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Neues Versorgungsangebot für Patienten mit Aortenerkrankungen in Mainz

Freitag, 13. Juli 2018

Mainz – Die Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Mainz hat ein spezielles Versorgungsangebot für Patienten mit Erkrankungen an der Hauptschlagader eingerichtet. Auf der neuen Spezialstation werden Patienten mit akuten oder chronischen Erkrankungen der Aorta von einem interdisziplinären Team betreut.

„Die Patienten benötigen eine hochdifferenzierte, effizient organisierte Betreuung, die auf typische Nebenerkrankungen wie Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Herzschwäche und angeborene Bindegewebsschwäche Rücksicht nimmt, die auf das Blutdruckmanagement und andere hämodynamische Faktoren konzentriert ist und die eine rasche Koordination zweckmäßiger Diagnostik und Therapie verlangt“, erläuterte Christian-Friedrich Vahl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie.

Bisher waren die Patienten auf verschiedenen Stationen der Universitätsmedizin verteilt und die Entscheidungsprozesse wurden über Konsildienste organisiert. Mit der Eröffnung der „Aortic Unit“ werden alle Aortenpatienten auf einer spezialisierten Station aufgenommen. Hier stehen vier Intensivpflegebetten, sieben Telemetriebetten und acht Normalbetten zur Verfügung. Spezialisierte Fachärzte für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie und speziell ausgebildete Pflegekräfte betreuen die Patienten. Das Aortenteam entwickelt für jeden Patienten ein individuelles diagnostisches und therapeutisches Konzept.

Die Einrichtung einer „Aortic Unit“ wurde laut der Universitätsmedizin erforderlich, nachdem die Nachfrage nach aortenchirurgischen Leistungen in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Wurden im Jahr 2005 in Mainz 13 akute Typ-A-Dissektionen versorgt, waren es im Jahr 2016 bereits 82 Patienten. Die elektive Aortenchirurgie der vorderen Hauptschlagader stieg von zehn Fällen 2005 auf mehr als 100 Fälle im Jahr 2016. © hil/aerzteblatt.de

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