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MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Erwachsene mit Frühgeburtsanamnese

Gesundheitliche Langzeitrisiken von ehemals sehr kleinen Frühgeborenen

Adults born preterm: long-term health risks of former very low birth weight infants

Singer, Dominique; Thiede, Luise Pauline; Perez, Anna

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Hintergrund: Dank der Fortschritte in der Neonatologie erreichen immer mehr Menschen ein mittleres bis höheres Erwachsenenalter, die ehemals sehr kleine Frühgeborene (Geburtsgewicht < 1 500 g) waren. Welche Konsequenzen hat dies für die Langzeitbetreuung der Betroffenen?

Methode: Selektive Literaturrecherche zum Outcome von sehr kleinen Frühgeborenen im Erwachsenenalter („adults born preterm“).

Ergebnisse: Es finden sich belastbare Daten zu pulmonalen, metabolischen, kardiovaskulären, renalen, neurokognitiven, sensorisch-visuellen, sozial-emotionalen, psychischen, reproduktiven und muskuloskeletalen Langzeitrisiken. Auf somatischer Ebene sind unter anderem Risikoerhöhungen für Asthma (Odds Ratio [OR] 2,37), Diabetes mellitus (OR 1,54) und chronische Nierenerkrankungen (Hazard Ratio [HR] 3,01) beschrieben, außerdem die Neigung zur arteriellen Hypertonie mit kardio- und zerebrovaskulären Folgen. Auf psychosozialer Ebene stehen Defizite im Erleben romantischer Partnerschaften (OR 0,72) sowie eine erniedrigte Fortpflanzungsquote (relatives Risiko [RR] männlich/weiblich 0,24/0,33) im Vordergrund. Bei Frauen besteht außerdem ein erhöhtes eigenes Frühgeburtenrisiko.

Schlussfolgerung: Bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese lässt sich ein besonderes, aus somatischen und psychosozialen Faktoren zusammengesetztes Risikoprofil erkennen, wenn auch in teilweise geringer absoluter Häufigkeit. Da mit zunehmendem Alter das Kompensationsvermögen für latente Defizite nachlässt, könnten sie von einer Voralterung als spätem Preis für Frühgeburtlichkeit betroffen sein. Ein ganzheitliches Betreuungs- und personalisiertes Präventionsangebot, wie es bislang für die meisten Betroffenen mit der Entlassung aus der pädiatrischen Nachsorge endete, erscheint daher auch im Erwachsenenalter sinnvoll.

LNSLNS

Dank der Fortschritte in der Neonatologie hat die Mortalität von Frühgeborenen in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen. Selbst bei Frühgeborenen der 23.–24. Schwangerschaftswoche (SSW), das heißt, an der Grenze der Lebensfähigkeit, kann heute mit einer Überlebensrate von 60–80 % gerechnet werden, wobei ein Viertel bis ein Drittel der Überlebenden unmittelbare neurologische Folgeschäden erleidet (1, 2, e1, e2, e3, e4).

Dabei sind diese Patienten nur die spektakulärsten Vertreter der großen Gruppe an zu früh, das heißt, vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geborenen Kinder, die weltweit rund 10 % aller Geburten ausmacht. Wiederum etwa 10 % von diesen werden mit einem Geburtsgewicht < 1 500 g, entsprechend einem Gestationsalter < 30 SSW, geboren und als „sehr kleine Frühgeborene“ („very low birth weight infants“ [VLBWI]) bezeichnet (3, e5, e6).

Kurz- und mittelfristig kann die Mehrzahl der Frühgeborenen ein vollständig oder weitgehend unbeeinträchtigtes Leben führen. Allerdings treten – unabhängig von den organischen Behinderungen, die meist schon früh diagnostiziert werden – mitunter weitere funktionelle Defizite auf, die sich typischerweise erst in einem Alter bemerkbar machen, in dem entsprechende Fertigkeiten verlangt werden (2, e7). Für solche Verhaltensstörungen und Teilleistungsschwächen, die für die betroffenen Familien eine nicht zu unterschätzende Belastung darstellen, gibt es keinen Cut-off-Wert. Vielmehr nimmt etwa der besondere schulische Förderbedarf von der 37. SSW abwärts mit jeder Woche an Unreife zu und erreicht bei den kleinsten Frühgeborenen eine Quote von 50–60 % (4). Dabei wird die Prognose neben dem Grad der Unreife auch durch die Ursachen der Frühgeburt mitbestimmt: Während etwa perinatale Infektionen das Risiko für neurologische Folgeschäden erhöhen, kann eine intrauterine Wachstumsrestriktion über die sogenannte fetale Programmierung ein späteres metabolisches Syndrom begünstigen (5).

Die neonatologische Intensivmedizin hatte schon in den 1960er Jahren begonnen, war jedoch vor allem wegen des unterhalb der 30. SSW auftretenden neonatalen Atemnotsyndroms zunächst vielfach zum Scheitern verurteilt. Erst, als in den 1980er Jahren die Surfactantsubstitution zur Therapie der Lungenunreife eingeführt wurde, gelang die erfolgreiche und seither stetig weiter perfektionierte Behandlung von sehr kleinen Frühgeborenen (e8, e9). Folglich werden in den kommenden Jahren immer mehr Menschen, die zu dieser Gruppe gehören, ein mittleres bis fortgeschrittenes Lebensalter erreichen.

Viele dieser Patienten haben eine pädiatrische Nachsorge durchlaufen, die spätestens in der Adoleszenz und damit in einer Lebensphase endet, in der die meisten zumindest subjektiv eine zufriedenstellende Lebensqualität erreicht haben (6, e10, e11). Wenn sie mit zunehmendem Alter wegen neuer gesundheitlicher Probleme wieder ärztlichen Rat aufsuchen, werden sie ihre ehemalige Frühgeburtlichkeit in individuell unterschiedlicher Gewichtung zur Sprache bringen. Den konsultierten Haus- oder Fachärzten stellt sich dann die Frage, welche objektive Bedeutung die Frühgeburtsanamnese für die inzwischen erwachsenen Patienten haben könnte – einschließlich möglicher Konsequenzen für deren weitere Betreuung.

Methode

Um die Beantwortung dieser Frage zu unterstützen, wurden hier gezielt solche Arbeiten zum Schlagwort „adults born preterm“ ausgewählt, die das Langzeitoutcome (> 20 Jahre) von sehr kleinen Frühgeborenen (< 1 500 g) zum Gegenstand haben. Die robustesten Daten finden sich in Metaanalysen oder Geburtenregisterstudien, wie sie vor allem in den skandinavischen Ländern üblich sind. Zwar wird hier üblicherweise mit relativen Risikoerhöhungen argumentiert, deren statistische Signifikanz mitunter in einem gewissen Kontrast zu den geringen Absolutinzidenzen und -prävalenzen steht, jedoch ist aus diesen Arbeiten ein relevantes Risikoprofil ablesbar, das sich in 10 somatische und psychosoziale Kategorien untergliedern lässt.

Pulmonales Risiko

Auch nach Surfactanttherapie des Atemnotsyndroms und trotz immer weniger invasiver Beatmung entwickelt ein hochvariabler Anteil (10–70 %) der sehr kleinen Frühgeborenen eine hauptsächlich inflammationsgetriggerte und vermutlich genetisch mitbedingte bronchopulmonale Dysplasie (BPD) (e12, e13). Obwohl sich deren Leitsymptom, der anhaltend erhöhte Sauerstoffbedarf, meist mit dem Alter zurückbildet, bleibt ausweislich einer umfangreichen Metaanalyse (7) nach BPD eine um 15–20 Prozentpunkte reduzierte Einsekundenkapazität (% FEV1) nachweisbar (Tabelle 1), die in eine (manifeste) chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) übergehen kann (8, 9, e14). Bereits im jungen Erwachsenenalter zeigten einige ehemals sehr kleine Frühgeborene in einer norwegischen Studie (10) ein schweres Asthma mit einer Prävalenz von 1,5–2,5 % gegenüber rund 0,5 % bei reifen Neugeborenen (adjustierte OR 2,4) (Tabelle 1).

Pulmonales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 1
Pulmonales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese

Metabolisches Risiko

Anhand der Beobachtung, dass Patienten mit koronarer Herzkrankheit oft niedrige Geburtsgewichte hatten, gelangte Barker (11) zu seiner bahnbrechenden Hypothese über den intrauterinen Ursprung des metabolischen Syndroms. Offenbar wird der wachstumsretardierte Fetus so auf einen sparsamen Stoffwechsel programmiert, dass schon ein normales Substratangebot im späteren Leben wie ein Überangebot wirken und über Adipositas, Hyperglykämie und Hyperlipoproteinämie zur Atherosklerose und deren Folgeerkrankungen führen kann (12, e15, e16). So zeigten in einer finnischen Studie (13) ehemals sehr kleine Frühgeborene schon mit 18–27 Jahren im oralen Glukosetoleranztest einen um 6,7 % (95-%-Konfidenzintervall [KI]: [0,8; 12,9]) erhöhten 2-Stunden-Blutzucker trotz eines um 40,0 % (KI: [17,5; 66,8]) höheren Insulinspiegels als Reifgeborene. Die latente Insulinresistenz ist die Vorstufe eines manifesten Diabetes mellitus. Dieser trat in einem schwedischen VLBWI-Kollektiv (14) im Alter von 26–37 Jahren zwar insgesamt selten, aber doch (mit einer adjustierten OR von 1,5) signifikant gehäuft auf (Tabelle 2).

Kardiovaskuläres Risiko

Laut einer großen Metaanalyse (15) weisen ehemals sehr kleine Frühgeborene als weiteren Risikofaktor für kardiometabolische Erkrankungen einen um durchschnittlich 3,4/2,1 mm Hg erhöhten systolischen/diastolischen arteriellen Blutdruck auf (Tabelle 2). Die weniger wegen ihres Ausmaßes als wegen ihres regelmäßigen Auftretens viel beachtete Neigung zur arteriellen Hypertonie (12, 16, e17) wird unter anderem damit erklärt, dass die Wandsteifigkeit der großen Arterien erhöht und die kapilläre Strombahn rarefiziert sind (e18). Zudem konnte mittels kardialer Magnetresonanztomographie (MRT) eine veränderte Geometrie des linksventrikulären Myokards nachgewiesen werden (e19). Alle diese Faktoren dürften zu dem (leicht) erhöhten Risiko (adjustierte HR 1,22) für koronare Herzkrankheit beitragen, welches in einer schwedischen Studie (17) bei Erwachsenen im Alter von 30–43 Jahren nach Frühgeburt vor der 34. SSW gefunden wurde (Tabelle 2). Dieses Ergebnis korrigierte eine frühere Statistik, die keine signifikante Risikoerhöhung gefunden hatte (18), und wurde von Autoren und Editorialisten zum Anlass genommen, für die betroffene Personengruppe eine kardiologische Prävention zu empfehlen (17, 19).

Metabolische, kardiovaskuläre und renale (kardiometabolische) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtanamnese
Tabelle 2
Metabolische, kardiovaskuläre und renale (kardiometabolische) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtanamnese

Renales Risiko

Wie für die Lunge und das Gehirn gilt auch für die Niere, dass ihre Ausreifung (Nephronogenese) nach einer Frühgeburt teilweise extrauterin erfolgt – mit möglichen Folgen für Organgröße und -funktion (e20, e21). Zudem scheinen enge Wechselwirkungen mit dem kardiovaskulären Status zu bestehen (16), sei es, dass die (zu kleine) Niere zur arteriellen Hypertonie beiträgt, sei es, dass sie durch metabolische und hämodynamische Faktoren (zusätzlich) geschädigt wird. In einer großen schwedischen Kohortenstudie (20) hatten ehemals sehr kleine Frühgeborene im jungen Erwachsenenalter eine adjustierte HR von 3,01 für eine chronische Niereninsuffizienz (Tabelle 2). Die Inzidenz nahm von 4,5 auf 13 (pro 100 000 Patientenjahre) zu, was die Verfasser der Studie dazu bewog, vor einer schleichenden Epidemie der chronischen Niereninsuffizienz in dieser Patientengruppe zu warnen (21). Die Sorge gilt speziell jungen Frauen im Hinblick auf mögliche transgenerationale nephrogene Schwangerschaftskomplikationen (22).

Neurokognitives Risiko

Zu den neurologischen Risiken von Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese gehören große, frühmanifeste hirnorganische Komplikationen und kleinere, im Verlauf zutage tretende Teilleistungsschwächen. Daneben kommen, analog dem kardiovaskulären Risiko, auch zerebrovaskuläre Erkrankungen gehäuft vor. In einer schwedischen Studie (18) fand sich hierzu bei ehemals sehr kleinen Frühgeborenen eine HR von 1,89, entsprechend einer Inzidenzzunahme auf 0,13 % gegenüber 0,07 % bei ehemals Reifgeborenen (Tabelle 3). Zudem wurden in MRT-Untersuchungen an ehemaligen Frühgeborenen Strukturabweichungen einzelner Hirnareale beobachtet, die vermutlich als Folge der unter unnatürlichen extrauterinen Umweltbedingungen ablaufenden (Groß-)Hirnentwicklung auftreten. Sie korrelierten in neuropsychologischen Tests mit auffälligen kognitiven und exekutiven Funktionen (e22, e23, e24). Schließlich scheint sich die Binnenarchitektur des Gehirns auch in Anpassung an bestehende sensorische Defizite ändern zu können (23).

Neurologische und sensorische (visuelle) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 3
Neurologische und sensorische (visuelle) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese

Sensorisches (visuelles) Risiko

Zu diesen sensorischen Defiziten zählen vor allem Sehstörungen, die auf okulärer Ebene trotz aller Fortschritte in Prävention und Therapie größtenteils aus der für die kleinsten Frühgeborenen typischen „retinopathy of prematurity“ (ROP) resultieren (e25). In einer Kohortenstudie mit > 3 Millionen schwedischen Bürgern (24) wurde für ehemals Frühgeborene (< 28 SSW) eine erhöhte adjustierte HR für Netzhautablösung beschrieben: Bevor augenärztliche Untersuchungen in der Neonatologie im Jahr 1987 eingeführt wurden, betrug sie 19,2, danach immerhin noch 8,95 – mit Inzidenzen von 1,6 beziehungsweise 0,18 % gegenüber 0,1 beziehungsweise 0,02 % bei ehemals Reifgeborenen (Tabelle 3). Daneben gibt es nach Frühgeburt aber auch andere visuelle Einschränkungen, zum Beispiel der Sehschärfe, Konvergenz und Stereopsis, die – zusammen mit neuerdings vermehrt beachteten Störungen der zentralnervösen Bildverarbeitung – unerkannt zu vermeintlich kognitiven Defiziten beitragen können (25, e26, e27).

Sozial-emotionales Risiko

An der Schnittstelle von neurosensorischen und psychischen Risiken finden sich sozial-emotionale Probleme, die, auch wenn ihnen kein Krankheitswert im engeren Sinne zukommt, doch lebensbestimmend sein können (e28). Den wegweisenden Arbeiten von Wolke und Mitarbeitern zufolge entwickeln sich zwar die meisten sehr kleinen Frühgeborenen später „adaptiv und im Normbereich“ (26). Doch neigen sie – verursacht durch diverse kleinere Leistungsdefizite und maßgeblich verstärkt durch Negativerfahrungen mit Gleichaltrigen („bullying“) (e29) – zu Ängstlichkeit und sozialem Rückzug und erreichen seltener eine volle beruflich-finanzielle Unabhängigkeit. Auch erlebten mit einer gepoolten OR von 0,72 bemerkenswert viele erwachsene Frühgeborene keine romantische Partnerschaft, wie sich in einer aufwendigen Metaanalyse (27, e30) zahlreicher Kohorten- und Registerstudien zeigte (Tabelle 4). Solche und andere Auffälligkeiten können nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch zur Manifestation psychischer Erkrankungen beitragen (28).

Psychisches Risiko

Bei extrem kleinen Frühgeborenen (< 1 000 g) nehmen die sogenannten internalisierenden Probleme nicht, wie eigentlich zu erwarten, von der zweiten bis zur vierten Lebensdekade ab (29, e31), was zu den in Selbsthilfegruppen oft beklagten depressiven Symptomen passt. Zu den frühgeburtstypischen psychiatrischen Diagnosen zählt neben den Autismus-Spektrum-Störungen, die den vorgenannten sozial-emotionalen Auffälligkeiten nahestehen, auch das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) (e32, e33). In einer jüngeren Metaanalyse (30) wurde ein gepooltes relatives Risiko für ADHS von 3,04 mit einer beachtlichen Prävalenz von 21,5 % in der Gruppe der ehemals sehr kleinen Frühgeborenen ermittelt (Tabelle 4). Noch wenig erforscht – obwohl sie neueren Daten zufolge bei bis zu 20 % der ehemals sehr kleinen Frühgeborenen auftreten (31) – sind Essstörungen, die aus der pädiatrischen Nachsorge gut bekannt sind. Deren Übergänge zur Anorexia nervosa waren zuvor schon aufgefallen (e34).

Reproduktives Risiko

Mit bemerkenswerter Übereinstimmung haben epidemiologische Studien aus verschiedenen Ländern bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese eine geringere Fortpflanzungsquote gefunden (32, e35, e36). In einer norwegischen Studie (32) waren von extrem frühgeborenen Frauen nur 25 % bis zum Alter von 28–37 Jahren Mütter geworden gegenüber 68 % der reifgeborenen Frauen. Dieses Phänomen hängt vom Grad der Unreife ab und betrifft das männliche Geschlecht noch stärker als das weibliche (Tabelle 4). Ob es neben den erwähnten Problemen der Partnerwahl (27) auch auf somatische Ursachen zurückzuführen ist, bleibt dabei offen. Zudem weisen ehemals frühgeborene Frauen ein erhöhtes Risiko für eigene Frühgeburten auf. Dies kann darauf beruhen, dass das metabolische Syndrom zu diabetischen oder hypertensiven Schwangerschaftskomplikationen prädisponiert (22, e37). Einer kanadischen Studie zufolge scheint es aber auch unabhängig von solchen epigenetischen Faktoren zu bestehen (33).

Sozial-emotionale, psychische und reproduktive Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 4
Sozial-emotionale, psychische und reproduktive Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese

Muskuloskeletales Risiko

Über die Langzeitfolgen der Frühgeburt auf den Bewegungsapparat ist wenig bekannt. Seit einer Osteopenia praematurorum durch adäquate Kalzium-, Phosphat- und Vitamin D-Zufuhr vorgebeugt wird, sind pathologische Frakturen auf Frühgeborenen-Intensivstationen selten geworden (e38). Wiederholt wurde jedoch vor allem nach intrauteriner Wachstumsrestriktion über eine verminderte Knochendichte des Oberschenkelhalses bei ehemals Frühgeborenen berichtet (e39, e40, e41), was ein erhöhtes Risiko für Frakturen im höheren Lebensalter vermuten lässt. In einer australischen Studie (34) ging Frühgeburtlichkeit (um ≥ 2 SSW) mit einer adjustierten HR von 2,53 für einen Hüftgelenkersatz im Alter ≥ 40 Jahren einher, bei Inzidenzen von 3,8 % gegenüber 2,1 % in der Grundgesamtheit (Tabelle 5). Nicht zuletzt können bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese auch motorische Handicaps oder körperliche Inaktivität zu muskuloskeletalen Symptomen beitragen.

Muskuloskeletales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 5
Muskuloskeletales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese

Diskussion

Die hier zitierten Arbeiten stehen unter drei Vorbehalten: Erstens haben die meisten sehr kleinen Frühgeborenen heute erst ein mittleres Erwachsenenalter erreicht, in dem gesundheitliche Probleme – gemessen in absoluten Zahlen – noch gering sind, und eine signifikante relative Risikoerhöhung durch wenige Patienten mit besonders ungünstigem Outcome bedingt sein könnte. Insofern ist offen, ob sich das aktuelle Risikoprofil in höherem Alter erhärten oder nivellieren wird. Zweitens sind die ältesten der nachuntersuchten Patienten oft noch vor Einführung der Surfactantsubstitution geboren worden, in der die neonatologische Intensivmedizin wesentlich limitierter und zugleich invasiver war als heute. Daher darf dieser Beitrag zum aktuellen Outcome von damaligen Frühgeborenen nicht so gelesen werden, als würde er die – in vielen Punkten vermutlich und hoffentlich günstigere – künftige Prognose von heutigen Frühgeborenen beschreiben. Drittens sind einige Fragen, die in diesem Kontext ebenfalls interessieren, etwa zu Tumorleiden oder Demenzerkrankungen, mangels ausreichender Nachbeobachtungsdauer noch nicht zu beantworten.

Dennoch lassen die vorliegenden Daten ein Risikoprofil erkennen, das sich durch eine altersabhängig variable Kombination somatischer und psychosozialer Faktoren auszeichnet (5, 26): Zunächst scheinen neurokognitive Defizite und soziale Integrationsprobleme zu dominieren, welche die berufliche Unabhängigkeit erschweren und einer erfolgreichen Familiengründung im Wege stehen. Sodann kann die Prädisposition zum metabolischen Syndrom ein frühes Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen begünstigen, und die eingeschränkte pulmonale Reserve kann die Patienten möglicherweise rascher an ihre respiratorischen Leistungsgrenzen bringen als im physiologischen Alterungsprozess üblich. Dazu passend haben nicht alle (e42, e43), aber einige neuere molekularbiologische Arbeiten (35, e44) bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese eine verkürzte Telomerlänge gefunden. Demnach könnte eine Voralterung als späterer Preis für Frühgeburtlichkeit nicht nur auf systemischer, sondern auch auf zellbiologischer Ebene auf die Betroffenen zukommen (8, 16, e14, e45).

Die zunehmende Zahl an Patienten, die erst dank der Fortschritte der Medizin das Erwachsenenalter überhaupt erreichen, erinnert an die von seltenen (Stoffwechsel-)Erkrankungen bekannte Transitionsproblematik (36, e46) – mit dem Unterschied, dass Frühgeburtlichkeit nicht nur deutlich häufiger ist als jene seltenen Erkrankungen, sondern dass die meisten Frühgeborenen auch keiner nahtlosen Weiterbehandlung bedürfen. Dies aber hat zur Folge, dass, wenn sie später wieder ärztlichen Rat suchen, die Kontinuität der einstigen Frühgeborenennachsorge abgerissen ist und zumindest von einigen Betroffenen schmerzlich vermisst wird (37, e47). Hier besteht eine Analogie zu den Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH), für die man, gleichfalls circa 30 Jahre nach den Anfängen der Kinderherzchirurgie, sogenannte EMAH-Zentren eingerichtet hat (38, e48) – wiederum mit dem Unterschied, dass es bei Frühgeborenen weniger um bislang unbekannte Organkomplikationen als vielmehr um ein neuartiges, perinatal bedingtes Risikoprofil geht.

Um dieses Risikoprofil zu bewerten, ist zunächst eine differenzierte Anamnese erforderlich, für die in Tabelle 6 einige Schlüsselfragen aufgeführt sind. Generell gilt, dass nicht jede Frühgeburt der anderen gleicht, und dass sich nur anhand des Ausmaßes der Unreife und der Ursachen der Frühgeburt mögliche subjektive (Fehl-)Attributionen von objektiven Risikokonstellationen abgrenzen lassen. Ob künftig neonatologische Spezialsprechstunden für Erwachsene mit Frühgeburtsanamnese analog den oben genannten EMAH-Zentren bei dieser Abgrenzung – zumindest in besonders komplexen Fällen – helfen könnten, bleibt abzuwarten. Lassen sich Risiken objektivieren, ist mit einer erhöhten Vulnerabilität gegenüber exogenen Noxen (Lungenfunktion) (8, 9, 10, e13, e14) oder Lifestyle-Faktoren (kardiometabolisches Risiko) (e15, e16, e49) zu rechnen. Daraus ergeben sich wiederum Konsequenzen für eine personalisierte Prävention (12, 19, 21, 39, 40, e50). Sie hat in diesem Fall auch die besondere Verschränkung von somatischen und psychosozialen Faktoren zu berücksichtigen. Noch wichtiger ist aber die Erkenntnis, dass (extreme) Frühgeburt ein Kapitel im Leben der Betroffenen darstellt, das nie vollkommen abgeschlossen ist. Erwachsene mit Frühgeburtsanamnese können daher besonders von einer ganzheitlichen, im besten Sinne hausärztlichen, Langzeitbetreuung profitieren.

Anamnestische Schlüsselfragen zur objektiven Einschätzung der Frühgeburtlichkeit
Tabelle 6
Anamnestische Schlüsselfragen zur objektiven Einschätzung der Frühgeburtlichkeit

Interessenkonflikt
Prof. Singer erhielt Forschungsmittel von der Firma Drägerwerk AG und Vortragshonorare von der Firma Chiesi GmbH.

Dr. Perez bekam Studienunterstützung (Drittmittel) von der Werner-Otto-Stiftung Hamburg.

Frau Thiede erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 2. 7. 2020, revidierte Fassung angenommen: 22. 2. 2021

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dominique Singer
Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
Universitätsklinikum Eppendorf
Martinistraße 52/O45
20246 Hamburg
dsinger@uke.de

Zitierweise
Singer D, Thiede LP, Perez A: Adults born preterm: long-term health risks of former very low birth weight infants. Dtsch Arztebl Int 2021; 118: 521–7. DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0164

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter: www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eLiteratur: www.aerzteblatt.de/m2021.0164 oder über QR-Code

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Pulmonales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 1
Pulmonales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Metabolische, kardiovaskuläre und renale (kardiometabolische) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtanamnese
Tabelle 2
Metabolische, kardiovaskuläre und renale (kardiometabolische) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtanamnese
Neurologische und sensorische (visuelle) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 3
Neurologische und sensorische (visuelle) Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Sozial-emotionale, psychische und reproduktive Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 4
Sozial-emotionale, psychische und reproduktive Risiken bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Muskuloskeletales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Tabelle 5
Muskuloskeletales Risiko bei Erwachsenen mit Frühgeburtsanamnese
Anamnestische Schlüsselfragen zur objektiven Einschätzung der Frühgeburtlichkeit
Tabelle 6
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Avatar #723027
Sommer2018
am Montag, 20. Juni 2022, 20:38

Ärztin

Sehr geehrte Damen und Herren,
Auslösung bei 2 Frage ist leider falsch. Passt nicht , wie in Artikel eingegeben wurde!
Mit freundlichen Grüßen

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