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Hintergrund: Ein inverser Zusammenhang zwischen Lipoprotein (a) (Lp[a]) und Diabetes mellitus Typ 2 ist gut belegt. Es gibt jedoch kaum Daten über Assoziationen zwischen dem metabolischen Syndrom (MetS) und Lp(a).

Methode: Querschnittsdaten für MetS und Lp(a) waren für 5 743 BASE-II- und SHIP-0-Teilnehmende (48,7 % Männer; Alter 58 [20–85] Jahre) (BASE, Berliner Altersstudie; SHIP, Study of Health in Pomerania) verfügbar. Die Assoziation zwischen MetS und seinen Komponenten mit Lp(a) wurde durch mediane Regression, adjustiert für Alter, Geschlecht und Studie untersucht. Analysiert wurden Assoziationen in der Gesamtpopulation sowie stratifiziert nach Geschlecht und Menopause.

Ergebnisse: Insgesamt hatten 27,6 % (n = 1 573) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Studien ein MetS und 22,5 % (n = 1 291) waren prämenopausale Frauen. Es zeigte sich ein inverser Zusammenhang zwischen MetS und Lp(a) in der gesamten Studienstichprobe (β = −11,9; 95-%-Konfidenzintervall: [−21,3; −2,6]) sowie bei Männern (β = −16,5 [−28,6; −4,3]). Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit MetS (gesamte Studienstichprobe) hatten ein um 11,9 mmol/L niedrigeres Lp(a). Analoge Ergebnisse fanden sich bei postmenopausalen Frauen (β = −25,4 [−46,0; −4,8]). Prämenopausale Frauen mit MetS hatten im Mittel einen 39,1 mg/L [12,3; 65,9] höheren Lp(a)-Spiegel als prämenopausale Frauen ohne MetS.

Schlussfolgerung: Hormonelle Aspekte und menopausale Veränderungen scheinen die Assoziation zwischen MetS und Lp(a) zu beeinflussen, da die erwartete inverse Assoziation bei prämenopausalen Frauen nicht auftrat.

LNSLNS

Seit Jahren stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) ganz vorne auf der Liste der häufigsten Todesursachen in Deutschland (1). Sowohl in der Primär- als auch in der Sekundärprävention von CVD stellt aktuell die risikoadaptierte Kontrolle des Low-Density Lipoprotein Cholesterin (LDL-C) einen zentralen Therapieansatz dar (2). Lipoproteine sind physiologisch wichtig für den Transport von Cholesterin im Blut. Es besteht jedoch ein breiter wissenschaftlicher Konsens, dass eine Senkung des LDL-C das Risiko für die Entstehung von CVD, insbesondere im Rahmen der Sekundärprävention, verringert (3).

Auch dem Lipoprotein (a) (Lp[a]) wird eine besondere Rolle bei der Progression von CVD zugeschrieben. Lp(a) besteht im Wesentlichen aus einem LDL-C, das mit einem Protein, dem Apolipoprotein (a), verbunden ist. Bis zu 20 % der Allgemeinbevölkerung weisen erhöhte Lp(a)-Spiegel auf und könnten daher einem erhöhten atherothrombotischen Risiko ausgesetzt sein. Hierbei spielen Mechanismen wie zum Beispiel gestörte Fibrinolyse, verstärkte Cholesterinablagerung in Arterienwänden und entzündliche Prozesse an den Gefäßwänden eine Rolle (4, 5).

Im Gegensatz zum LDL-C, das normalerweise medikamentös kontrolliert werden kann, gibt es noch keinen medikamentösen Therapieansatz zur Senkung von Lp(a). Bisher liegt der Fokus bei Patienten mit erhöhtem Lp(a) noch auf der Kontrolle von LDL-C und weiteren kardiovaskulären Risikofaktoren. Vielversprechende Studien zu Antisense-Medikamenten, die auf die LPA-Genexpression abzielen, sind bereits weit fortgeschritten (6). Nur wenige pathophysiologische Mechanismen beeinflussen die Lp(a)-Konzentration im menschlichen Körper. Hormonelle Veränderungen und Insulinresistenz können die genetisch bedingte Lp(a)-Synthese in der Leber modulieren (5). Diese Parameter spielen auch eine wesentliche Rolle bei der Entstehung des in der Allgemeinbevölkerung häufig bestehenden metabolischen Syndroms (MetS) (7, 8).

Die aktuelle Datenanalyse befasst sich auf dieser Grundlage mit dem Zusammenhang zwischen MetS und Lp(a) und legt einen besonderen Fokus auf den menopausalen Status bei Frauen. Dazu wurden Daten zweier großer Bevölkerungsstudien, der Berliner Altersstudie II (BASE-II) und der Study of Health in Pomerania 0 (SHIP-0; Leben und Gesundheit in Vorpommern) ausgewertet.

Vorangegangene Studien haben sich bereits mit den Auswirkungen von Lp(a) auf die kardiovaskuläre und metabolische Gesundheit beschäftigt (5, 9) und eine inverse Assoziation zwischen Lp(a) und Typ-2-Diabetes mellitus (T2D) aufgedeckt (10, 11). Im Gegensatz zum Zusammenhang mit T2D gibt es weniger Untersuchungen zu MetS und Lp(a) (11, 12, 13, 14, 15), was angesichts der teils ähnlichen Pathogenese von MetS und T2D überrascht. Darüber hinaus wurde der Zusammenhang zwischen Lp(a) und MetS noch nicht bei einer relativ gesunden älteren Population untersucht. Auch der Aspekt der Menopause wurde in der Mehrzahl vorangegangener Studien nicht berücksichtigt.

Da therapeutische Ansätze zur Lp(a)-Senkung kurz vor der Zulassung stehen, ist es entscheidend, den komplexen Zusammenhang zwischen metabolischen Veränderungen und dem Einfluss hormoneller Veränderungen auf Lp(a) zu verstehen, um die möglichen Folgen einer solchen Therapie in speziellen Subpopulationen einordnen zu können.

Methoden

Studienpopulationen

Die BASE-II Studie wurde konzipiert, um Faktoren zu identifizieren, die zu einem „gesunden“ oder „ungesunden“ Alterungsprozess beitragen. Die BASE-II-Studienpopulation besteht aus 1 600 selbstständig und zu Hause lebenden älteren Menschen (60–84 Jahre) und einer Kontrollgruppe von etwa 600 jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmern (20–36 Jahre) aus dem Großraum Berlin (16, 17, 18), die alle ihr schriftliches Einverständnis gaben. Die Ethikkommission der Charité – Universitätsmedizin Berlin genehmigte die Studie (Genehmigungsnummer EA2/029/09).

Bei der SHIP-0-Studie handelt es sich um eine bevölkerungsbezogene Kohortenstudie in Vorpommern. Im Zeitraum 1997–2001 wurde aus der Zielpopulation (20–79 Jahre) eine Zufallsstichprobe von insgesamt 6 265 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gezogen, von denen 4 308 an der Erstuntersuchung teilnahmen (Rücklaufquote 68,8 %). Einzelheiten zu Studiendesign, Protokollen und Probeentnahmemethoden wurden an anderer Stelle bereits beschrieben (19). Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben ihr schriftliches Einverständnis und die Studie wurde von der Ethikkommission an der Universitätsmedizin Greifswald genehmigt.

Definition von Diabetes mellitus Typ 2 und metabolischem Syndrom

Ein detaillierter Vergleich für beide Studienkohorten hinsichtlich der Definition von MetS ist in den eTabellen 1 und 2 dargestellt. In BASE-II wurde bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern ohne vorbekannten Diabetes ein oraler Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt und T2D anhand der folgenden Kriterien definiert:

  • anamnestische Informationen zu T2D oder diabetesspezifischer Medikation
  • Nüchternglukose (nach ≥ 8 Stunden Fastenzeit) ≥ 126 mg/dL
  • OGTT-Glukose ≥ 200 mg/dL (120 Minuten nach Glukosebelastung; wenn verfügbar) oder
  • Hämoglobin A1c (HbA1c) ≥ 6,5 % gemäß den ESC-Kriterien 2013 (20).
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in SHIP-O nach Geschlecht und Menopause
eTabelle 1
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in SHIP-O nach Geschlecht und Menopause
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in BASE II nach Geschlecht und Menopause
eTabelle 2
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in BASE II nach Geschlecht und Menopause

In SHIP-0 wurde T2D durch selbstberichteten Diabetes im medizinischen Interview oder die Einnahme von Antidiabetika (ATC-Code A10) definiert.

Die Definition des MetS erfolgte modifiziert nach Alberti et al. 2009 (21, 22) als Kombination von drei aus fünf Parametern:

  • Insulinresistenz: > 5,6 mmol/L Nüchternglukose (BASE-II) oder > 8,0 mmol/L Nichtnüchtern-Glukose (SHIP-0) oder bekannter T2D/bekanntes Medikament
  • abdominale Adipositas: Taillenumfang > 94 cm (männlich) oder > 80 cm (weiblich)
  • niedriges HDL-C: < 1,03 mmol/L (männlich) beziehungsweise < 1,3 mmol/L (weiblich)
  • erhöhte Triglyceride: > 1,7 mmol/L Nüchtern-Triglyceride (BASE-II) oder > 2,3 mmol/L Nichtnüchtern-Triglyceride (SHIP-0) oder lipidsenkende Medikamente
  • Bluthochdruck: > 130/85 mmHg oder bekannter Bluthochdruck/bekannte Medikamente
  • Der prä-/postmenopausale Status wurde anhand standardisierter Fragebögen erhoben. Eine Beschreibung zu laborchemischen Messmethoden und Statistik ist im eKasten dargestellt.
Messmethoden
eKasten
Messmethoden

Ergebnisse

Beschreibung der Studienpopulation

Vollständige Querschnittsdaten für MetS und Lp(a) waren für 5 743 Teilnehmer (1 987 von BASE-II und 3 756 von SHIP-0) verfügbar (Tabelle 1). BASE-II-Teilnehmer waren im Vergleich zu SHIP-0 älter, die Lp(a)-Konzentrationen bei BASE-II (100 mg/L; Interquartilsabstand [IQR]: 40–290; p = 0,871) und SHIP-0 (94 mg/L; IQR: 43–263) vergleichbar. BASE-II-Teilnehmer wiesen im Vergleich zu SHIP-0-Teilnehmern eine niedrigere Konzentration von LDL-C, Triglyceriden, C-reaktivem Protein und Glukose, aber im Durchschnitt eine höhere Konzentration von HDL-C und HbA1c auf.

Basischarakteristika der BASE-II- und SHIP-0-Studie
Tabelle 1
Basischarakteristika der BASE-II- und SHIP-0-Studie

Die Prävalenz von MetS lag in der gesamten Studienpopulation bei 1 573 (27,6 %; [29,8 % in BASE-II, n = 593, und 26,4 % in SHIP-0, n = 980]). Die Prävalenz von T2D war vergleichbar in BASE-II (6,8 % ; n = 135) und in SHIP-0 (7,3 %; n = 276). Nikotinkonsum wurde in BASE-II bei 14,5 % und somit deutlich seltener als in SHIP-0 mit 30,5 % berichtet. Darüber hinaus berichteten 22,5 % der Frauen in den beiden Studienkohorten, prämenopausal zu sein (n = 1 291) (Tabelle 1).

Ergebnisse der multivariablen Regression

Es wurden alters-, geschlechts- und studienkontrollierte Regressionsmodelle berechnet, um die Assoziation von MetS und seinen Komponenten mit Lp(a) zu analysieren (Tabelle 2). In der gepoolten Stichprobe hatten Personen mit MetS einen um 11,9 mg/L niedrigeren mittleren Lp(a)-Spiegel als Personen ohne MetS. Zudem zeigte sich bei Teilnehmern mit hohen Triglycerid- oder Glukosespiegeln die Lp(a)-Konzentration im Serum im Vergleich zu Teilnehmern mit geringeren Triglycerid- oder Glukosespiegeln (Grafiken 1 und 2) erniedrigt. Im Gegensatz hierzu stellte sich ein positiver Zusammenhang von Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin mit Lp(a) heraus.

Zusammenhang zwischen Triglyceriden und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Grafik 1
Zusammenhang zwischen Triglyceriden und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Zusammenhang zwischen Glukose und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Grafik 2
Zusammenhang zwischen Glukose und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Tabelle 2
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) stratifiziert nach Geschlecht und Menopause

Die Lp(a)-Werte waren bei Männern mit MetS niedriger als bei Männern ohne MetS. Männliche Teilnehmende mit höheren Triglycerid- und Glukosewerten, Body-Mass-Index oder Taillenumfang wiesen höhere Lp(a)-Werte auf. Bei Männern waren die HDL-C-Spiegel positiv mit den Lp(a)-Konzentrationen assoziiert.

Postmenopausale Frauen mit MetS hatten einen um 25,4 mg/L niedrigeren mittleren Lp(a)-Spiegel als postmenopausale Frauen ohne MetS, während sich bei prämenopausalen Frauen eine positive Assoziation zwischen MetS und Lp(a) zeigte. Bei prä-, aber nicht bei postmenopausalen Frauen ergab sich eine positive Assoziation zwischen Body-Mass-Index und Taillenumfang mit Lp(a).

Diskussion

In der aktuellen Analyse zweier großer deutscher populationsbasierter Kohortenstudien, BASE-II und SHIP-0 (n 5 743) konnte eine inverse Assoziation zwischen MetS und Lp(a) detektiert werden. Probanden mit MetS hatten einen um 11,9 mg/L niedrigeren mittleren Lp(a)-Spiegel. Die Subgruppenanalyse ergab jedoch, dass dieser inverse Zusammenhang nur bei Männern (um 16,5 mg/L niedrigerer medianer Lp(a)-Spiegel bei MetS) und postmenopausalen Frauen (um 25,4 mg/L niedrigerer medianer Lp(a)-Spiegel bei MetS) zu sehen war, während sich bei prämenopausalen Frauen ein positiver Zusammenhang zeigte (um 39,1 mg/L höherer mittlerer Lp(a)-Spiegel bei MetS).

Es gibt bislang nur wenige Studien, die den Zusammenhang zwischen MetS und Lp(a) analysiert haben. Nach unserem Kenntnisstand hat keine dieser Studien eine relativ gesunde Studienpopulation unter Berücksichtigung der Menopause bei Frauen untersucht. Vorangegangene Studien zeigten hierbei widersprüchliche Ergebnisse. In einer großen asiatischen Kohorte wurde von den Autoren ein inverser Zusammenhang zwischen Lp(a) und MetS berichtet (14, 23). Diese Ergebnisse werden von der Mehrzahl anderer Studien in verschiedenen Populationen bestätigt (11, 14, 15, 24, 25). Es gibt jedoch auch einige Studien, die auf keinen (13, 26) oder sogar auf einen positiven Zusammenhang zwischen Lp(a) und MetS hindeuten. Bemerkenswerterweise nahmen Studien, die einen positiven Zusammenhang zwischen Lp(a) und MetS aufzeigten, keine Differenzierung im Hinblick auf die Menopause vor und untersuchten überwiegend prämenopausale Frauen. Ein positiver MetS-Lp(a)-Zusammenhang könnte durch jüngeres Alter, Prämenopause oder eine unterschiedliche Ausprägung der MetS-Komponenten begünstigt sein (12, 27, 28, 29). Daher sehen wir diese Analysen auch im Einklang mit unseren Ergebnissen.

Das Konzept des MetS basiert auf einem komplexen Zusammenspiel zwischen metabolischen, entzündlichen und endokrinen Veränderungen, wobei insbesondere die Insulinresistenz als wichtigster pathophysiologischer Mechanismus angesehen wird. Patienten mit MetS weisen ein fünffach erhöhtes Lebenszeitrisiko für die Entwicklung von T2D auf (21, 30). Obwohl wir kürzlich (31) keinen Zusammenhang zwischen Lp(a)- und Seruminsulinspiegel fanden, spielt Insulin wahrscheinlich eine Rolle bei der Modulation der hepatischen Lp(a)-Synthese (32).

Das Wissen über Lp(a) ist noch begrenzt und der Mechanismus, der die Synthese von Lp(a) begünstigt, wird noch diskutiert (5). Lp(a) verbessert die Wundheilung aufgrund der Bindung an Membranrezeptoren von Makrophagen und Blutplättchen. Jedoch sind auch negative Effekte von Lp(a) im Zusammenhang mit Arteriosklerose und dem Fortschreiten kardiovaskulärer Erkrankungen klar nachgewiesen (5, 33). Neben der möglichen Rolle von T2D und Insulin bei der Modulation der hepatischen Lp(a)-Synthese gibt es wenige andere Mechanismen, die sowohl MetS als auch Lp(a) beeinflussen; hierbei spielen insbesondere hormonelle Veränderungen eine Rolle. Die Östrogen- und Progesteronproduktion nimmt in der Postmenopause ab. Östrogen vermindert das kardiovaskuläre Risiko durch die Modulation von Blutfetten bei prämenopausalen Frauen (4, 34). Diese Lipide sind Teil der MetS-Definition. Darüber hinaus führt Östrogen zu einer verminderten Insulinresistenz und verringert das Risiko für Adipositas – zwei essenzielle Parameter von MetS (7, 34). Gentile et al. fanden einen inversen Zusammenhang zwischen Lp(a) und MetS bei Frauen in der Menopause (n = 222) (24). Eine Differenzierung zwischen prä- und postmenopausalem Status wurde jedoch nicht vorgenommen. Dies ist ein neuer Aspekt in diesem Bereich. Es erscheint plausibel, dass in der aktuellen Analyse eine inverse Assoziation zwischen MetS und Lp(a) bei postmenopausalen Frauen und Männern bestand, da bei diesen Personen der Einfluss von Östrogen eine untergeordnete Rolle spielt. Darüber hinaus haben frühere Studien gezeigt, dass Östrogen die Lp(a)-Spiegel bei gesunden postmenopausalen Frauen senkt (35, 36). Aktuelle Untersuchungen legen nahe, dass Östrogen in der Leber eine erhöhte Aufnahme von Lp(a) durch den LDL-Rezeptor (8) induziert und somit die Lp(a)-Produktion moduliert werden kann (37, 38).

Limitationen

Die aktuelle Studie unterliegt gewissen Limitationen. Aufgrund des Querschnittsdesigns des BASE-II- und SHIP-0-Datensatzes können keine Schlussfolgerungen zu Kausalitäten gezogen werden. Darüber hinaus ist BASE-II eine „Convenience“-Stichprobe und die Teilnehmer sind im Durchschnitt gesünder als die Allgemeinbevölkerung. Dennoch war die Prävalenz des MetS in dieser Population häufig. Es bestehen zudem offensichtliche Unterschiede zwischen dem BASE-II- und dem SHIP-0-Datensatz. Obwohl es eine gewisse Ähnlichkeit in Bezug auf die Prävalenz von T2D gibt, waren die BASE-II-Teilnehmer aufgrund der Studienkonzeption im Vergleich zu SHIP-0 im Durchschnitt älter, und es waren weniger prämenopausale Frauen eingeschlossen. Wir haben die Regressionsmodelle für „Studie“ adjustiert, es können jedoch Unterschiede bei der Untersuchung verschiedener Populationen auftreten. Für die aktuelle Analyse wurde die MetS-Definition nach Alberti et al. (21) angewendet, jedoch gibt es verschiedene Definitionen für MetS, die von Fachgesellschaften in den letzten Jahren vorgeschlagen wurden. Eine Veränderung der Ergebnisse bei Verwendung einer anderen Definition kann nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus wurden in SHIP-0 Nichtnüchtern-Werte für Glukose und Triglyceride verwendet. In SHIP-0 wurden angepasste Cutoff-Werte verwendet (22), daher kann eine gewisse Ungenauigkeit nicht ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse waren jedoch in den beiden untersuchten Studienpopulationen vergleichbar. Darüber hinaus wurden in BASE-II und SHIP-0 Fragebögen verwendet, um anamnestische Informationen zu Hypertonie, Menopause oder Diabetes zu erheben; dies kann zu Unter- oder Überschätzung der Ergebnisse führen. Darüber hinaus gibt es Aspekte, die nicht umfassend berücksichtigt werden konnten. Lp(a) wird durch Entzündungen und akute Erkrankungen wie Myokardinfarkt beeinträchtigt. Obwohl Regressionsmodelle für das C-reaktive Protein kontrolliert wurden, kann nicht mit letzter Sicherheit davon ausgegangen werden werden, dass sämtliche Faktoren, die Lp(a) und MetS beeinflussen, vollständig berücksichtigt werden konnten.

Fazit

Zusammenfassend legt diese Studie einen Zusammenhang zwischen MetS und Lp(a) durch verschiedene Mechanismen nahe. Im Hinblick auf die Entwicklung spezifischer Medikamente zur Lp(a)-Senkung stellt sich die Frage, welche Patienten von einer solchen Therapie profitieren könnten? Studien deuten darauf hin, dass Patienten mit Lp(a) und kleiner Apolipoprotein-(a)-Größe besonders gefährdet für die Entwicklung von kardiovaskulären Erkrankungen (CVD) sind (39). Bei Hochrisikopatienten konnten Vonbank et al. kürzlich zeigen, dass kein zusätzliches CVD-Risiko aufgrund von Lp(a) bei Probanden mit MetS besteht (15). Die Studie untersuchte hauptsächlich Männer und ältere Probanden. Somit muss einerseits berücksichtigt werden, welche Apo(a)-Isoform bei einer Lp(a)-Erhöhung vorliegt. Andererseits scheint MetS einen Einfluss auf Lp(a) zu haben, der seine Atherogenität modifizieren könnte. Diese Aspekte machen deutlich, dass sowohl der Einfluss von MetS auf Lp(a)-Isoformen als auch der Aspekt der hormonellen Einflüsse in diesem Zusammenhang weiter untersucht werden müssen, um geeignete Patienten für eine Lp(a)-Modifikation zu identifizieren. Sowohl das bessere Verständnis der Rolle des spezifischen Mechanismus in der Leber als auch genetische Studien könnten mehr Einblick in die Beziehung zwischen MetS und Lp(a) geben. Die Berücksichtigung hormoneller Aspekte, insbesondere der postmenopausalen Veränderung von Östrogenen, scheint wichtig zu sein, um neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen MetS und Lp(a) zu gewinnen.

Förderung
Das BASE-II-Forschungsprojekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter den Förderkennzeichen 16SV5536K, 16SV5537, 16SV5538 und 16SV5837 und vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIHD), Berlin, Deutschland.

Die Study of Health in Pomerania (SHIP) ist Teil des vom BMBF geförderten Community Medicine Research net (CMR) der Universitätsmedizin Greifswald (Förderkennzeichen 01ZZ96030 und 01ZZ0701).

Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) durchgeführt, die vom BMBF gefördert werden.


Datenverfügbarkeit
Aus Datenschutzgründen sind die Daten nur auf Anfrage erhältlich. Externe Wissenschaftler können beim Lenkungsausschuss von BASE-II einen Datenzugang beantragen (Anfragen an Ludmila Müller, wissenschaftliche Koordinatorin, unter lmueller@mpib-berlin.mpg.de).

Daten aus SHIP sind über die Universitätsmedizin Greifswald verfügbar, jedoch gelten Einschränkungen für die Nutzung dieser Daten, die unter Lizenz für die aktuelle Studie verwendet wurden und daher nicht öffentlich zugänglich sind. Daten sind jedoch auf angemessene Anfrage unter www.fvcm.med.uni-greifswald.de/dd_service/data_use_intro.php und mit Genehmigung des Forschungsverbunds Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald verfügbar.


Interessenkonflikt

Dr. Buchmann erhielt Honorare für Fortbildungsveranstaltungen von der Firma Novartis.

Prof. Santos erhielt Honorare als Berater der Firma Novartis. Für Referententätigkeit wurde er honoriert von den Firmen Amgen, Novartis, Sanofi, Ache und GETZ Pharma.

Prof. Steinhagen-Thiessen erhielt Honorare als Beraterin der Firmen Novartis und Daiichi-Sankyo. Für Referententätigkeit wurde sie honoriert von den Firmen Novartis, Pfizer, Sanofi,Amgen, Daiichi-Sankyo, Synlab, Amarin und Fresenius.

Die übrigen Autorinnen und Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.


Manuskriptdaten
eingereicht: 25. 8. 2021, revidierte Fassung angenommen: 17. 2. 2022

Literatur

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Nikolaus Buchmann
Abteilung für Kardiologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
(Campus Benjamin Franklin)
Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin
Nikolaus.buchmann@charite.de

Zitierweise
Buchmann N, Ittermann T, Demuth I, Markus MRP, Völzke H, Dörr M, Friedrich N, Lerch MM, Santos RD, Schipf S, Steinhagen-Thiessen E: Lipoprotein(a) and metabolic syndrome—evidence for an inverse association in a pooled cross-sectional analysis of the Berlin Aging Study II (BASE-II) and the Study of Health in Pomerania (SHIP-0). Dtsch Arztebl Int 2022; 119: 270–6. DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0153

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eKasten, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/m2022.0153 oder über QR-Code

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Klinik für Kardiologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin: Dr. med. Nikolaus Buchmann
Institut für Community Medicine, Universitätsmedzin Greifswald: Dr. rer. med. Till Ittermann, Prof. Dr. med. Henry Völzke, Dr. rer. med. Sabine Schipf
Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin (einschließlich Arbeitsbereich Lipidstoffwechsel), Arbeitsgruppe Biologie des Alterns: Prof. Dr. rer. nat. Ilja Demuth, Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen
Berliner Institut für Gesundheitsforschung in der Charité – Universitätsmedizin Berlin, BCRT – Berliner Centrum für Regenerative Therapien: Prof. Dr. rer. nat. Ilja Demuth
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B der Universitätsmedizin Greifswald: Dr. med. Marcello R. P. Markus, Prof. Dr. med. Marcus Dörr
DZD Deutsches Zentrum für Diabetesforschung, Standort Greifswald: Dr. med. Marcello R. P. Markus, Prof. Dr. med. Henry Völzke, Prof. Dr. med. Marcus Dörr, Dr. rer. med. Sabine Schipf
DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf Forschung), Standort Greifswald: Dr. med. Marcello R. P. Markus, Prof. Dr. med. Henry Völzke, Prof. Dr. med. Marcus Dörr
Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald: Dr. rer. med. Nele Friedrich
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin A der Universitätsmedizin Greifswald: Prof. Dr. med. Markus M. Lerch
Lipidambulanz des Herzinstituts (InCor), Medizinisches Lehrkrankenhaus der Universität von São Paulo, Brasilien: Prof. Raul D. Santos, MD, PhD
Zusammenhang zwischen Triglyceriden und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Grafik 1
Zusammenhang zwischen Triglyceriden und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Zusammenhang zwischen Glukose und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Grafik 2
Zusammenhang zwischen Glukose und Lipoprotein (a), stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Basischarakteristika der BASE-II- und SHIP-0-Studie
Tabelle 1
Basischarakteristika der BASE-II- und SHIP-0-Studie
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Tabelle 2
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) stratifiziert nach Geschlecht und Menopause
Messmethoden
eKasten
Messmethoden
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in SHIP-O nach Geschlecht und Menopause
eTabelle 1
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in SHIP-O nach Geschlecht und Menopause
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in BASE II nach Geschlecht und Menopause
eTabelle 2
Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Lipoprotein (a) in BASE II nach Geschlecht und Menopause
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