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Neuer Forschungsverbund zu Bauchspeichel­drüsenkrebs

Freitag, 7. August 2020

/Sebastian Kaulitzki, stock.adobe.com

Marburg – An besseren Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom forschen Wissenschaftler unter Federführung der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Endokrinologie, Stoffwechsel und klinische Infektiologie, am Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

Die Deutsche Krebshilfe finanziert die Verbundstudie „Integrated Biopsy-Based Approach to Predict Response to Chemotherapy for Patients with Stage IV Pancreatic Cancer (Pre­dict-Paca) über drei Jahre mit insgesamt 1,5 Millionen Euro.

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Fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs verläuft nach wie vor fast immer tödlich. Neue Chemotherapien zeigen zwar vielversprechende Erfolge – jedoch nur bei einigen Behandelten. Die Wissenschaftler des neuen Verbundes wollen jetzt ermitteln, welche Therapien bei welchen Patienten Erfolg versprechen.

„Menschen, die auf eine bestimmte Behandlung ansprechen, ähneln sich in Bezug auf Kombinationen bestimmter biologischer Merkmale“, erläuterte der Direktor der Klinik für Innere Medizin, Thomas Gress, der den neuen Forschungsverbund leitet.

Die Wissen­schaftler haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl solcher Biomarker-Kombina­tionen gesammelt und sogenannte prädiktive Signaturen entwickelt. „Mit dieser Studie wollen wir die Vorhersagekraft dieser Signaturen jetzt überprüfen“, so Gress.

Parallel dazu wollen die Forscher nach möglichen neuen Medikamenten suchen. Dazu wollen sie insbesondere die direkte Umgebung der Tumorzelle analysieren.

„Unsere Arbeit wird die Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms signifikant ver­bessern. Außerdem machen wir mit Predict-Paca einen großen Schritt weiter in Richtung personalisierte Medizin, die nicht mehr nach der einen Behandlung für alle sucht, son­dern sich an dem individuellen Patienten, der individuellen Patientin ausrichtet“, so Gress. © hil/aerzteblatt.de

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