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Medizin

Cochrane-­Arbeitsgruppe sieht Nutzen von Eslicarbazepin bei medikamenten­resistenter Epilepsie

Mittwoch, 13. Oktober 2021

/peterschreiber.media, stock.adobe.com

Wenzhou – Patienten mit arzneimittelresistenter fokaler Epilepsie können von einer Zusatztherapie mit Eslicarbazepinacetat profitieren. Allerdings sind die Nebenwirkungen häufig ein Problem. Das berichtet eine Arbeitsgruppe der Wenzhou Medical University, China, in einem aktualisierten Cochrane-Report (DOI: 10.1002/14651858.CD008907.pub4).

Eslicarbazepinacetat ist ein Antiepileptikum, das zur Behandlung von Menschen eingesetzt werden kann, die bereits andere Antiepileptika einnehmen, aber weiterhin Anfälle haben.

Die Cochrane-Arbeitsgruppe schloss in ihren Review 7 klinische Studien mit insgesamt 2.185 Teilneh­mern im Alter von zwei bis 77 Jahren ein. Die eingeschlossenen Studien hatten unterschiedliche Behand­lungszeiträume von 12 bis 18 Wochen. Bei allen 7 Studien handelte es sich um randomisierte kontrol­lierte Studien.

Die Überprüfung ergab, dass Eslicarbazepinacetat in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Verrin­gerung der Zahl der Anfälle bei Erwachsenen mit arzneimittelresistenter fokaler Epilepsie wirksam war. Eslicarbazepinacetat konnte auch die Anfallshäufigkeit bei Kindern mit arzneimittelresistenter fokaler Epilepsie verringern.

Bei Personen, die Eslicarbazepinacetat einnahmen, war die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie anfallsfrei blieben, als bei Personen, die ein Placebo einnahmen, allerdings war die Wahr­scheinlichkeit größer, dass sie die Einnahme von Eslicarbazepinacetat aufgrund von Nebenwirkungen abbrachen. Dazu gehörten Schwindel, Übelkeit, Schläfrigkeit, Erbrechen und Doppeltsehen.

Die Wissenschaftler weisen daraufhin, dass in 5 Studien mit Erwachsenen weitergehende Informationen zu 10 bis 45 % der Personen fehlen, die das Arzneimittel einnahmen. Sie bewerten daher die Evidenz in der Übersichtsarbeit als „von mäßiger Qualität“.

„Es sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die Langzeitwirkungen von Eslicarbazepinacetat zu untersuchen und um zu erforschen, wie gut es bei Kindern mit Epilepsie wirkt“, hieß es aus der Arbeits­gruppe.

Die Wissenschaftler weisen außerdem daraufhin, dass alle Studien von einem pharmazeutischen Her­steller finanziert wurden. © hil/aerzteblatt.de

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