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Politik

Parkinson-Netzwerk soll Patientenversorgung in Ostsachsen verbessern

Freitag, 24. Januar 2020

/Ocskay-Mark, stock.adobe.com

Dresden – Mit der Übergabe des staatlichen Förderbescheides in Höhe von 6,8 Millionen Euro durch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist gestern der offizielle Startschuss für das Parkinsonnetzwerk Ostsachsen (PANOS) gefallen.

PANOS soll Versorgungsdefizite von Parkinsonpatienten im ländlichen Raum beseitigen und die Versorgung über bestehende Sektorengrenzen hinweg neu strukturieren.

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Neben dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus engagieren sich niedergelassene Ärzte, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen, Krankenkassen, wissenschaftliche Instituti­onen und Kliniken sowie eine Selbsthilfeorganisation in dem Projekt.

„PANOS ermöglicht Parkinsonpatienten den Zugang zu mehr lebensqualitätsverbessern­der Therapie – ganz besonders in ländlichen Regionen“, lobte Sachsens KV-Vorstands­vorsitzender Klaus Heckemann das Projekt als wegweisendes Modell in der medizini­schen Versorgung.

Zugleich trüge die Vernetzung ambulanter und stationärer Mediziner dazu bei, die knappe Ressource Arzt zum Wohle der Parkinsonpatienten einzusetzen. Dazu sollen künf­tig unter anderem ein standardisierter Behandlungspfad, eine eigens entwickelte Patien­tenakte sowie spezialisierte und sektorübergreifende Parkinsonlotsen beitragen.

Die Parkinson-Erkrankung ist nach der Alzheimer-Demenz bundesweit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Versorgungsmedizinische Kennzahlen aus dem Raum Ostsachsen weisen bereits heute auf einen dringenden Handlungsbedarf hin.

56 Prozent aller am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden behandelten Parkin­son-Patienten, werden als Notfall eingewiesen. Zudem wird sich PANOS zufolge die Zahl der Patientenzahl in den nächsten zehn Jahren von derzeit 32.000 auf rund 64.000 verdoppeln. © hil/sb/aerzteblatt.de

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