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Medizin

Temozolomid­induzierte Myelotoxizität bei Frauen und Patienten Ü50 häufiger

Dienstag, 28. Juni 2022

/freshidea, stock.adobe.com

Amsterdam – Das weibliche Geschlecht und ein Alter von über 50 Jahren sind Risikofaktoren für temozolo­midinduzierte Myelotoxizität. Im Gegensatz zum Absetzen der Therapie beeinflussen Dosisreduktionen die Prognose nicht negativ.

Temozolomid (TMZ) zählt zur Standardtherapie bei Patienten mit Glioblastom. Die Behandlung mit TMZ geht bei etwa 16 % der Patienten mit schwerer Myelotoxizität einher. Welche Risikofaktoren eine Myelotoxizität begünstigen, analysierten niederlän­dische Wissenschaftler anhand retrospektiver Daten von 359 Glioblastom­patienten, die zwischen 2000 und 2021 mit TMZ behandelt wurden.

Frauen (OR 12.807; [95 % KI: 5.488–29.884]) und Patienten über 50 Jahre (OR 3.473 [1.373–8.785]) trugen erhöhte Risiken für schwere myelotoxische Nebenwirkungen. Zudem wiesen Frauen ein höheres Risiko für schwere Thrombozytopenien (OR 9.667 [4.164–22.442]) im Vergleich zu Männern auf.

Eine Abnahme der Thrombozytenzahl um mindestens 31 % identifizierte Patienten mit schwerer Thrombo­zytopenie mit einer Sensitivität von 100 % und Spezifität von 80,5 % (AUC 0,952 [0,910–0,994]). Das mediane Überleben von Patienten, die die adjuvante Behandlung abbrachen, war geringer als im Vergleich zu Pa­tienten, die 6 Zyklen TMZ mit oder ohne Dosisreduktion erhielten (14 vs. 21 Monate; p=0,004).

Frauen und Patienten über 50 Jahre wiesen höhere Risiken für Myelotoxizität auf. Patienten, die während der Chemotherapie eine Abnahme der Thrombozyten um mehr als 31 % verzeichneten erlitten häufiger schwere Thrombozytopenien.

Ein Absetzen der adjuvanten TMZ-Therapie beeinflusste die Prognose negativ, wohingegen eine Fortsetzung der Therapie unter Dosisreduktionen in der adjuvanten Phase keine Unterschiede auf das Überleben der Patienten mit Glioblastom zeigte. © cw/aerzteblatt.de

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