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Krebshilfe fordert Ausbau der Palliativmedizin

Mittwoch, 9. September 2020

/picture alliance, Jens Büttner

Bonn/Berlin – Die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland weiter auszubauen fordert die Stiftung Deutsche Krebshilfe.

„Trotz der durchaus erfolgreichen Entwicklung der Palliativmedizin in Deutschland sehen wir nach wie vor auch Defizite“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Gerd Nettekoven, im Vorfeld des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

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Insbesondere im ländlichen Bereich sei die palliativmedizinische Versorgung noch lückenhaft. Auch die universitäre palliativmedizinische Ausbildung lasse laut Nettekoven in der Breite weiterhin zu wünschen übrig. Hier sehe man die Politik gefordert, sich dieser noch unbefrie­digenden Situation dringend anzunehmen.

„Die gesellschaftliche Solidarität mit schwachen, schwerkranken, alten und isolierten Men­schen ist mehr denn je gefordert“, betonte der Vizepräsident der DGP und Kongresspräsident Bernd-Oliver Maier zur Eröffnung des Kongresses.

Es gehe nicht nur darum, wie man gefährdete Personengruppen vor einer SARS-CoV-2-Infektion schützen könne. Ebenso wichtig sei es, Menschen mit einer weit fortgeschrittenen lebensbegrenzenden Erkrankung, einem schweren COVID-19-Verlauf oder Multimorbidität im Alter auch unter erschwerten Bedingungen Lebensqualität zu ermöglichen. © hil/aerzteblatt.de

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