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MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Häusliche Gewalt gegen Männer

Prävalenz und Risikofaktoren

Kolbe, Verena; Büttner, Andreas

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Hintergrund: Der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zufolge ist Partnerschaftsgewalt weltweit eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Aber auch Männer werden Opfer häuslicher Gewalt und wenden sich – ähnlich wie betroffene Frauen – mit ihren Verletzungen zunächst an Hausärzte oder an Notaufnahmen. Daher ist das Thema häusliche Gewalt gegen Männer für alle medizinischen Berufsgruppen relevant.

Methode: Es wurde eine umfassende selektive Literaturrecherche in der Datenbank PubMed und mithilfe des Suchdienstes Google Scholar sowie eine retrospektive Datenanalyse von Geschädigten, Täterinnen sowie zur Art der erfahrenen Gewalt und den erlittenen Verletzungen durchgeführt.

Ergebnisse: Die erfassten Studien ergaben Prävalenzen von 3,4–20,3 % für körperliche häusliche Gewalt an Männern. Ein Großteil der Betroffenen hatte selbst gegen die Partnerin Gewalt ausgeübt. 10,6–40 % der betroffenen Männer gaben eigene Missbrauchs- beziehungsweise Misshandlungserfahrungen in der Kindheit an. Alkoholmissbrauch, Eifersucht, psychiatrische Erkrankungen, Behinderungen sowie eine kürzere Beziehungsdauer sind mit einem erhöhten Risiko assoziiert, Opfer häuslicher Gewalt zu werden. Als Gewaltfolgen wurden neben überwiegend gering intensiven körperlichen Verletzungen ein reduzierter gesundheitlicher Zustand, psychiatrische Folgezustände, wie etwa Angst- oder disruptive Störungen, sowie ein erhöhter Alkohol- und Substanzkonsum beschrieben.

Schlussfolgerung: Die Prävalenz von Gewalt gegen Männer und assoziierte Risikofaktoren wurden bisher nur wenig erforscht. Die Weiterentwicklung der Präventionsarbeit sowie ein spezielles Angebot für betroffene Männer wären wünschenswert.

LNSLNS

Partnerschaftsgewalt ist der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zufolge eines der zentralen Gesundheitsrisiken für Frauen (1). Der Definition der Europaratskonvention zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen (Istanbul Konvention) zufolge, die am 1. 8. 2014 in Kraft getreten ist, umfasst die Ausübung von Gewalt gegen Frauen sämtliche Handlungen körperlicher, sexueller, psychischer und auch wirtschaftlicher Gewalt innerhalb der Familie, des Haushalts oder zwischen aktuellen sowie früheren Partnern (2).

Nach Auswertungen des Bundeskriminalamtes sind 2018 bundesweit 114 393 Frauen sowie 26 362 Männer Opfer von Partnerschaftsgewalt geworden, wobei jedoch keine Angaben zur Schwere eventueller Verletzungen gemacht wurden (3). In Mecklenburg-Vorpommern wurden der Polizeilichen Kriminalstatistik zufolge im selben Jahr insgesamt 4 317 Personen Opfer häuslicher Gewalt (2017: 3 978), wobei keine Geschlechtsdifferenzierung vorgenommen wurde (4). Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Statistiken nur das Hellfeld erfassen.

Die repräsentative Befragung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA, Fundamental Rights Agency) zum Ausmaß sexueller und häuslicher Gewalt umfasste 42 000 Frauen aus 28 EU-Mitgliedsstaaten und ergab, dass jede vierte bis fünfte Frau seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche Partnerschaftsgewalt erfahren hat. Für Deutschland wurde im europäischen Vergleich eine mittlere bis hohe Gewaltprävalenz ermittelt (5).

Eine Pilotstudie zu allgemeinen Gewalterfahrungen von Männern in der Kindheit bis ins Erwachsenenalter aus 2004 ergab nach Auswertung von 266 quantitativen Interviews, dass jeder vierte Mann mindestens einmal körperliche Gewalt durch seine Partnerin erlebt hat (6).

Der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) zufolge sind 1,2 % der befragten Frauen sowie 0,9 % der befragten Männer in den vergangenen zwölf Monaten Opfer physischer Partnerschaftsgewalt geworden, wenngleich die Durchführung der Studie nicht unumstritten ist (7, 8). Eine schweizerische Studie zeigte, dass 2,9 % der 1 503 Befragten Opfer physischer Partnerschaftsgewalt wurden (9).

Deutschsprachige (rechts)medizinische Fachbeiträge zu betroffenen Männern liegen bislang kaum vor, sodass nachfolgend anhand der Auswertung internationaler Literatur und einer eigenen Erhebung ein grundlegender Überblick zur Thematik gegeben werden soll.

Folgen häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt gegen Frauen ist bereits umfassend erforscht und als ein komplexes Geschehen bekannt, bei dem das Ziel verfolgt wird, die Kontrolle und Macht über seinen Partner zu erlangen (5). Neben – möglichen tödlichen – körperlichen Verletzungen können (psycho-)somatische und psychische Folgen ebenso daraus hervorgehen, wie ein gesundheitsgefährdendes Verhalten (10, 11). Auch Kinder, die Gewalt gegen ein Elternteil miterleben, benötigen in 70–80 % der Fälle besondere Hilfen aufgrund verschiedener Verhaltensauffälligkeiten oder emotionaler Störungen (12, 13).

Für von Gewalt betroffene Frauen ist bekannt, dass sie erschwert einen Arbeitsplatz bekommen und auch halten (14). Nach Schätzungen der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) verlieren US-amerikanische Betroffene jährlich etwa 8 Millionen bezahlte Arbeitstage sowie 5,6 Millionen Haus- und Familienarbeitstage (15). Die Arbeitsunfähigkeit wiederum führt zu einer erhöhten Morbidität und dadurch zu einer vermehrten Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsleistungen (16).

Wenngleich sich der vorliegende Beitrag auf von häuslicher Gewalt betroffene Männer konzentriert, sei darauf verwiesen, dass für weibliche Betroffene, insbesondere nach sexualisierter Gewalt, bereits gut etablierte Handlungsempfehlungen veröffentlicht wurden (17, 18, 19, 20).

Rechtsmedizinische/medizinische Relevanz

Physische Partnerschaftsgewalt als Körperverletzungsdelikte sind zunächst sogenannte Antragsdelikte, wenngleich die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit hat, das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung zu bejahen. In diesem Fall können die Ermittlungsbehörden einen medizinischen Sachverständigen mit der Untersuchung eines Gewaltopfers beauftragen (21).

Da weibliche Betroffene von Partnerschaftsgewalt in ihrem Anzeigeverhalten jedoch zurückhaltend sind – Studienergebnissen zufolge erstatteten nur 8,8 % der Frauen polizeiliche Anzeige (22) –, soll nachfolgend die Bedeutung der klinisch-forensischen Untersuchung betont werden: Unabhängig von möglichen strafrechtlichen Verfahren bekommen Betroffene niedrigschwellig die Möglichkeit, vorhandene Verletzungen (nach einer eventuell notwendigen chirurgischen Versorgung) professionell und gerichtsverwertbar zu dokumentieren und Spuren sichern zu lassen. Insbesondere Verletzte, die zunächst keine polizeiliche Anzeige erstatten möchten, sind auf eine qualifizierte gerichtsfeste Befunddokumentation angewiesen, um eine spätere juristische Aufarbeitung des Falles weiterhin zu ermöglichen (23, 24).

Betroffene wenden sich jedoch häufig zunächst an ihre Hausärzte oder Ärzte in Notaufnahmen (25, 26). Es sollte folglich in der Kompetenz jedes Mediziners liegen, Hinweise auf Gewalt zu erkennen, anzusprechen und zu dokumentieren.

Methode

Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in der Datenbank PubMed und mithilfe des Suchdienstes Google Scholar mit folgenden Suchbegriffen: „Häusliche Gewalt gegen Männer“, „Partnerschaftsgewalt“, „Männergewalt“, „domestic violence against men“ sowie „violence in intimate partner relationships“. Die Suche wurde auf zwischen 1990 und 2019 publizierte wissenschaftliche Primärliteratur beschränkt.

Beim Sichten der Abstracts wurden ausschließlich Artikel berücksichtigt, die die Gewaltanwendung entsprechend der Istanbul-Konvention definiert haben. Sofern die Ein- beziehungsweise Ausschlusskriterien anhand des Titels und der Zusammenfassungen nicht eindeutig erfasst werden konnten, wurde eine Volltextanalyse durchgeführt. Ferner wurde vorausgesetzt, dass in den Beiträgen Prävalenzen zu den medizinisch wichtigen Formen der häuslichen Gewalt seitens der Verletzten beziehungsweise der Gewaltausübenden berichtet wurden. Nach Sichtung der Arbeiten und Selektion gemäß der Einschluss- und Ausschlusskriterien wurden insgesamt 17 Beiträge in die vorliegende Übersichtsarbeit aufgenommen.

Um die veröffentlichten Ergebnisse in Bezug zu eigenen Daten zu setzen, wurden die Untersuchungsdaten der Gewaltopferambulanz des Instituts für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Rostock über einen Zeitraum von fünf Jahren (2013–2018) retrospektiv analysiert. Die erhobenen Daten wurden aus der Untersuchungsdokumentation generiert und anonymisiert mithilfe der Software Microsoft Excel 2003 ausgewertet.

Ergebnisse

Studienmerkmale

In den eingeschlossenen Studien wurden neben den drei relevanten Gewaltformen – physische, sexualisierte sowie psychische Gewalt – auch Assoziationen zu Alkoholkonsum (27, 28, 29, 30) beziehungsweise Substanzmissbrauch (27, 31), psychiatrischen Erkrankungen (32, 33), sexueller Orientierung (34) und Behinderungen (33) untersucht. Die Stichprobengröße der Studien umfassten die Angaben von 54 befragten Männern (35) und die Daten aus 220 073 Patientenakten (36). Die Gewalterfahrungen wurden in sechs Studien mit der Conflict Tactics Scale (CTS, mCTS beziehungsweise CTS-2) (27, 29, 32, 37, 38, 39) erhoben. Weitere Studiencharakteristika sind in Tabelle 1 aufgeführt.

Prävalenzen und repräsentative Daten

In den erfassten Studien werden Prävalenzen zwischen 3,4 und 20,3 % für körperliche (27, 32), 7,3  und 37 % für psychische (39, 40) sowie 0,2 und 7 % für sexualisierte Gewalt (38, e1) gegen körperlich und geistig gesunde Männer angegeben.

Für Männer mit psychiatrischen Erkrankungen beziehungsweise Behinderungen zeigten sich deutlich erhöhte Prävalenzen von 31,8 % für physische und 42,9 % für psychische Gewalt (31) sowie zwischen 4,1  und 8,8 % für sexualisierte Gewalt (31, 33).

In vier Studien wurde die eigene Täterschaft der Betroffenen untersucht (29, 30, 35, 39). Auffallend ist, dass ein Großteil der betroffenen Männer selbst Partnerschaftsgewalt ausgeübt hat. Muellemann und Kollegen berichten, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen bereits aufgrund von häuslicher Gewalt inhaftiert gewesen sei (35). Dies deckt sich mit den Ergebnissen der Untersuchung von Swan et al., denen zufolge 92 % der Frauen, die häusliche Gewalt ausübten, zuvor selbst Gewalt durch ihren Partner erlebt haben (37).

Den ausgewerteten rechtsmedizinischen Studien zufolge zeigten 53,8 beziehungsweise 85 % der Männer sowie 64 % der Frauen überwiegend gering intensive Verletzungen wie Hautabschürfungen (25, 27). Für beide Geschlechter wurden in lediglich 5 % der Fälle schwere Verletzungen wie Knochenbrüche festgestellt (25). Weitere Prävalenzen werden in Tabelle 1 zusammengefasst.

Risikofaktoren

Zwischen 10,6 und 40 % der betroffenen Männer haben eigene Missbrauchs- beziehungsweise Misshandlungserfahrungen in der Kindheit gemacht (32, 36). Alkoholmissbrauch, Eifersucht, psychiatrische Erkrankungen, Behinderungen sowie eine kürzere Beziehungsdauer wurden als weitere Risikofaktoren identifiziert (30, 31, 32, 33, 39). Als Gewaltfolgen wurden neben den körperlichen Verletzungen (25) ein um das 2,5-Fache reduzierter gesundheitlicher Zustand (Odds Ratio [OR]: 1,95) sowie in 24,2 % der Fälle psychiatrische Folgezustände, wie Angst- oder andere Gemütszustandsstörungen (13,6  beziehungsweise 8 %), disruptive Störungen (11,2 %) sowie ein erhöhter Alkohol- beziehungsweise Substanzkonsum (7,1 %) beschrieben (27, 32). Weitere Untersuchungsaspekte werden in Tabelle 1 aufgeführt.

In der eigenen Erhebung wurden im Untersuchungszeitraum insgesamt 867 Personen in der Gewaltopferambulanz untersucht, darunter 455 Erwachsene (52,5 %). Unter den Erwachsenen fanden sich insgesamt 190 Männer, von denen 16 angaben, Opfer von Partnerschaftsgewalt geworden zu sein. In die Studie wurden alle untersuchten Männer einbezogen, die sich ohne behördlichen Auftrag gemäß § 81 StPO in der Gewaltopferambulanz vorstellten. Keiner der Untersuchten verweigerte die Teilnahme an der Erhebung. Auffallend ist die Anzahl männlicher Betroffener im Jahr 2018, die in diesem Untersuchungsjahr 5,2 % der Gesamtuntersuchungen beziehungsweise 10,3 % der untersuchten Erwachsenen ausmachten. Die wesentlichen Ergebnisse der erhobenen Daten werden in Tabelle 2 zusammengefasst.

Die untersuchten, von Partnerschaftsgewalt betroffenen Männer waren ausschließlich im mittleren bis höheren Lebensalter: Acht Männer waren zwischen 31 und 50 Jahre alt, acht Männer älter als 50 Jahre. Insgesamt acht der Betroffenen waren ortsansässig, vier Männer stammten aus dem naheliegenden Landkreis Rostock. Lediglich vier Männer stellten sich aus den weiter entfernten Städten Schwerin und Wismar sowie dem Landkreis Ludwigslust-Parchim vor.

Alle untersuchten Männer lebten in heterosexuellen Beziehungen. Sechs Männer gaben psychiatrische Erkrankungen ihrer Partnerinnen an, darunter zu gleichen Teilen Alkoholabhängigkeit, Depressionen und paranoide Schizophrenien. Von diesen Männern gaben wiederum zwei an, selbst an einer Alkoholabhängigkeit beziehungsweise Borderline-Persönlichkeitsstörung erkrankt zu sein.

Die Gewalt wurde überwiegend durch die Ehefrauen ausgeübt, in vier Fällen durch die Lebenspartnerin. In zwei Fällen ging die Gewalt von Ex-Partnerinnen aus, wobei in diesen Fällen aufgrund von gemeinsamen Kindern ein weiterhin enger Kontakt bestand. Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Gewalt auch wechselseitig ausgeübt werden kann (35): In zwei Fällen stellten sich auch die Ehefrauen der Verletzten in der Gewaltopferambulanz vor.

Es wurden überwiegend Fremdgehvorwürfe, Geldsorgen oder die bereits genannten psychiatrischen Grunderkrankungen als Auslöser für die Übergriffe genannt. Die Vorfallshäufigkeit wurde zwischen „einmalig“ und „wiederholt seit drei Jahren“ angegeben.

Die Männer gaben überwiegend an, mit der flachen Hand geschlagen und gekratzt worden zu sein. In den meisten Fällen wurden jedoch Kombinationen aus verschiedenen Formen stumpfer Gewalt angewandt (Tabelle 2), unter anderem berichteten zwei Männer, mit Gegenständen (Hantel beziehungsweise Schuhanzieher) geschlagen worden zu sein. Die Untersuchten wiesen Folgen von gering- bis höhergradig intensiver, stumpfer Gewalteinwirkungen auf. Es wurden hauptsächlich kratzerartige Hautdefekte, Hämatome sowie Hautrötungen, jedoch keine geformten Verletzungen, festgestellt. Scharfe Gewalt, Halskompressionen oder sexualisierte Gewalt wurden nicht angegeben, wobei jedoch berücksichtigt werden muss, dass das Kollektiv vergleichsweise klein war. In zwei Fällen war eine stationäre Behandlung erforderlich, vier Männer wurden ambulant medizinisch versorgt. Im Folgenden werden zwei exemplarische Befunde aus ausgewählten Fällen dargestellt:

Fall 1

Ein 38-jähriger Mann gab an, er sei nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung mit seiner Ex-Partnerin von ihr mit der Faust geschlagen und mit einem Messer bedroht worden. Anschließend habe sie ihn mit heißem Wasser aus einem Wasserkocher bespritzt (Abbildung 1). Er habe sie daraufhin geschubst. Beide Beteiligten hätten parallel die Polizei informiert. Zuvor habe es bereits zwei weitere Vorfälle häuslicher Gewalt gegen ihn gegeben.

Fall 2

Ein 35-jähriger Mann berichtete, er sei mit seiner langjährigen Lebenspartnerin über seine Mobiltelefonnutzung in Streit geraten. Als er die Wohnung habe verlassen wollen, sei der Streit eskaliert, sie habe ihm das Mobiltelefon aus der Hand geschlagen, mit Fäusten gegen seinen Rücken geschlagen und ihn gekratzt (Abbildung 2). Es habe bereits mehrere Vorfälle ähnlicher Art gegeben, sie würde öfter „ausrasten“.

Diskussion

Partnerschaftsgewalt gilt weiterhin als die häufigste Form von Gewalt gegen Frauen. Sie kann zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Im Jahr 2018 sind bundesweit insgesamt 324 Frauen und 97 Männer Opfer versuchter und vollendeter Tötungen durch ihre (Ex-)Partner geworden (3). In westlichen Gesellschaften scheint mit fortschreitender Gleichberechtigung der Geschlechter auch eine Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Männer einherzugehen (3, e2).

Die bereits erwähnte DEGS1-Studie wurde unter anderem dahingehend kritisiert, als dass differenzierte Untersuchungsinstrumente unsachgemäß verwendet und wesentliche Diskurse zur Thematik ausgeblendet worden seien (8). Auch für die vorgestellten Studien kann nicht eindeutig beantwortet werden, ob Kontexte, Dynamiken oder sozio-strukturelle Hintergründe, insbesondere Leugnungs- oder Tabuisierungstendenzen, miterfasst wurden.

Die meisten Männer in der eigenen Erhebung waren mit den Täterinnen verheiratet beziehungsweise lebten mit ihnen in einer mehrjährigen Beziehung. Dies widerspricht den Ergebnissen von Lövestadt und Krantz, denen zufolge eine Beziehungsdauer von weniger als drei Jahren mit einem erhöhten Risiko einhergeht, Opfer häuslicher Gewalt zu werden (OR: 4,85; 95-%-Konfidenzintervall: [1,94; 12,12]) (39).

Dem Bundeskriminalamt zufolge war die Altersklasse der 30- bis 39-jährigen Männer am häufigsten von häuslicher Gewalt betroffen (3). Auch wenn in der eigenen Untersuchung ältere Betroffene überrepräsentiert waren, deuten andere Studien daraufhin, dass insbesondere jüngere Männer gefährdet sind (e1, e3).

In Mecklenburg-Vorpommern wird einer aktuellen Dunkelfeldstudie zufolge in lediglich 3 % der Fälle von Partnerschaftsgewalt Anzeige erstattet, wobei jedoch keine Geschlechtsdifferenzierung vorgenommen wurde (e4). Die Dunkelziffer betroffener Frauen und Männer dürfte bei einer derart niedrigen Anzeigebereitschaft also deutlich höher liegen (28). Es gibt zahlreiche Theorien zu der Frage, warum insbesondere Männer zögern Anzeige, zu erstatten. Möglicherweise besteht neben der eigenen Scham auch die Angst, dass ihnen nicht geglaubt würde, sowie die Sorge, dass der Kontakt zu vorhandenen Kindern unterbunden würde. Darüber hinaus gibt es auch die bereits von weiblichen Betroffenen bekannten Gründe: Die Hoffnung, dass der Partner sich ändert sowie der Wunsch nach einer intakten Familie (6).

Die bekannte dreiphasige Gewalt-Spirale von Spannungsaufbau, Gewalteskalation und Reue/Versöhnung wird ohne eine externe Intervention nur selten durchbrochen, sondern verstärkt sich in ihrer Intensität eher noch (e5). Ob dieses Modell auch auf von Partnerschaftgewalt betroffene Männer übertragbar ist, sollte in weiteren Studien untersucht werden.

Die Erhebung der Rostocker Fälle zeigt, dass das Spektrum festgestellter Verletzungen dem Ergebnis anderer rechtsmedizinischer Untersuchungen ähnelt: In der Auswertung von behördlich beauftragten Untersuchungen an 199 weiblichen und 17 männlichen Opfern häuslicher Gewalt beschrieben Todt et al. als häufigste Verletzungen Hämatome, Hautabschürfungen und Hautrötungen, die vermehrt an den oberen Extremitäten, am Kopf und am Körperstamm der Verletzten vorkamen (e6). Walter und Kollegen zufolge hatten 67 % der betroffenen Männer zwar keine Verletzungen davongetragen, 21 % hatten jedoch über Hämatome und Prellungen berichtet, 7 % über Schmerzen und 5 % über Kopfverletzungen (6). Diese Verletzungen entsprechen sowohl denen der eigenen Untersuchungen als auch denen internationaler rechtsmedizinischer Studien (27, 28).

Einer bundesweiten Prävalenzstudie zufolge berichteten 64 % der von Partnerschaftsgewalt betroffenen Frauen über Verletzungen, 56–80 % über psychische Folgebeschwerden (e7). Ähnliche Auswirkungen wurden auch für männliche Betroffene festgestellt (27, 32), wenngleich psychische Belastungen oder gar das Vorliegen eines Münchhausen-Syndroms in einem rechtsmedizinischen Setting kaum untersucht werden können.

Dass der Bedarf an klinisch-forensischen Untersuchungen vorhanden ist, wurde bereits wissenschaftlich belegt (e8). Auch die Zahlen des lokalen Beratungs- und Hilfsnetzes CORA bestätigen, dass nach eigenen Angaben im Jahr 2018 insgesamt 400 Frauen und 39 Männer in Fachberatungsstellen für sexualisierte Gewalt sowie 2 053 Frauen und 346 Männer in den Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Stalking beraten wurden (e9).

Resümee

Ein offener, unterstützender Umgang mit der stigmatisierten Thematik ist eine zwingende Voraussetzung dafür, Betroffene im klinischen Alltag zu erkennen. Daher sollten weitere Fortbildungsmaßnahmen für Ärztinnen und Ärzte bereitgestellt werden, um sie weiter für das Thema zu sensibilisieren. Gerade klinischem Personal kommt eine weichenstellende Funktion zu, die durch gezielte Schulungen weiter verankert werden sollte (23).

Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen bilden eine Schnittstelle zwischen der medizinischen Versorgung, der Befunddokumentation und dem weiteren Hilfesystem. Es liegen bereits zahlreiche Empfehlungen zur forensisch-medizinischen Untersuchung sowie der entsprechenden Befunddokumentation von Gewaltopfern vor, mit deren Hilfe die Dokumentation von Verletzungen betroffener Männer in der medizinischen Praxis unproblematisch sein sollte (17, 18, 19, e10)

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 17. 12. 2019, revidierte Fassung angenommen: 8. 5. 2020

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Verena Kolbe
Institut für Rechtsmedizin, Universitätsmedizin Rostock
St.-Georg-Straße 108
18055 Rostock
verena.kolbe@med.uni-rostock.de

Zitierweise
Kolbe V, Büttner A: Domestic violence against men—prevalence and risk factors.
Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 534–41. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0534

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