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Hochschulen

Bergmannsheil setzt auf Augmented-Reality

Dienstag, 21. Juni 2022

Mit dem AR-Tablet können Studierende Strukturen und Funktionen des Herzens sehr plastisch erlernen – und das Herzmodell sogar anfassen und bewegen./Bergmannsheil

Bochum – Die Kardiologische Klinik im Universitätsklinikum Bergmannsheil (BG Klinik) in Bochum setzt bei Lehre von Medizinstudierenden auf ein innovatives Trainingstool, das mit Augmented-Reality (AR) arbeitet.

Es ermöglicht, organische Strukturen originalgetreu und dreidimensional zu projizieren und in verschiedenen Perspektiven und Schnittebenen darzustellen. Medizinstudierende können so ein schlagendes Herz in die Hand nehmen, aus allen Positionen betrachten, aufschneiden und analysieren.

„Die komplexen Strukturen des menschlichen Herzens wirklich zu begreifen, ist für Studierende nicht einfach. Mit AR können die Studierenden anatomische und medizinische Zusammenhänge jetzt viel intuitiver und an­schaulicher erfahren und erlernen“, erläuterte Assem Aweimer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Angio­logie.

Das AR-Training soll aber die klassischen Methoden der Ausbildung nicht ersetzen, sondern um einen weite­ren Baustein ergänzen. Ein Anwendungsbeispiel ist das Erlernen der transthorakalen Echokardiographie, also eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die Wand des Brustkorbs.

Nach theoretischen und praktischen Lehreinheiten erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Kenntnisse am Ultraschallgerät und mithilfe des AR-Tablets praktisch zu üben. Diese Selbstlernphase soll dazu dienen, das Wissen zu Strukturen, Funktionen und Krankheitsanzeichen im Herzen zu festigen.

„Gerade weil in der Kardiologie viele interventionelle Verfahren am Herzen ausschließlich unter Monitorkon­trolle durchgeführt werden, ist ein sehr genaues räumliches Verständnis dieses Organs unerlässlich, um später sicher und präzise am echten Herzen Interventionen durchführen zu können“, sagte Andreas Mügge, Direktor der Klinik. Sie setzt derzeit sechs dieser Systeme in der studentischen Ausbildung ein. Finanziert wurden sie über die Ruhr-Universität Bochum. © hil/aerzteblatt.de

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