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Haut­krebs: Nur jeder Fünfte geht zum Scree­ning

Montag, 3. August 2020

/Evgeniy Kalinovskiy, stock.adobe.com

Hamburg – Nur knapp jeder fünfte gesetzlich Krankenversicherte geht während eines Jahres zum Hautkrebsscreening. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK).

Bundesweit nahmen demnach im Jahr 2018 nur etwa 19,7 Prozent ein Screening bei ihrem Haus- oder Hautarzt in Anspruch – 2019 waren es knapp 19 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren liegen die Screeningzahlen auf einem ähnlich niedrigen Niveau, auch von 2015 bis 2017 ging nur etwa jeder Fünfte zur Vorsorge.

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„Dabei ist Hautkrebs mit jährlich über einer Viertelmillion Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Und es gilt: Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen“, betonte Tim Steimle von der TK.

Die Datenauswertung zeigt regional durchaus Unterschiede. Spitzenreiter bei der Inan­spruchnahme der Screenings ist Sachsen, hier gingen 21,9 Prozent (2018) und 21 Prozent (2019) zur Hautkrebsvorsorge.

Es folgen Nordrhein-Westfalen (NRW) mit 21 Prozent (2018) und 20,5 Prozent (2019). In Berlin liegen die Werte in beiden Jahren unter 17 Prozent (2019: 15,8 Prozent). Von den Hauptstädtern ging damit nur etwa jeder Sechste in einem Jahr zur Vorsorge.

Gesetzlich Krankenversicherte können alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung durch­führen lassen, es zählen dabei die Kalenderjahre. Der gesetzliche Anspruch auf ein Haut­krebsscreening gilt ab einem Alter von 35 Jahren – berechnet auf die in Frage kommende Zielgrippe lag die Inanspruchnahme in den Jahren 2018 und 2019 bei unter 40 Prozent. © aha/aerzteblatt.de

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Avatar #653573
Sarah_Runge
am Sonntag, 16. August 2020, 13:50

Nicht jeder der Hautkrebsscreening macht will, bekommt dies erstattet

Ich hatte mit 35 Jahren ein Malignes Melanom im Frühstadium. Ich gehe natürlich seit dem regelmäßig zum Screening. Sinnvoll ist hier zur genaueren Beurteilung die Auflichtmikroskopie und eine Foto-Finder-Dokumentation zum besseren Vergleich. Ich habe bislang jedes Screening mit ca 70-80€ selbst bezahlt.
Also Vorsorge-Willige werden nicht gerade belohnt von den Kassen. Da ich am Keben hänge und es mir zum Glück leisten kann, mache ich dies natürlich.
Aber auch aus wirtschaftlicher Sicht wäre es wahrscheinlich günstiger als eine Antikörper-Therapie o.Ä. falls der Tumor erst im fortgeschrittenen Stadium auffällt.
Vielleicht wäre noch mehr Aufklärungsarbeit bezüglich Risiken und Auswirkungen von Hautkrebs (vor allem auch Hinweisen auf die Vorsorgemöglichkeit-durch Hausarzt?) sinnvoll.
LNS

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