MedizinKardiologieAktuelles Kardiologie
Aktuelles
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Herzinfarkt­sterblichkeit in Bayern hat sich in vergangenen Jahrzehnten halbiert

Donnerstag, 28. April 2022

/Bits And Splits, stockadobecom

München – Die Herzinfarktsterblichkeit in Bayern ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen: Starben im Jahr 1980 in Bayern rund 12.400 Menschen über 40 Jahren infolge eines Herzinfarkts, waren es im Jahr 2020 rund 6.400. Das geht aus dem neuen Bericht „Herzinfarkte in Bayern“ hervor, den Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) heute vorgestellt hat.

„Den bisherigen Erkenntnissen zufolge konnten Herzinfarktpatientinnen und -patienten in Bayern trotz Pandemie zeitgerecht medizinisch versorgt werden. Vermehrte Herzinfarktsterbefälle infolge möglicher versäumter Behandlungen lassen sich durch die vorliegenden Daten bisher nicht belegen“, sagte der Minister bei der Vorstellung.

In Bayern waren im Jahr 2019 laut dem Bericht 30.848 Krankenhausfälle direkt auf einen Herzinfarkt zurückzuführen. Mit knapp 17.000 Fällen entfiel dabei etwas mehr als die Hälfte auf die Altersgruppe zwischen 45 und 74 Jahren, in der Altersgruppe über 75 Jahre waren es rund 13.000 Fälle.

Der Bericht enthält auch Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) für die ersten neun Monate des Jahres 2021. Demzufolge zeichnete sich für das Jahr 2021 in Bayern eine stabile Lage bei den ambulanten Patientenzahlen aufgrund eines Herzinfarktes ab, mit einem nur geringfügigen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Der 96-seitige Bericht wurde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit fachlich begleitet und bearbeitet. „Wir sehen in Bayern große Fortschritte bei der Prävention und bei der Behandlung von Herzinfarkten“, sagte dessen Leiter Manfred Wildner. Gleichzeitig blieben Herzinfarkte für die Zukunft ein zentrales Thema der Bevölkerungsgesundheit, auch als Folge der demografischen Entwicklung und der gestiegenen Lebenserwartung.

Der Bericht ist auch eine Datengrundlage für die diesjährige Kampagne „Hand aufs Herz – Aktiv gegen Herzinfarkt“‘ des bayerischen Gesundheitsministeriums. „Gerade bei Herzinfarkten haben wir die Chance, durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil unser Erkrankungsrisiko erheblich zu senken. Wir haben deshalb in diesem Jahr die Herzgesundheit mit unserer Kampagne ‚Hand aufs Herz – Aktiv gegen Herzinfarkt‘ in den Fokus gerückt“, sagte Holetschek. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS

Stellenangebote