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Medizin

Licht regt Hörbahn bei Cochlea-Patienten effektiver an als elektrische Impulse

Donnerstag, 9. Mai 2019

/dpa

Göttingen – Die Hörqualität bei Einsatz eines Cochlea-Implantates ließe sich verbessern, wenn die Hörbahn mittels Licht statt mit elektrischem Strom stimuliert würde. Das be­richten Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Deutschen Primaten­zentrums – Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ) in der Fachzeitschrift Nature Communications (2019; doi: 10.1038/s41467-019-09980-7).

Die Wissenschaftler um Tobias Moser, Direktor des Institutes für auditorische Neuro­wissenschaften an der UMG, haben das Innenohr im Tiermodell optogenetisch, elektrisch sowie akustisch angeregt. Parallel zeichneten die Forscher die neuronale Aktivität im auditorischen Mittelhirn auf. Dabei nutzen sie aus, dass im Hörsystem unterschiedliche Frequenzen an verschiedenen Orten des Gehirns verarbeitet werden. Über eine aktivitäts­basierte Analyse der Anregungsbreite konnten sie die Frequenzauflösung bestimmen, welche die verschiedenen Anregungsmodi auslösen. Sie bestimmten also, welche Fre­quen­zen bei einer Anregung durch Licht, Strom oder Schall vom Gehirn noch aufgelöst werden. 

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Dabei zeigte sich, dass die Frequenzauflösung künstlichen Hörens bei einer optischen Stimulation sehr viel besser ist als bei einer elektrischen Anregung. Bei geringen Stimu­lationsintensitäten ist laut der Studie sogar eine natürliche Hörqualität denkbar, da dann die Frequenzauflösung von optogenetischer und akustischer Anregung nicht zu unter­scheiden war. 

„Unsere Ergebnisse zeigen erstmals, dass die Frequenzauflösung optogenetischer Stimu­lation des Hörnervs in feineren Stufen erfolgen kann, als mit der bisher in der Klinik ver­wendeten elektrischen Stimulation in Cochlea-Implantaten erreicht wird“, sagte Alexander Dieter, Doktorand am Institut für Auditorische Neurowissenschaften des UMG und Erstautor der Studie.

Diese Erkenntnisse lassen die Forscher hoffen, dass es mit künftigen optischen Cochlea-Implantaten gelingen könnte, das Hörvermögen von Schwerhörigen besser wiederher­zustellen. © hil/aerzteblatt.de

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