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Neue Hinweise für die Bedeutung der kognitiven Reserve im Alter

Freitag, 10. Januar 2020

Die Ergebnisse zeigen, dass die Besten unter den Älteren eine signifikant höhere Bildung und einen höheren Intelligenzquotienten hatten sowie häufiger im Alltag Fremdsprachen nutzten. /Orawan, stock.adobe.com

Dortmund – Das Bildungsniveau und damit die sogenannte kognitive Reserve ist entscheidend daran beteiligt, dass Menschen im Alter geistig leistungsfähig bleiben. Das berichten Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) in der Zeitschrift NeuroImage (doi 10.1016/j.neuroimage.2019.116430).

Die Forscher konnten 246 Personen aus 3 Altersgruppen in ihre Studie einschließen: Junge (19-33 Jahre), mittelalte (40-53 Jahre) und ältere (65-88 Jahre) Menschen. Die Teilnehmer mussten 3 Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad bearbeiten. Dabei wurden ihnen Farbworte in gleichen oder anderen Farben präsentiert – beispielsweise erschien das Wort „grün“ in roter Farbe. Die getesteten Personen mussten darauf hin je nach Aufgabenstellung das Wort lesen oder die abweichende Farbe des Wortes benennen, ohne es zu lesen – was deutlich schwieriger ist. In der schwierigsten Variante mussten die Studienteilnehmer zwischen Wortlesen und dem Benennen der Farbe schnell wechseln. Dieser sogenannte Stroop-Test erfasst also die Fähigkeit, störende Reize auszublenden und zielgerichtet zu handeln. Während der Tests wurden die Hirnströme mittels Elektroenzephalografie (EEG) gemessen.

Die Leistungsfähigkeit sank, je älter die Versuchspersonen und je schwieriger die Aufgaben waren. Allerdings gab es innerhalb der Gruppe der Älteren sehr große Leistungs­unterschiede. Die Ergebnisse zeigen, dass die Besten unter den Älteren eine signifikant höhere Bildung und einen höheren Intelligenzquotienten hatten sowie häufiger im Alltag Fremdsprachen nutzten. Auch das Zusammenleben mit Familie oder Lebenspartner hatte einen positiven Einfluss. Die Besten unter den Älteren schnitten insgesamt ähnlich gut ab wie die Gruppe der mittelalten Personen, welche im Schnitt 20 Jahre jünger waren.

Nach Auffassung der Forscher um Patrick Gajewski bestätigen die Ergebnisse die „Theorie der kognitiven Reserve“. Dieser Theorie nach wird im Laufe des Lebens durch Bildung und neue Herausforderungen ein anpassungs- und leistungsfähiges neuronales Netzwerk gebildet, das vor vorzeitigem Abbau kognitiver Funktionen im Alter schützt.

„Wer im Alter geistig fit bleiben will, sollte rechtzeitig für seine kognitive Reserve Sorge tragen und Herausforderungen nicht aus dem Weg gehen, die das Gehirn trainieren“, sagte Gajewski. Zum Beispiel sei Tanzen ein gutes Koordinationstraining, das das Gehirn vielseitig fordere. Ebenso helfe es, ein neues Musikinstrument oder eine neue Sprache zu lernen und sie anzuwenden. „Das Gehirn braucht ebenso Training wie jeder Muskel“, so der IfADo-Forscher. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #70385
Salzer
am Montag, 20. Januar 2020, 09:35

einzeln und frei

herdentier zu bleiben, schützt also vor mobbing. nettes konzept. themenreduktion als stichwort fehlt mir noch damit sich der schwarm besser steuern lässt. tja, so ist er also, der planet. gratulation.
LNS
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