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Ärzteschaft

Europäische S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Neurologie“ aktualisiert

Mittwoch, 15. November 2017

Berlin – Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Fachgesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) hat die S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Neurologie“ aktualisiert. Darauf hat jetzt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hinge­wiesen. 

Die S3-Leitlinie wurde erstmals 2013 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungs­medizin (DGEM) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) erstellt und publiziert.

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An der Aktualisierung hat sich auch die Arbeitsgruppe „Ernährung und Stoffwechsel“ der DGG beteiligt. „Mit der Weiterentwicklung ist es uns gelungen, neueste Erkennt­nisse für Neurologen und Geriater aufzubereiten”, erläuterte deren Sprecher Rainer Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation im Marienhospital Herne und Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Ruhr-Universität Bochum.

Viele Patienten hätten durch ihre Erkrankung erhebliche Schwierigkeiten, sich adäquat zu ernähren. In der Konsequenz verlören sie an Gewicht und bauten Muskulatur ab, so Wirth. Das wiederum führe zu Einschränkungen von Beweglichkeit und Selbständigkeit. Die Leitlinie helfe dabei, das Risiko von Mangelernährung, Dehydration und Lungen­entzündungen bei Patienten mit einer neurologischen Erkrankung zu reduzieren, betonte er. 

Ein Abschnitt der Leitlinie widmet sich dem Thema „Schluckstörungen“. Diese könnten nicht nur eine unzureichende Ernährung bewirken, sondern wegen des Aspirations­risikos auch zu lebensbedrohlichen Lungenentzündungen führen. „Manche Patienten bemerken ihre Schluckstörungen nicht. In solchen Fällen können diese nur mit speziellen Untersuchungsmethoden erkannt werden, worauf in der aktualisierten Leitlinie eingegangen wird“, berichtet die DGG. © hil/aerzteblatt.de

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