und Nestlé Für ein von ihm initiiertes Forschungsvorhaben bekam er Sachmittelunterstützung von Abbott, Danone und Nestlé. Des Weiteren erhielt er Gelder für die Durchführung von klinischen Studien von Herstellern von diätetischen Produkten Abbott, Danone und Nestlé. Als Mitglied der Nationalen Stillkommission spricht sich Prof. Koletzko eher für das Stillen aus.

Dr. Prell wurde für Vortragstätigkeiten von der Firma Hipp honoriert.

Manuskriptdaten
eingereicht: 28 5. 2015, revidierte Fassung angenommen: 11. 4. 2016

Anschrift für die Verfasser
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Berthold Koletzko
Ludwig-Maximilians-Universität München
Abteilung Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin
Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital
Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München
Lindwurmstraße 4
80337 München
office.koletzko@med.lmu.de

Zitierweise
Prell C, Koletzko B: Breastfeeding and complementary feeding—recommendations on infant nutrition. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 435–44.
DOI: 10.3238/arztebl.2016.0435

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit2516 oder über QR-Code

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„Nuckelflaschen-Karies“
Abbildung
„Nuckelflaschen-Karies“
Adipositashäufigkeit mit 6 Jahren (%)
Grafik 1
Adipositashäufigkeit mit 6 Jahren (%)
Kumulative Inzidenz (%) für atopische Dermatitis
Grafik 2
Kumulative Inzidenz (%) für atopische Dermatitis
Prozentuale Zusammensetzung der Nahrung
Grafik 3
Prozentuale Zusammensetzung der Nahrung
Selbstherstellung von Beikost
Kasten
Selbstherstellung von Beikost
Klassifizierung von Säuglingsnahrungen
Tabelle 1
Klassifizierung von Säuglingsnahrungen
Maximale Aufbewahrungszeit für Muttermilch und Säuglingsnahrung (e13–e15)
Tabelle 2
Maximale Aufbewahrungszeit für Muttermilch und Säuglingsnahrung (e13–e15)
Vorteile selbstgekochter und kommerzieller Beikost
Tabelle 3
Vorteile selbstgekochter und kommerzieller Beikost
Rezept für einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel- Getreide-Brei, nach (3). Alternativ können Fertigprodukte gegeben werden.
Tabelle 4
Rezept für einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel- Getreide-Brei, nach (3). Alternativ können Fertigprodukte gegeben werden.
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    Vocht, Jeanette; Glaß, Alexandra
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2017; 114(4): 62; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0062
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Lujo
am Sonntag, 21. August 2016, 16:52

Stillen und Beikost

Obwohl das Thema täglich behandelt wird, ließen sich die Fragen nur nach Lektüre beantworten.
Einiges entspricht nicht der Erfahrung oder ist sogar kontraproduktiv. Wie soll zB ein Säugling bei 10-12 MZ zu 16-18 Std Schlaf kommen? ganz abgesehen von der Mutter, die vielleicht noch andere Kinder hat. Zuführen von Beikost ist bei Kindern mit Koliken oft hilfreich, ein früher als 5. Monat eingesetzter Abendbrei erhöht die Durchschlaffähigkeit etc.etc.
Diesen Artikel würde ich auch nicht auszugsweise einer Mutter in die Hand geben.
Auch für mich nur ärgerlich.

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Lujo
am Sonntag, 21. August 2016, 16:52

Stillen und Beikost

Obwohl das Thema täglich behandelt wird, ließen sich die Fragen nur nach Lektüre beantworten.
Einiges entspricht nicht der Erfahrung oder ist sogar kontraproduktiv. Wie soll zB ein Säugling bei 10-12 MZ zu 16-18 Std Schlaf kommen? ganz abgesehen von der Mutter, die vielleicht noch andere Kinder hat. Zuführen von Beikost ist bei Kindern mit Koliken oft hilfreich, ein früher als 5. Monat eingesetzter Abendbrei erhöht die Durchschlaffähigkeit etc.etc.
Diesen Artikel würde ich auch nicht auszugsweise einer Mutter in die Hand geben.
Auch für mich nur ärgerlich.

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