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Hochschulen

Hertie-Stiftung fördert neues Netzwerk klinischer Neurowissenschaften mit 5 Millionen Euro

Mittwoch, 27. November 2019

Die Vertreter der Standorte und der Vorsitzende des Auswahlkomitees (vlnr): Anja Schneider, Bonn, Manuel Friese, Hamburg, Sarah Shoichet, Berlin, Martin Giese, Tübingen, Otmar D. Wiestler, Juryvorsitzender, Christian Gerloff, Hamburg, Michael Platten, Mannheim, Astrid Proksch, Tübingen, Martin Dichgans, München, Wolfgang Wick, Heidelberg, Matthias Endres, Berlin /Gemeinnützige Hertie-Stftung, Fotografin Jenna Dallwitz, Berlin
Die Vertreter der Standorte und der Vorsitzende des Auswahlkomitees (vlnr): Anja Schneider, Bonn, Manuel Friese, Hamburg, Sarah Shoichet, Berlin, Martin Giese, Tübingen, Otmar D. Wiestler, Juryvorsitzender, Christian Gerloff, Hamburg, Michael Platten, Mannheim, Astrid Proksch, Tübingen, Martin Dichgans, München, Wolfgang Wick, Heidelberg, Matthias Endres, Berlin /Gemeinnützige Hertie-Stftung, Fotografin Jenna Dallwitz, Berlin

Berlin – Die Hertie-Stiftung hat auf dem Gebiet der klinischen Neurowissenschaften ein neues Forschungs- und Karrierenetzwerk initiiert: Das Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience und dessen Karriereprogramm, die Hertie Academy of Clinical Neuroscience. Für das Netzwerk wurden sechs Standorte ausgewählt, die sich heute in ihrer ersten konstituierenden Sitzung in Berlin zusammengefunden haben.

Die Stiftung wolle mit der neuen Initiative die international nur punktuell wettbewerbs­fähige medizinische Forschung in Deutschland voranbringen, sagte Astrid Proksch, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung für den Bereich „Gehirn erforschen“. Ziel sei es zudem, Patienten schneller neue Therapieformen zu ermöglichen. „Hierfür braucht es einen Strukturwandel, der die translationale Forschung durch strategische Partnerschaften stärkt und exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern für ihre Karriere neue Perspektiven bietet“ erklärte Proksch.

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Für die Förderung der Hertie-Stiftung hatten sich im Sommer 15 Hochschulen beworben. In einem klassischen Gutachterverfahren wählte eine Jury unter Vorsitz von Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, sechs Standorte aus, die sich einerseits durch klinische und wissenschaftliche Erfahrung, aber auch durch ihre Nachwuchsförderung auszeichnen: Neben Bonn, Berlin, Hamburg und Tübingen haben sich mit den Medizinischen Fakultäten der beiden Münchener Universitäten sowie mit den Medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim jeweils Partnerschaften für eine Tandembewerbung gebildet.

„Herausragende Talente für dieses wichtige Zukunftsthema zu gewinnen, ist ein wesentlicher Baustein für den Erfolg der neuen Spitzenstandorte“, sagte Wiestler. Jetzt ginge es darum, dass die Standorte von einander profitieren. Dafür sollten die Beteiligten rasch Themen für eine standortübergreifende Zusammenarbeit definieren.

Großteil der Fördersumme für den Nachwuchs

Die von der Hertie-Stiftung zur Verfügung gestellten fünf Millionen Euro (für drei Jahre) fließen größtenteils in die Hertie Academy of Clinical Neuroscience, an der pro Standort vier exzellente Nachwuchswissenschaftler teilnehmen werden. Jeder Standort beteiligt sich zudem mit mindestens 330.000 Euro Eigenmitteln im Zeitraum von drei Jahren.

Im Rahmen der Hertie Academy werden Schlüsselqualifikationen für die nächsten Karriereschritte vermittelt und die wissenschaftliche Vernetzung der exzellenten Nachwuchsforschenden zum Beispiel über gemeinsame Projekte gefördert. Ziel ist es, diese Talente zu befähigen, in den nächsten Jahren zentrale Leitungspositionen einzunehmen. Martin Dichgans vom Klinikum der Universität München plädierte dafür, im Netzwerk „Bottom-up“ zu denken. „Gerade jüngere Wissenschaftler wollen vernetzt arbeiten und benötigen weniger Anweisungen von Senior Scientists, wie sie ihre Wissenschaft ausgestalten.“ © gie/aerzteblatt.de

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