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Ernährung: Frittierte Nahrungsmittel könnten Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkran­kungen erhöhen

Dienstag, 16. Februar 2021

/rdnzl, stock.adobe.com

Shenzhen/China – Der häufige Konsum von frittierten Nahrungsmitteln, der zu einem festen Bestandteil der westlichen Ernährungsweise geworden ist, könnte nach den Ergebnissen einer Metaanalyse in Heart (2021; DOI: 10.1136/heartjnl-2020-31788) das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Das Garen in heißem Fett verbessert den Geschmack vieler Nahrungsmittel. Es ist jedoch nicht unbedingt gesund. Ernährungswissenschaftler kritisieren, dass das Frittieren den Nährwert mindert und die Bildung von Transfetten fördert.

Hinzu kommt, dass das Frittieren die Kalorien erhöht und gleichzeitig den Appetit anregt. Frittierte Ge­richte werden häufig stärker gesalzen, was durstig macht. Für viele Verbraucher sind zuckerhaltige Geträn­ke ein fester Bestandteil einer Mahlzeit mit frittierten Lebensmitteln.

Verschiedene epidemiologische Studien haben in den letzten Jahren den Einfluss von frittierten Nahrungs­mitteln auf die Gesundheit untersucht. Ein Team um Fulan Hu von der Universität in Shenzhen in China hat jetzt die Ergebnisse aus 19 Studien in einer Metaanalyse zusammengefasst.

In den 17 Studien mit 562.445 Teilnehmern, die den Einfluss auf kardiovaskuläre Erkrankungen untersucht haben, wurde ein erhöhtes Risiko gefunden. Nach den Berechnungen von Hu erkranken Menschen, die häufig frittierte Nahrungsmittel verzehren, zu 28 % häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (relatives Risiko 1,28; 95-%-Konfidenzintervall 1,15 bis 1,43).

Das Risiko auf eine koronare Herzkrankheit war um 22 % (relatives Risiko 1,22; 1,07 bis 1,40) und das Risiko auf eine chronische Herzinsuffizienz um 37 % (relatives Risiko 1,37; 1,07 bis 1,75) erhöht.

Die Risiken waren „dosisabhängig“, was in epidemiologischen Studien für einen kausalen Zusammenhang spricht: Jede wöchentliche frittierte Mahlzeit (114 Gramm) war auf Dauer mit einem um 3 %, 2 % und 12 % erhöhten Risiko auf ein schwerwiegendes kardiovaskuläres Ereignis, eine koronare Herzkrankheit und eine chronische Herzinsuffizienz verbunden. Für Schlaganfälle und für die Gesamtsterblichkeit fand Hu keine signifikanten Assoziationen.

Eine Beweisführung ist wie immer bei Ernährungsfragen schwierig. Ein Schwachpunkt ist die Erhebung der Ernährungsgewohnheiten mit Fragebögen. Da die Nahrungsmittel sehr komplex geworden sind, ist für die Verbraucher gerade bei Fertignahrungsmitteln nicht immer erkennbar, ob sie vorher frittiert wurden.

Der hohe Kalorien- und Salzgehalt kann die isolierte Betrachtung des Frittierens erschweren. Auch soziolo­gische Aspekte sind zu beachten. Während frittierte Nahrungsmittel in der Vergangenheit auf die wohlha­bendere Bevölkerung beschränkt waren, sind sie heute eher zu einem Grundnahrungsmittel der „einfache­ren Leute“ geworden, von denen man weiß, dass sie auch in anderen Aspekten häufiger einen ungesunden Lebensstil pflegen, der sich oft nicht komplett durch Befragungen ermitteln lässt.

Es könnte deshalb sein, dass frittierte Nahrungsmittel ein Marker für einen ungesunden Lebensstil sind, nicht aber unbedingt die Ursache der Folgekrankheiten. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #735550
rp__bt
am Dienstag, 16. Februar 2021, 19:48

"Könnten" Risiko erhöhen...

... oder auch nicht. Wenn ich dazu eine große Metaanalyse brauche, um ein paar fragliche Prozent in Unterkategorien zu erzielen - sorry, das reicht mir bei weitem nicht, damit ich auf Sachen verzichte, die gut schmecken.
LNS

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