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Uniklinik Essen will onkologische Versorgung mit KI stärken

Freitag, 11. September 2020

/Lee, stock.adobe.com

Essen – Krebs bekämpfen mit maschinellem Lernen: Dazu exisitiert nun an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine Professur für Translationale bildgestützte Onkologie.

Am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM) des Universitätsklinikums Essen möchte Jens Kleesiek maschinelles Lernen per Algorithmen, die aus Erfahrung und Beispielen komplexe Modelle erstellen, weiterentwickeln.

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Die Analyse von Bildaufnahmen und klinischen Daten von Patienten mit algorithmischen Verfahren soll unter anderem helfen, Prognosen genauer zu erstellen oder das Therapie­ansprechen vorherzusagen.

„Die Zusammenhänge wären aufgrund ihrer hohen Komplexität sonst nicht zugänglich“, so Kleesiek. Er möchte den Kurs Digitale Medizin an der UDE als ein Angebot für Medizin- und Informatikstudierende etablieren.

„Die Methoden sollen im Alltag des Essener Uniklinikums integriert und an mehreren Zentren gleichzeitig für klinische Studien genutzt werden“, so der KI-Experte. Zudem arbeitet er an Methoden, mit denen sich medizinische Bilddaten mit (un)strukturierten Quellen wie radiologischen, pathologischen oder Laborbefunden und Genprofilen verbinden lassen.

„Wir könnten auch Daten aus Wearables wie Smartwatches hinzuziehen. Damit wäre es möglich, ML Aussagen über wahrscheinliche Phänomene zu machen und so Ärzte bei Diagnostik und Therapie zu unterstützen – alles zum Wohle der Patienten“, erläuterte Kleesiek.

Das IKIM wurde Anfang 2019 von der UDE-Fakultät für Medizin und dem UK Essen gegründet. Das Institut wird im Herbst 2020 seine Arbeit aufnehmen und perspektivisch über 100 Mitarbeiter beschäftigen. © EB/aha/aerzteblatt.de

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