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Hintergrund: Die Teilnahmequoten an Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen in Deutschland sind niedrig. Daher untersuchten wir den Effekt verschiedener Einladungsverfahren für immunologische Tests auf Blut im Stuhl (fäkale immunologische Tests, FITs).

Methode: Randomisierte kontrollierte Studie bei 50- bis 54-jährigen Versicherten der AOK Baden-Württemberg. 17 532 Versicherte wurden zufällig in drei Gruppen eingeteilt und erhielten Folgendes: (A) Einladungsschreiben und FIT (n = 5 850); (B) Einladungsschreiben mit FIT-Bestelloption (n = 5 844); oder (C) Informationsschreiben (n = 5 838, Kontrollgruppe, Routinepraxis). Innerhalb der Gruppen A und B erhielt die Hälfte der Versicherten randomisiert ein Erinnerungsschreiben nach vier Wochen. Primärer Endpunkt war die Durchführung eines FIT innerhalb eines Jahres nach Versand des Einladungsschreibens. IRRID: RR2–10.2196/16413. Registrierung: DRKS00011858.

Ergebnisse: Das Einladungsschreiben mit beigefügtem FIT (A) erhöhten die Nutzung von FITs im Vergleich zur Kontrollgruppe von 10 % auf 29,7 % (+19,7 %-Punkte, p < 0,0001; Männer: +19,4 %, Frauen: +18,8 %). Das Einladungsschreiben und die FIT-Bestelloption (B) steigerte die Nutzung von 10 % auf 27,7 % (+17,7 %-Punkte, p < 0,0001; Männer: +17,7 %, Frauen: +17,4 %). Erinnerungen erhöhten die Nutzung innerhalb von Gruppe A um 7,5 %-Punkte und Gruppe B um 8,5 %-Punkte. Insgesamt war die Nutzung bei Frauen höher als bei Männern. Die FIT-Positivitätsrate lag bei 6,9 %. Bei 64,3 % der Versicherten mit positivem FIT wurde eine anschließend durchgeführte Koloskopie berichtet. Dabei wurden in 21,3 % der Fälle fortgeschrittene Neoplasien gefunden.

Schlussfolgerung: Sowohl das Beifügen des FIT als auch das Angebot eines niederschwelligen Zugangs zu FITs in einem Einladungsschreiben führen zu einer erheblichen, in der Größenordnung vergleichbaren Zunahme der Nutzung von FITs im Rahmen des Darmkrebsscreenings.

LNSLNS

Darmkrebs ist mit rund 60 000 Neuerkrankungen und 25 000 Todesfällen pro Jahr die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland (1). Randomisierte Beobachtungs- und Modellstudien haben gezeigt, dass die Darmkrebsinzidenz und -mortalität durch Screening mit Stuhlbluttests und endoskopischen Untersuchungen erheblich reduziert werden kann (2, 3, 4). In Deutschland werden seit 1977 Tests auf okkultes Blut im Stuhl für die Darmkrebs-Früherkennung angeboten. Im April 2017 wurden Guajak-basierte Tests auf okkultes Blut im Stuhl (gFOBTs) durch die sensitiveren immunologischen Stuhltests (fäkale immunologische Tests, FITs) ersetzt. Seitdem werden FITs im Alter von 50–54 Jahren jährlich sowie ab dem 55. Lebensjahr alle zwei Jahre angeboten. Darüber hinaus wird seit 2002 ab dem 55. Lebensjahr die Koloskopie als alternative Screening-Option angeboten; im April 2019 wurde das Anfangsalter für Männer auf 50 Jahre herabgesetzt. Ohne ein organisiertes Einladungsverfahren, das erst im Juli 2019 eingeführt wurde, blieb die Inanspruchnahme des FIT- und Koloskopie-basierten Screenings jedoch gering. Wir führten eine randomisierte Studie durch, um den Effekt verschiedener Einladungsmodelle mit niederschwelliger Bereitstellung von FITs (FITs beigefügt oder auf einfach zu handhabende Bestellung zugesandt) auf die Nutzungsrate des Tests bei Männern und Frauen im Alter von 50–54 Jahren zu untersuchen..

Methoden

Studiendesign und Studienpopulation

Eine dreiarmige, randomisierte, kontrollierte Vergleichsstudie mit persönlichen Einladungsmodellen für das Darmkrebsscreening wurde zwischen 2017 und 2019 vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg und einer gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (AOK Baden-Württemberg, AOK BW) in Südwestdeutschland durchgeführt. Grafik 1 zeigt eine Übersicht über das Design, die Auswahl der Studienpopulation, die Interventionen und die Nachbeobachtung. Das detaillierte Studienprotokoll wurde an anderer Stelle veröffentlicht (5). Die Studie wurde von der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg genehmigt und im Deutschen Register für klinische Studien (DRKS) unter der ID: DRKS00011858 registriert. Das CONSORT Statement (6) und die FITTER Richtlinien wurden befolgt (7), wobei ergänzende Informationen im Protokoll beschrieben sind (5).

Flussdiagramm der Studie
Grafik 1
Flussdiagramm der Studie

Intervention

Die für die Studie infrage kommenden Versicherten der AOK BW (50–54 Jahre alt; eingeschrieben im AOK BW-HausarztProgramm) wurden randomisiert (durch die AOK BW: SQL-Anweisung, DBMS_RANDOM) und erhielten zwischen September 2017 und Dezember 2017 ein persönliches Einladungsschreiben für das Darmkrebsscreening. Personen in Interventionsgruppe A erhielten ein Einladungsschreiben mit beigefügtem FIT (OC-Sensor FIT, Eiken Chemical, Tokio, Japan). Personen in Interventionsgruppe B bekamen das Einladungsschreiben und hatten die Möglichkeit, einen FIT per Post vom DKFZ mittels unkomplizierter Bestellung (per Online-Formular, E-Mail, Fax, Antwortschreiben) zu erhalten. In beiden Interventionsgruppen erhielten 50 % der Personen (nach erneuter Randomisierung) ein Erinnerungsschreiben nach vier Wochen. Personen in der Kontrollgruppe C erhielten nur ein allgemeines Einladungsschreiben entsprechend der Routinepraxis der AOK BW – ohne Erinnerungsschreiben. Die Teilnehmer in den Interventionsgruppen konnten die bereitgestellten FITs zur Analyse mittels vorfrankiertem Umschlag an das DKFZ einsenden. Die Analyse erfolgte in Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Labor (Labor Limbach, Heidelberg, Analysegerät: OC-Sensor Pledia, Analysebereich: 10–200 µg Hämoglobin/g Stuhl). Die Teilnehmer erhielten einen Ergebnisbrief per Post, einschließlich Erklärung und Empfehlung zur Abklärung bei positivem Ergebnis. In allen Studiengruppen hatten die Versicherten zudem die Möglichkeit, FITs auf dem routinemäßig etablierten Weg zu nutzen. Das heißt, der FIT wird in einer Arztpraxis abgeholt und an diese zurückgebracht. Die Analyse erfolgt in einem zertifizierten Labor, dessen Ergebnisse der Betroffene über die Arztpraxis erhält. Alternativ konnten sich die Versicherten auch im Rahmen des routinemäßigen AOK BW-Einladungsverfahrens ins AOK-FacharztProgramm einschreiben, um direkt eine Früherkennungs-Koloskopie zu nutzen.

Interventionstests und anschließende Koloskopien

Zwischen Durchführung der Interventions-FITs und Ankunft am DKFZ lagen im Median 4 Tage, zwischen Ankunft am DKFZ (Lagerung im Kühlschrank bei 2–8 °C) und der externen Laboranalyse ein weiterer Tag (Median). Der Grenzwert für ein positives Testergebnis lag bei 10 ug Hämoglobin/g Stuhl. Alle Teilnehmer erhielten ihr FIT-Ergebnis per Post und 81,8 % waren einverstanden, dass ihr Hausarzt informiert wurde. Bei einem positiven FIT-Ergebnis wurde ein Arztkontakt empfohlen. Das DKFZ führte nach sechs Monaten ein Follow-up über anschließend absolvierte Koloskopien durch. Die Daten für die Analysen der primären Endpunkte waren vollständig. Fehlende Geschlechtsinformationen weniger Teilnehmer für geschlechtsspezifische Subgruppenanalysen wurden berichtet.

Fäkale immunologische Tests und Koloskopien in der Routinepraxis

Die AOK BW stellte die Nutzungsraten von FITs und Koloskopien, die in der Routinepraxis innerhalb eines Jahres nach der ersten Einladung durchgeführt wurden, anhand von Abrechnungsdaten bereit.

Statistische Analysen

Der primäre Endpunkt war die Gesamtnutzung der FITs (Interventions-FITs oder FITs in der Routinepraxis) innerhalb eines Jahres nach Erhalt des Einladungsschreibens in den jeweiligen Studiengruppen (A, B und C) der randomisierten Hauptstudie und in den jeweiligen Untergruppen von A und B (nach Erinnerungsstatus) in der randomisierten Substudie. Die Gesamtnutzung wurde zwischen den Gruppen durch Kontingenztafelanalyse mittels Chi-Quadrat-Tests verglichen. Die statistische Signifikanz wurde durch α-Werte von 0,05/3 für zweiseitige Tests definiert, wobei für die multiplen paarweisen Tests nach der Bonferroni-Methode adjustiert wurde. Die Verwendung von FITs zwischen den Interventionsuntergruppen (mit oder ohne Erhalt eines Erinnerungsschreibens) wurde durch konfirmatorische, zweiseitige Tests (Bonferroni-adjustierte α-Werte bei 0,05/2) verglichen. Ferner wurden die relative Inanspruchnahme der FITs in den Interventionsgruppen mit asymptotischen 95-%-Wald-Konfidenzintervallen sowie die Anteile positiver FITs mit 95-%-Clopper-Pearson-Konfidenzintervallen berechnet. Sekundäre Endpunkte, die in deskriptiven Analysen betrachtet wurden, beinhalteten die geschlechtsspezifische Inanspruchnahme von FITs und die Durchführung einer Koloskopie nach positivem FIT in den Interventionsgruppen. Alle Analysen wurden mit SAS Version 9.4 durchgeführt.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 17 532 Personen im Alter von 50–54 Jahren in die Interventionsgruppen A (Einladung und FIT) und B (Einladung und Bestelloption für FIT) sowie die Kontrollgruppe C randomisiert und erhielten ein entsprechendes Einladungsschreiben (Grafik 1). In den Interventionsgruppen erhielten 50 % der Personen ein Erinnerungsschreiben. Interventions-FITs wurden von 22,2 % der Personen in Gruppe A und 19,4 % in Gruppe B genutzt. Darüber hinaus wurden FITs in der Routinepraxis innerhalb eines Jahres nach der Einladung in den Gruppen A, B und C jeweils zu 7,5 %, 8,3 % und 10,0 % genutzt.

Gesamteffekt der Intervention

Wie in Tabelle 1 gezeigt und in Grafik 2 zusammengefasst, betrug die Gesamtnutzung an FITs innerhalb eines Jahres 29,7 % in Interventionsgruppe A (Einladung und FIT) im Vergleich zu 10,0 % in der Kontrollgruppe (Differenz 19,7 Prozentpunkte, p < 0,0001). Eine vergleichbare Gesamtnutzung (27,7 %) wurde in Interventionsgruppe B (Einladung und FIT-Bestelloption) mit einem Anstieg von 17,7 Prozentpunkten im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet (p < 0,0001). Die FIT-Nutzung in der Kontrollgruppe war bei Männern (5,8 %) geringer als bei Frauen (14,9 %). Bei einer nahezu identischen absoluten Steigerung der FIT-Nutzung bei männlichen und weiblichen Versicherten blieben die Geschlechtsunterschiede für die Gesamtnutzung der FITs in beiden Interventionsgruppen bestehen.

Hauptergebnisse der Studie
Grafik 2
Hauptergebnisse der Studie
Gesamt FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit einem Kit (A) beziehungsweise einer Bestelloption (B) für den fäkalen immunologischen Test oder nur Informationen (C, Kontrolle)
Tabelle 1
Gesamt FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit einem Kit (A) beziehungsweise einer Bestelloption (B) für den fäkalen immunologischen Test oder nur Informationen (C, Kontrolle)

Effekt des Erinnerungsschreibens

Tabelle 2 zeigt den Effekt des Versendens von Erinnerungsschreiben innerhalb der beiden Interventionsgruppen (zusammengefasst in Grafik 2). Das Erinnerungsschreiben erhöhte die FIT-Nutzung insgesamt um 7,5 Prozentpunkte (p < 0,0001) innerhalb der Interventionsgruppe A und um 8,5 Prozentpunkte (p < 0,0001) innerhalb der Interventionsgruppe B.

Unterschiede in der FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit oder ohne Erinnerung in den Interventionsuntergruppen
Tabelle 2
Unterschiede in der FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit oder ohne Erinnerung in den Interventionsuntergruppen

Follow-up von Ergebnissen der fäkalen immunologischen Tests und Koloskopien

Rund 5 % aller Studienteilnehmer ließen innerhalb eines Jahres nach der Einladung eine Koloskopie durchführen: 5 % in Gruppe A, 4,7 % in Gruppe B und 5,7 % in Gruppe C (Tabelle 3). 2 284 von 2 430 Interventions-FITs (94,0 %) hatten gültige Ergebnisse, die alle Qualitätskriterien der Studie erfüllten. Unter den gültigen FITs hatten 157 (6,9 %, 95-%-Konfidenzintervall [5,9; 8,0]) ein positives Ergebnis – mit vergleichbaren Positivitätsraten zwischen den Interventionsgruppen (Tabelle 3).

Nutzung der Koloskopie innerhalb eines Jahres nach Einladung: Gesamtnutzung und Nutzung nach positivem beziehungsweise negativem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen fäkalen immunologischen Tests
Tabelle 3
Nutzung der Koloskopie innerhalb eines Jahres nach Einladung: Gesamtnutzung und Nutzung nach positivem beziehungsweise negativem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen fäkalen immunologischen Tests

Informationen zur Inanspruchnahme einer Koloskopie nach einem positiven oder negativen FIT-Ergebnis innerhalb eines Jahres nach Einladung waren für 1 083 Teilnehmer (90 %) mit gültigem FIT in Gruppe A und 956 Teilnehmer (89%) in Gruppe B verfügbar. Hierzu wurden einerseits ein aktives Follow-up der positiven FIT-Ergebnisse durchgeführt und andererseits die pseudonymisierten FIT-Ergebnisse mit den routinemäßigen Abrechnungsdaten der AOK BW auf Basis der Einwilligungserklärung verknüpft. Unter diesen wurde innerhalb eines Jahres nach der Einladung bei 64,3 % der Teilnehmer mit positivem FIT-Ergebnis eine Koloskopie durchgeführt, verglichen mit 5,2 % der Teilnehmer mit negativem FIT-Ergebnis.

Die Analyse der verfügbaren Koloskopiebefunde, die durch aktives Follow-up von Teilnehmern mit positivem Interventions-FIT (n = 89) erhalten wurden, zeigte die Entdeckung von Darmkrebs, fortgeschrittenen Neoplasien (Darmkrebs oder fortgeschrittenes Adenom) oder Neoplasien in 1 (1 %), 19 (21 %) und 37 (42 %) der Fälle (eTabelle).

Fortgeschrittenster Befund (nach Geschlecht) bei der diagnostischen Koloskopie nach positivem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen FITs
eTabelle
Fortgeschrittenster Befund (nach Geschlecht) bei der diagnostischen Koloskopie nach positivem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen FITs

Diskussion

Die Ergebnisse dieser randomisierten kontrollierten Studie bei 50- bis 54-jährigen Versicherten einer gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung zeigten eine Verdreifachung der FIT-Nutzung durch Versenden persönlicher Einladungsschreiben mit niederschwelligem Zugang zu FITs. Bei direktem Beifügen eines FIT stieg die Gesamtnutzung innerhalb eines Jahres von 10 % auf 29,7 %. Dieser Effekt wurde allerdings nicht nur dadurch erzielt, sondern in nahezu gleicher Größenordnung auch durch das Angebot einfach zu handhabender FIT-Bestelloptionen erreicht. Diese Maßnahme führte zu einer Gesamtnutzung von 27,7 % innerhalb eines Jahres. Erinnerungsschreiben waren in beiden Interventionsgruppen sehr effektiv – mit einer um 7,5 %-Punkte (innerhalb Gruppe A) und 8,5 %-Punkte (innerhalb Gruppe B) höheren Nutzungsrate im Vergleich zu einer einmaligen Einladung. Für beide Geschlechter wurde eine vergleichbare Steigerung der FIT-Nutzung beobachtet.

Nach unserem Kenntnisstand ist dies die erste Studie, die Einladungen mit einfach zu handhabenden Bestelloptionen als Alternative zu Einladungen mit direkt beigefügtem FIT untersuchte. Bei nahezu gleichen Nutzungsraten bietet die Bestelloption ökonomische und ökologische Vorteile. Das Versenden von FITs auf Bestellung spart im Vergleich zur direkten Zusendung erhebliche Kosten (Material, Porto, ökologische Kosten). Ungenutzt blieben in unserer Studie in Gruppe A fast 80 % der direkt versandten FITs, in Gruppe B hingegen nur 35 % der zugesendeten FITs. Die meisten Bestellungen in Gruppe B gingen per Antwortschreiben ein und weniger per Internet, E-Mail oder Fax. Diese Präferenz könnte in der nutzerfreundlichen Gestaltung des bereits adressierten Rücksendeumschlags (Porto zahlt Empfänger), einer eingeschränkten Internetaffinität oder Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bei Bestellung im Internet begründet sein. Obwohl wir nicht wissen, wie gut gesonderte Angebote einzelner Bestelloptionen in Gruppe B angenommen worden wären, erscheint es plausibel, dass das Anbieten alternativer Bestelloptionen die Teilnahmerate insgesamt erhöhen würde.

Die Nutzungsrate von Stuhltests war in beiden FIT-Interventionsgruppen höher als in einer früheren randomisierten Studie aus Deutschland, in der ein persönliches Einladungsschreiben mit beigefügtem gFOBT die Teilnahme bei 50- bis 54-Jährigen auf 25 % erhöhte (8). Eine mögliche Erklärung könnte die allgemein höhere Akzeptanz von FITs im Vergleich zu gFOBTs sein (9, 10). Offizielle Daten zur FIT-Nutzung im organisierten Screening-Programm in Deutschland liegen noch nicht vor, da es erst im Juli 2019 startete (11). Jedoch kam es seit Einführung von FITs im Jahr 2017 (ohne persönliche Einladung) sogar zu einer weiteren Abnahme der Nutzung von Stuhltests zur Darmkrebs-Früherkennung (12). Dies unterstreicht die Notwendigkeit von Einladungsprogrammen, die dazu beitragen, die Nutzung dieser effektiven Screening-Option zu erhöhen.

Trotz der erheblichen Steigerung der FIT-Nutzung durch Mitsenden des FIT oder durch einfach zu handhabende Bestelloptionen waren die Nutzungsraten in dieser Studie niedriger als bei organisierten Screeningprogrammen in anderen europäischen Ländern (10). Durch zusätzliche Maßnahmen zur Optimierung der Teilnahme, wie zum Beispiel Briefe, die den Versand von FITs zwei Wochen im Voraus ankündigen, wurden beispielsweise in den Niederlanden Nutzungsraten von > 60 % erreicht (13, 14, 15, 16). Dies lässt vermuten, dass durch weitere Modifikationen der Einladungsmodelle eine noch größere Inanspruchnahme erreicht werden könnte. Ein weiterer möglicher Grund für die etwas geringere Nutzungsrate in unserer Studie könnte die relativ hohe Prävalenz der Durchführung einer Koloskopie in Deutschland sein. So berichteten beispielsweise 47,1 % der 50- bis 54-jährigen Teilnehmer in einer kürzlich in Deutschland durchgeführten Studie über eine frühere Koloskopie (17). Obwohl wir Personen ausgeschlossen haben, für die in den letzten fünf Jahren eine Koloskopie abgerechnet worden war, konnten Personen, deren Koloskopie 5–10 Jahre zurücklag oder die kürzlich eine Screening-Untersuchung, die noch nicht in den Abrechnungsdaten enthalten war, durchgeführt hatten, nicht ausgeschlossen werden. Bei diesen Personen ist die Nutzung eines FIT in der Regel nicht indiziert. Ein weiterer Grund für die etwas niedrigere Nutzungsrate könnte die Notwendigkeit gewesen sein, im Rahmen der Studie eine spezifische Einverständniserklärung für den Umgang mit persönlichen Daten, Stuhlproben und FIT-Ergebnissen zu unterzeichnen. Ein weiterer Unterschied zu den Ergebnissen organisierter Screening-Programme in anderen Ländern ist die große geschlechtsspezifische Differenz in der Nutzungsrate. Dieser ist jedoch auf Unterschiede in der FIT-Anwendung in der Routinepraxis in Deutschland zurückzuführen, in der FITs häufig von Gynäkologen in Verbindung mit der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung angeboten werden (18).

Die in unserer Studie beobachtete FIT-Positivitätsrate lag mit 6,9 % im Bereich von 3,3–9,8 %, der – bei unterschiedlichen Tests, Grenzwerten und einbezogenen Altersgruppen – für andere europäische Länder berichtet wurde (10). Der Anteil der Personen, die nach einem positiven FIT eine Koloskopie durchführen ließen, war zwölfmal höher als nach negativem FIT (64,3 % gegenüber 5,2 %). Obwohl dieser große Unterschied zeigt, dass die FITs ihre Funktion zur Vorauswahl von Personen für die Koloskopie erfüllten, ist die Inanspruchnahme einer Koloskopie nach einem positiven FIT noch erheblich verbesserungsbedürftig und liegt deutlich unter dem Durchschnitt von 80,9 %, der in anderen europäischen Ländern beobachtet wurde (10). Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer zuverlässigen Abklärung positiver FIT-Ergebnisse in organisierten Screeningkonzepten, die im gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm in Deutschland bisher nicht gewährleistet ist. Auch bessere Informationen, einschließlich kurzer Erklärungsvideos, könnten dazu beitragen, die Nutzungsrate von Koloskopien zu erhöhen, indem Ängste vor der Koloskopie und damit zusammenhängenden Maßnahmen wie der Darmreinigung verringert werden (19).

Insgesamt wurden Koloskopien in den Interventionsgruppen und der Kontrollgruppe etwa gleich häufig durchgeführt. Die höhere Zahl von Koloskopien bei FIT-positiven Personen und die niedrigere Zahl bei FIT-negativen Personen in den Interventionsgruppen hielten sich somit in etwa die Waage. Damit erhöhte sich bei vergleichbarer Nutzungsrate von Koloskopien der Anteil von Personen, die wahrscheinlicher von der Koloskopie profitierten. Die in dieser Studie bei Personen mit positivem FIT beobachtete Entdeckungsrate fortgeschrittener Neoplasien (21,3 %) war mehr als dreimal so hoch als die Entdeckungsrate fortgeschrittener Neoplasien in einer vergleichbaren Population von 50- bis 54-jährigen Versicherten der AOK Baden-Württemberg, die eine Koloskopie ohne vorherigen FIT nutzten (6,8 %) (20), was die Eignung von FITs zu einer effektiven Vorauswahl von Personen für die Koloskopie unterstreicht.

Spezifische Stärken unserer Studie sind ihre Größe und die Durchführung in Zusammenarbeit mit einer gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung, die für die Übertragbarkeit der Ergebnisse in die Routinepraxis sprechen. Zwar waren nur Personen einbezogen, die im AOK BW-HausarztProgramm eingeschrieben waren. Die Inanspruchnahme von Stuhlbluttests in der Routineversorgung war in diesem Kollektiv jedoch vergleichbar mit der Inanspruchnahme in einem früheren Projekt, das nicht auf eine spezielle Versichertengruppe fokussiert war (8). Aufgrund zeitlicher Latenzen in der Erfassung von Abrechnungsdaten wurden möglicherweise einige Personen in die Studie einbezogen, die kurz zuvor einen Früherkennungstest gemacht hatten. Dies könnte zu einer Unterschätzung der Interventionseffekte geführt haben, da davon auszugehen ist, dass diese Personen nicht erneut einen Früherkennungstest durchführten.

Zusammenfassend zeigen diese Ergebnisse das große Potenzial persönlicher Einladungsschreiben mit niederschwelligem Zugang zu FITs für das Darmkrebs-screening. Die Bereitstellung von FITs auf Bestellung könnte eine vielversprechende, ökonomische und einfach zu implementierende Maßnahme sein, die die Effektivität des Darmkrebsscreenings erheblich steigern könnte. In künftigen Studien sollten weitere Möglichkeiten der verbesserten Nutzung effektiver Screeningangebote sowie Wege der zuverlässigeren Abklärung positiver FITs untersucht werden.

Danksagung

Wir bedanken uns für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der AOK Baden-Württemberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie den jeweiligen Mitarbeitern, die diese Studie ermöglicht haben. Wir möchten dem Dokumentationsteam und Laborpersonal der Abteilung für klinische Epidemiologie und Alternsforschung (DKFZ) für die hervorragende Teamarbeit und Unterstützung während der Studie danken, insbesondere Claudia El Idrissi-Lamghari, aber auch Konstanze Kuhlmann, Ute Schneider, Marianne Marquard, Katarina Cuk und Sabine Eichenherr. Darüber hinaus danken wir Volker Knapp für die Erstellung und Pflege der Webseite für Online-Bestellungen.

Förderung

Die Studie wurde durch die AOK Baden-Württemberg gefördert.

Erklärung zum Data Sharing

Der vollständig anonymisierte Teilnehmerdatensatz, auf dem die in diesem Artikel beschriebenen Ergebnisse basieren, kann auf entsprechende Anfrage weitergegeben werden.

Interessenkonflikt
Stefan Meny ist bei der AOK Baden-Württemberg beschäftigt.
Prof. Brenner bekam ein Vortragshonorar und Reisekostenerstattung von der Falk-Foundation.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 29. 1. 2020, revidierte Fassung angenommen: 15. 4. 2020

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Hermann Brenner

Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung

Deutsches Krebsforschungszentrum

Im Neuenheimer Feld 581

69120 Heidelberg

h.brenner@dkfz.de

Zitierweise
Gruner LF, Hoffmeister M, Ludwig L, Meny S, Brenner H: The effects of differing invitation models on the uptake of immunological fecal occult blood testing—results from a randomized controlled trial.
Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 423–30. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0423

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eTabelle:
www.aerzteblatt.de/20m0423 oder über QR-Code

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Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg: Laura Fiona Gruner, M. Sc., PD Dr. sc. hum. Michael Hoffmeister, Prof. Dr. med. Hermann Brenner
Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät Heidelberg: Laura Fiona Gruner, M. Sc.
Gastroenterologische Schwerpunktpraxis, Dornstadt: Prof. Dr. med. Leopold Ludwig
AOK Baden-Württemberg, Stuttgart: Stefan Meny, M. Sc.
Abteilung Präventive Onkologie, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), Heidelberg: Prof. Dr. med. Hermann Brenner
Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg: Prof. Dr. med. Hermann Brenner
Flussdiagramm der Studie
Grafik 1
Flussdiagramm der Studie
Hauptergebnisse der Studie
Grafik 2
Hauptergebnisse der Studie
Gesamt FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit einem Kit (A) beziehungsweise einer Bestelloption (B) für den fäkalen immunologischen Test oder nur Informationen (C, Kontrolle)
Tabelle 1
Gesamt FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit einem Kit (A) beziehungsweise einer Bestelloption (B) für den fäkalen immunologischen Test oder nur Informationen (C, Kontrolle)
Unterschiede in der FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit oder ohne Erinnerung in den Interventionsuntergruppen
Tabelle 2
Unterschiede in der FIT-Nutzung innerhalb eines Jahres nach Erhalt einer persönlichen Einladung mit oder ohne Erinnerung in den Interventionsuntergruppen
Nutzung der Koloskopie innerhalb eines Jahres nach Einladung: Gesamtnutzung und Nutzung nach positivem beziehungsweise negativem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen fäkalen immunologischen Tests
Tabelle 3
Nutzung der Koloskopie innerhalb eines Jahres nach Einladung: Gesamtnutzung und Nutzung nach positivem beziehungsweise negativem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen fäkalen immunologischen Tests
Fortgeschrittenster Befund (nach Geschlecht) bei der diagnostischen Koloskopie nach positivem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen FITs
eTabelle
Fortgeschrittenster Befund (nach Geschlecht) bei der diagnostischen Koloskopie nach positivem Ergebnis der im Rahmen der Intervention angebotenen FITs
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