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Uniklinik Ulm: Register für follikuläre Lymphome gestartet

Dienstag, 30. Juni 2020

/picture alliance, Stefan Puchner

Ulm – Das Universitätsklinikum Ulm hat ein neues nationales Register für Patienten mit follikulärem Lymphom eingerichtet. Initiator ist Christian Buske, Ärztlicher Direktor am Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) und des Instituts für Experimentelle Tumor­forschung am Universitätsklinikum Ulm, in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin III und der German Lymphoma Alliance.

„An dem Register werden in ganz Deutschland bis zu 100 Zentren teilnehmen. Unser Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren bis zu 1.000 Patienten mit dieser Erkrankung einzu­schließen“, erklärte Buske.

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Das follikuläre Lymphom ist unter den Lymphomen eine der häufigsten Unterarten. Es verläuft oft langsam und weniger aggressiv. Bei einer großen Mehrzahl der Patienten wird es daher erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Laut dem Ulmer Experten ist es mit den etablierten Therapien nicht heilbar. Hinzu komme, dass im klinischen Alltag unterschiedlichste Therapien verwendet würden. Kehre die Krankheit nach einer ersten Behandlung zurück, sei die Therapielandschaft noch heterogener. Laut Buske existiert keine allgemein gültige Standardtherapie, die für alle betroffenen Patienten empfohlen werden kann.

Da auch die Diagnostik außerhalb von Studien nicht einheitlich durchgeführt werde, exis­tierten insgesamt zu wenig Daten zur Behandlung und Diagnostik eines follikulären Lym­phoms in der täglichen klinischen Praxis. Das neue Register soll daher die Datenlage und damit auch die Versorgung von Patienten verbessern.

Die Ulmer Onkologen haben für ihr Vorhaben das nationale Register für Marginalzonen-Lymphome um das follikuläre Lymphom ergänzt. Beide Register werden von Buske gelei­tet.

„Durch die Erweiterung des Marginalzonen-Lymphom-Registers auf das follikuläre Lym­phom wird das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungsforschung dieses wichtigen Lymphoms in Deutschland leisten“, erklärte der Mediziner und Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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