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Ärzteschaft

DGHO-Kongress: Fachgesellschaften rufen zur Coronaimpfung auf

Dienstag, 5. Oktober 2021

/sulit.photos, stock.adobe.com

Berlin – Patienten mit bösartigen hämatologischen Erkrankungen und mit fortgeschrittenen soliden Tumoren haben ein signifikant erhöhtes Risiko, an einer COVID-19-Infektion zu versterben – ebenso wie Patienten mit nicht malignen Erkrankungen unter immunsuppressiver Therapie. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) aufmerksam gemacht.

Lorenz Trümper, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO und Vorstand Krankenversorgung der Univer­si­tätsmedizin Göttingen (UMG), wies auf der Jahrestagung der Fachgesellschaft Anfang Oktober auf die schnelle Reaktion der Fachgesellschaft in Bezug auf SARS-CoV-2 hin. Die Tagung fand zusammen mit der Österreichischen und der Schweizerischen Fachgesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkolo­gie statt.

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Die Gesellschaften hätten sich „sofort nach Entdeckung des SARS-CoV-2-Virus“ intensiv mit der Thematik und der Rele­vanz für besonders vulnerablen Patienten auseinanderge­setzt, sagte er. „Wir haben in nie da­gewese­ner Geschwindigkeit die Onkopedia-Leitlinie ‚COVID-19 bei Patienten mit Blut- und Krebser­kran­kungen‘ erstellt, die wir auch regelmäßig aktualisieren“, erklärte Trümper.

Die Impfung gegen SARS-CoV-2 ist wegen der hohen Vulnerabilität der Patienten nach Ansicht der Kon­gressgesellschaften entscheidend. „Alle hier anwesenden deutschsprachigen Fachgesellschaften plädie­ren dafür, dass sich Patientinnen und Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen gegen COVID-19 impfen lassen“, sagte Markus Manz, Past-President der Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie und Direktor der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, auf dem Kongress.

Die Fachgesellschaften betonen, dass es zudem wichtig sei, trotz der COVID-19-Pandemie die Inno­vati­o­nen des Fachgebiets schnell in die Versorgung der Patienten zu integrieren. Dies sei aber auch gelungen.

„Trotz der COVID-19-Pandemie konnten die zahlreichen Innovationen – besonders in der medikamen­tösen Therapie – erfolgreich in die flächendeckende Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen integriert werden. Wissenschaft muss in Pandemiezeiten weitergehen und darf nicht stillstehen“, so Manz.

Mittlerweile sei COVID-19 bei der Behandlung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen eine von vielen möglichen Komorbiditäten, die Ärztinnen und Ärzte bei der Therapie berücksichtigen müssten, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

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