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Sport kann kardiovaskuläre Risiken der Adipositas kaum abschwächen

Donnerstag, 4. Februar 2021

/picture alliance, David-Wolfgang Ebener

Madrid – Übergewichtige und adipöse Menschen haben auch dann ein deutlich erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, wenn sie Sport treiben. Dies kam in einer bevölkerungsbasierten Querschnittstudie im European Journal of Preventive Cardiology (2021: DOI: 10.1093/eurjpc/zwaa151) heraus, die einer verbreiteten Ansicht widerspricht, nach der körperliche Fitness den Nachteil von zu viel Körpergewicht aufheben kann.

Unter den Freizeitsportlern sieht man auffällig viele übergewichtige und auch adipöse Menschen. Viele scheinen den Sport als Ausgleich für ihre gesundheitlichen Risiken zu betrachten, die sich aus der Adipo­sitas ergeben. Die Gewichtsprobleme gehen nicht selten mit erhöhten Werten von Blutdruck, Blutfetten und Blutzucker einher, was Diabetologen als metabolisches Syndrom bezeichnen.

Den wenigsten übergewichtigen Menschen gelingt es, durch Sport ihr Körpergewicht zu normalisieren, und auch die übrigen Komponenten des metabolischen Syndroms lassen sich ohne eine Umstellung der Ernäh­rung nicht beseitigen, zu der viele aber nicht bereit sind.

So hält sich der Mythos von den „stoffwechselgesunden Dicken“, die es durch tägliche Jogging-Runden schaffen, ein metabolisches Syndrom und als dessen Folge einen Typ-2-Diabetes zu vermeiden.

Die Zahlen, die Alejandro Lucia von der Universidad Europea de Madrid und Mitarbeiter vorstellen, wider­sprechen diesen Vorstellungen. Die Forscher haben die Daten einer großen Versicherung ausgewertet. Von den 527.662 Mitgliedern waren 41 % übergewichtig und 18 % adipös. Die meisten waren körperlich inaktiv, es gab aber auch Teilnehmer, die regelmäßig Sport trieben.

Adipöse Männer hatten, wenn sie körperlich inaktiv waren, 5,94-fach häufiger einen zu hohen Blutdruck. Bei Frauen war das Risiko sogar 7,28-fach erhöht. Aber auch wenn die Adipösen körperlich aktiv waren, war das Risiko auf eine Hypertonie um den Faktor 4,93 bei Männern und um den Faktor 5,45 bei Frauen er­höht. Bewegungsarme Menschen mit normalem Körpergewicht hatten dagegen nur ein um 25 % (Männer) und 30 % (Frauen) erhöhtes Risiko auf eine arterielle Hypertonie.

Beim Diabetes waren die Zahlen ähnlich. Normalgewichtige Männer litten bei Bewegungsmangel zu 56 % an der Stoffwechselstörung. Bei bewegungsarmen normalgewichtigen Frauen war das Risiko um 27 % erhöht. Bei bewegungsarmen adipösen Menschen stieg das Diabetesrisiko dagegen um den Faktor 5,42 (Männer) und 6,26 (Frauen).

Auch die sportlich aktiven Adipösen waren 3,62-fach (Männer) und 4,18-fach (Frauen) häufiger an Typ-2-Diabetes erkrankt als normalgewichtige körperlich aktive Personen. Das Diabetesrisiko lässt sich dem­nach durch Sport nur wenig senken. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #621880
Puls123
am Freitag, 5. Februar 2021, 10:33

auf und für, Prozent und Faktor

wann hat das angefangen, dass es Risiken in der deutschen Sprache auf etwas gibt. Richtig ist (ohne Google-Übersetzungsautomaten) immer noch, dass wir Risiken FÜR etwas eingehen oder haben. Wer ändert diesen Unsinn endlich mal?
Die Zusammenfassung der Studie durchs DÄ ist mal wieder mangel- und fehlerhaft...
LNS

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