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Hochschulen

Integriertes Myastheniezentrum behandelt Kinder und Erwachsene

Dienstag, 20. Februar 2018

Essen – An der Universitätsmedizin Essen werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit der Muskelerkrankung Myasthenie betreut. Dies solle einen möglichst reibungslosen Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin möglich machen.

„Kinder- und Erwachsenenneurologen begleiten die Jugendlichen ein Jahr lang in gemeinsamen Sprechstunden“, betonte Tim Hagenacker von der Klinik für Neurologie. So hätten die Experten die Möglichkeit, die Behandlung genau aufeinander abzustimmen, sodass kein Leerlauf oder Unstimmigkeiten in der Behandlung entstehen, beispielsweise bei der Dosis von Medikamenten.

Eine der häufigsten Muskelschwäche-Erkrankungen

Die Ärzte des Esseners Zentrums sehen jährlich rund 250 Patienten – meist mehrmals. Damit gehört es deutschlandweit zu den größten spezialisierten Zentren. Eine Myasthenie kann sich vom Kindesalter über Jugend- bis ins hohe Lebensalter manifestieren, daher können Neuropädiater als auch Neurologen in die Behandlung der Erkrankung eingebunden sein.

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Myasthenien sind eine der häufigsten Muskelschwäche-Erkrankungen, die durch ein fehlgesteuertes Immunsystem entstehen und bei denen die Signalübertragung auf den Muskel gestört ist. Die Betroffenen haben meist zunächst Probleme mit der Augenmuskulatur, hinzu können Atembeschwerden, Schluckbeschwerden, Müdigkeit und Schwierigkeiten mit der Arm- und Beinmuskulatur kommen.

Geheilt werden kann diese Autoimmunkrankheit im Augenblick nicht. Das Ziel der Therapie besteht darin, dass die Betroffenen möglichst symptomfrei leben können. „Erhalten die Patienten eine auf sie genau abgestimmte Behandlung, haben sie eine ganz normale Lebenserwartung – und was auch sehr wichtig ist, ihre Lebensqualität ist meist gut“, so Hagenacker. © hil/aerzteblatt.de

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