MedizinKardiologieAktuelles Kardiologie
Aktuelles
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Herz-Kreislauf-Erkran­kungen bleiben Todesursache Nr. 1

Dienstag, 26. Juli 2022

/Dragana Gordic, stock.adobe.com

Berlin – Im Jahr 2020 sind in Deutschland mehr als 338.000 Menschen an den Folgen einer Herz- Kreislauf­-Erkrankung gestorben. Damit geht mehr als jeder dritte Todesfall (34 Prozent) auf entsprechende Erkrankun­gen zurück. Darauf hat die Deutsche Herzstiftung in ihrem Jahresbericht 2021 hingewiesen. Pro Jahr werden demnach mehr als 1,7 Millionen Menschen wegen Herzkrankheiten vollstationär in Kliniken versorgt.

„Kernziel unserer Arbeit ist es, die Lebensqualität chronisch herzkranker Menschen und deren herzmedizini­sche Versorgung zu verbessern sowie die Krankheitslast und Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern“, erklärte Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Deshalb fördere die Herzstiftung die Herz-Kreislauf-Forschung, sei erste Anlaufstelle und politische Stimme für Herzpatienten, betreibe Aufklärung und Information über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und unterstütze Projekte zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Angesichts der anhaltend hohen Sterblichkeit und Erkrankungshäufigkeit durch Herzkrankheiten hat die Deutsche Herzstiftung zudem eine nationale Strategie für eine bessere medizinische Versorgung und mehr innovative Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen angemahnt.

Gemeinsam mit den herzmedizinischen Fachgesellschaften forderte die Stiftung eine Nationale Herz-Kreis­lauf-Strategie zur Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit und besseren Prognose für Herzpatienten.

Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands Medizintechnologie BVMed zeigt, dass das Thema Herzgesund­heit auch der Bevölkerung unter den Nägeln brennt. 61 Prozent halten einen nationalen Präventionsplan für Herz-Kreislauf-Erkrankungen für sinnvoll, gefolgt von Prävention für Krebs (58,4 Prozent), Depression (47,3 Prozent), Diabetes (45,5 Prozent) und Adipositas (41,5 Prozent).

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland und Europa die Todesursache Nummer eins. Wir müssen die Prävention stärken die Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes dafür nutzen“, betonte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Marc-Pierre Möll. © hil/sb/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS

Stellenangebote