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Gefäßchirurgen implantieren Aortenbogenprothese minimalinvasiv

Montag, 1. April 2019

xixinxing - stock.adobe.com

Dresden – Gefäßchirurgen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden haben eine Aortenbogenprothese minimalinvasiv implantiert. Diese Methode wurde laut der Klinik weltweit bislang nur wenige Hundert Male angewandt. 

Bisher konnten Ärzte bei einer Erweiterung des vom Herz abgehenden Aortenbogens nur mit einer offenen OP helfen, bei der der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine ange­schlossen und der Brustkorb geöffnet wird. Patienten, die dafür zu krank oder instabil sind, bei denen es anatomische Bedenken gibt oder die sich aus Angst gegen eine offene OP entscheiden, war nur schwer zu helfen. Bei dem minimalinvasiven Verfahren wird die Prothese dagegen über die Leiste sowie weitere kleine Zugänge vom Hals aus gelegt.

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„Dies erspart die Sternotomie, die Längsdurchtrennung des Brustbeins, den Herzstillstand und den damit verbundenen Einsatz der Herz-Lungen-Maschine sowie ein Abkühlen des Patienten in der Vollnarkose“, erläuterte der Gefäßchirurg Christian Reeps von der für Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Dresden. Die Patienten verbrächten weniger Zeit auf der Intensivstation, zudem sei nur eine flache Narkose notwendig. Zudem sei der Blutverlust weitaus geringer.

In Dresden wurde das Verfahren vor wenigen Wochen erstmals angewandt. Der 80-jäh­ri­ge Patient hatte sich gegen die OP am offenen Brustkorb entschieden. Er hat den Eingriff der Klinik zufolge gut überstanden. „Möglich wurde die minimalinvasive Operation durch die enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gefäßchirurgen, Herz- und Thoraxchirur­gen, Radiologen und Anästhesisten aus dem Universitätsklinikum sowie dem Herzzent­rum“, hieß es aus Dresden. © hil/aerzteblatt.de

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