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Ärzteschaft

Neue Leitlinie zur Diagnostik von Polyneuropathien

Freitag, 12. April 2019

/Bernhard Schmerl, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat eine neue S1-Leitlinie „Diagnostik bei Polyneuropathien“ vorgestellt. Sie ist bis Februar 2024 gültig. „Auch PNP mit seltenen Ursachen sind grundsätzlich behandelbar und sollten deshalb richtig er­kannt werden. Die Leitlinie soll helfen, das diagnostische Vorgehen zu planen“, hieß es aus der DGN.

Mögliche Auslöser, die unterschiedliche Formen von Polyneuropathie verursachen können, sind unter anderem Organtransplantationen, das Hepatitis E- und das Zikavirus, der Antikörper anti-FGF3 und Mutationen der Gene SCN9A, SCN10A, SCN11A (Small-Fiber-Neuropathien) sowie des GLA-Gens (M. Fabry mit schmerzhafter Neuropathie).

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In der Diagnostik von PNP sind laut Leitliniengruppe Anamnese, klinische Untersuchung, Elektrophysiologie und Standardlabor obligatorisch. Im Bedarfsfall empfehlen die Auto­ren um den Koordinator der Leitlinie ist Dieter Heuß, erweitertes Labor, Liquordiagnostik, Muskel-/Nerv-/Hautbiopsien, Genetik und bildgebende Diagnostik. 

Auf die große Verbreitung der „diabetischen Neuropathie“ weist die Deutsche Diabetes-Hilfe diabetesDE hin. Von den derzeit etwa 6,7 Millionen Menschen mit Diabetes in Deut­schland entwickelt danach im Durchschnitt mehr als jeder Dritte eine Nervenerkrankung.

„Sie kann alle Organsysteme des Körpers betreffen und verschiedenste Beschwerden be­reiten. Dazu zählen unter anderem Schmerzen, Missempfindungen wie Kribbeln auf der Haut, Wadenkrämpfe, Muskelschwäche oder Taubheitsgefühle in den Füßen“, erläutert die Selbsthilfeorganisation. 

DiabetesDE hat zur diabetischen Neuropathie einen Film der Videoreihe „Diabetes kostet Lebenszeit“ veröffentlicht. © hil/aerzteblatt.de

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