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Sonder­forschungsbereich zur Narbenbildung am Herzen in Freiburg

Montag, 8. Juni 2020

/Siarhei, stock.adobe.com

Freiburg – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert einen neuen Sonderfor­schungsbereich (SFB) zur Narbenbildung am Herzen unter Federführung des Instituts für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin (IEKM) am Universitäts-Herzzentrum Freiburg­/Bad Krozingen.

Für das Vorhaben mit dem Titel „Die heterozelluläre Natur kardialer Läsionen: Identi­tä­ten, Interaktionen, Implikationen“ stehen ab Juli 2020 für vier Jahre insgesamt elf Millio­nen Euro bereit.

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Etwa zwei Drittel des Herz-Volumens bestehen aus Kardiomyozyten, also Herzmuskel­zellen. Zahlenmäßig bilden aber die deutlich kleineren Nicht-Myozyten – zum Beispiel Bindegewebs- und Immunzellen – das Gros der Zellen im Herzen.

Nach Gewebeschädigungen wie beim Herzinfarkt sind diese Zellen laut den Wissen­schaft­lern der Schlüssel für Reparatur und Gewebeumbau. Sie unterstützen die struk­tu­relle Integrität des Herzens, können aber auch die normale elektrische Aktivität im Her­zen stören.

„Das Wissen über die zellulären Eigenschaften von Nicht-Myozyten, über ihrer Interak­tio­nen mit Kardiomyozyten, und die Nutzung dieses Wissens zur Steuerung von Repara­tur­prozessen steckt noch in den Kinderschuhen“, erläuterte der SFB-Sprecher Peter Kohl.

Die Forschung im SFB soll langfristig neue Möglichkeiten für die Diagnose und Therapie von Herzkrankheiten eröffnen. Dabei geht es nicht primär um Narbenvermeidung oder Rückverwandlung in funktionierendes Muskelgewebe.

Ziel der Arbeit ist laut den Wissenschaftlern vielmehr, die natürlichen Reparaturprozesse dahingehend zu beeinflussen, dass Narben ihre wichtige Reparaturfunktion ausüben, ohne dass schädliche Nebenwirkungen entstehen. © hil/aerzteblatt.de

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