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Ärzteschaft

Mehr als 100.000 herzchirurgische Eingriffe in Deutschland

Dienstag, 21. Juli 2020

Spot - Herzchirurgie

Berlin – Die Zahl der Herzoperationen ist im vergangenen Jahr in Deutschland um rund 1,8 Prozent auf 100.446 Eingriffe gestiegen. 2018 hatte sie bei 98.707 gelegen. Das geht aus einer neuen Übersicht der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchi­rur­gie (DGTHG) hervor.

Nicht inkludiert in den Zahlen sind zum Beispiel Herzschrittmacher- und Defi­brillator-Eingriffe sowie die Operationen der herznahen Hauptschlagader ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschi­ne.

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Bundesweit sicherten demnach 78 Fachabteilungen für Herzchirurgie und rund 980 Fach­ärzte für Herzchirurgie eine durchgängige und flächendeckende Patientenversorgung.

Laut der DGTHG-Statistik wurden deutlich mehr ältere Patienten in den herzchirurgischen Fachabteilungen versorgt. Trotzdem blieben die Krankenhaus-Überlebensraten in den ein­zelnen Eingriffskategorien stabil.

2019 waren der Übersicht zufolge 33,5 Prozent der Patienten 70 bis 79 Jahre alt. 18,6 Prozent waren 80 Jahre und älter. Die Gruppe der über 80jährigen nahm damit im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent zu.

„Die nahezu gleichbleibende Überlebensrate von rund 97 Prozent spiegelt die erfolgrei­che sowie qualitativ hochwertige herzchirurgische Versorgung von älteren und hochbe­tagten Patienten“, hieß es aus der Fachgesellschaft.

Bundesweit ist die Aortenklappenstenose laut Übersicht derzeit die häufigste invasiv the­rapierte Herzklappenerkrankung, gefolgt von der Mitralklappeninsuffizienz. Wurden 2018 noch 34.915 isolierte Herzklappen-Operationen gezählt, waren es im vergangenen Jahr bereits 36.650 – eine Steigerung von circa 4,7 Prozent.

Die DGTHG weist daraufhin, dass die Zahl der Spenderherzen und damit die Zahl der Herz­transplantationen um 6,7 Prozent gestiegen ist: von 312 im Jahr 2018 auf 333 im ver­gangenen Jahr. Sie weist aber gleichzeitig darauf hin, dass rund 10.000 Menschen bundesweit auf ein geeignetes Organ warten. © hil/aerzteblatt.de

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