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Medizin

Vorhofflimmern und akutes Koronarsyndrom: Duale Plättchenhemmung mit P2Y12-Inhibitor und Apixaban auch nach Schlaganfall wirksam und sicher

Donnerstag, 2. Juni 2022

/Govan, stock.adobe.com

Santa Fe/Durham – Bei Patienten mit Vorhofflimmern (AF) und akutem Koronarsyndrom (ACS) und/oder perkutaner Koronarintervention (PCI) ist Apixaban im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten sicher und wirksam – und dies unabhängig davon, ob die Patienten zuvor schon einen Schlaganfall, eine transiente ischämische Attacke (TIA) oder eine Thromboembolie gehabt haben.

Die beste antithrombotische Therapiestrategie für AF-Patienten, die aufgrund eines ACS mit oder ohne kürzlich erfolgte PCI mit einer dualen Plättchenhemmung behandelt werden, kann eine Herausforderung sein. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass eine Kombination aus Apixaban und einem P2Y12-Inhibitor - ohne Aspirin – für die Mehrzahl dieser Patienten die beste Strategie sein könnte

In der AUGUSTUS-Studie war Apixaban mit weniger Blutungen und Hospitalisierungen assoziiert gewesen als ein VKA und Aspirin hatte mehr Blutungen verursacht als Placebo. Allerdings haben Patienten mit einem Schlaganfall in der Anamnese sowohl ein erhöhtes Risiko für Ischämien als auch für Blutungen.

Post-hoc-Analyse bei Hochrisikopatienten

In einer Post-hoc-Analyse der AUGUSTUS-Studie wurde deshalb untersucht, ob auch diese Patienten von einer Therapiestrategie mit Apixaban und oraler Antikoagulation profitieren – verglichen mit VKA, Aspirin und Placebo.

Es zeigte sich, dass die Patienten mit vorangegangenem Schlaganfall, TIA oder Thrombembolie wie erwartet ein höheres Risiko für ischämische und Blutungsereignisse hatten als diejenigen ohne diese Vorerkrankungen. Aber vorerkrankte Patienten, die mit Apixaban behandelt wurden, hatten ein niedrigeres Risiko für Blutungen, Hospitalisierung und Tod als vorerkrankten Patienten, die mit VKA behandelt wurden. Das bei Aspiringabe versus Placebo erhöhte Blutungsrisiko bestätigte sich auch in dieser Post-hoc-Analyse.

Weniger Blutungen, unabhängig von Vorerkrankungen

Von den 4.581 in die AUGUSTUS-Studie eingeschlossenen Patienten hatten 633 (13,8 %) zuvor einen Schlaganfall, eine TIA oder eine Thrombembolie gehabt. Sie waren im Schnitt älter und hatten höhere CHA2DS2-VASC- und HAS-BLED-Scores.

Apixaban war im Vergleich zu VKA mit niedrigeren Raten an schweren oder nicht schweren, aber klinisch relevanten Blutungen assoziiert. Dies galt für Patienten mit vorangegangenem Schlaganfall, TIA oder Thrombembolie (HR 0,69) als auch für Patienten ohne vorangegangenem Schlaganfall, TIA oder Thrombembolie (HR 0,68).

Aspirin: Klarer Nachteil, eventueller Vorteil

Patienten ohne vorangegangenem Schlaganfall, TIA oder Thrombembolie, die statt Placebo Aspirin erhielten, hatten höhere Blutungsraten. Dieser Unterschied zwischen Aspirin und Placebo schien bei den Patienten mit vorangegangenem Schlaganfall, TIA oder Thrombembolie weniger stark ausgeprägt zu sein (p=0,01 für Interaktion).

Numerisch war Aspirin sowohl bei Patienten mit (HR 0,71) als auch ohne Vorerkrankungen (HR 0,93) mit weniger Todesfällen oder ischämischen Ereignissen assoziiert. Der Unterschied war aber statistisch nicht signifikant. © nec/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #570473
docgeri
am Freitag, 3. Juni 2022, 14:14

Wie Bitte ?

Könnte bitte jemand den Artikel schreiben, der etwas von der Sache versteht ?!?
Avatar #27388
amarcin
am Donnerstag, 2. Juni 2022, 23:07

Es scheint, als hätte jemand versucht, etwas zusammenzufassen, von dem er keine Ahnung hat ;-)

Avatar #734219
Edelrose
am Donnerstag, 2. Juni 2022, 20:14

Apixaban ist mehr ein direkter Faktor-Xa-Hemmer und weniger ein P2Y12-Inhibitor.

Sie haben natürlich Recht. Da ist der Redaktion leider ein Fehler unterlaufen. Wir haben ihn korrigiert.

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