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Ärzteschaft

Patientenleitlinie „Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers“ zur Kommentierung freigegeben

Donnerstag, 7. Januar 2021

Bei Frauen mit dem Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom werden während der Entwicklung im Mutterleib zwar Eierstöcke, aber keine Scheide und auch keine Gebärmutter angelegt. /Sebastian Kaulitzki, stockadobecom

Berlin – Im Rahmen des „Leitlinienprogramms Onkologie“ hat ein Autorenteam eine neue Patientenleit­linie „Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers“ fertiggestellt und zur Kommentierung freigegeben. Ex­perten, Betroffene und Interessierte sind eingeladen, bis zum 31. Januar Verbesserungsvorschläge und Ergänzungshinweise dazu abzugeben.

Grundlage für die Patientenleitlinie ist die S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Pati­en­tinnen mit Endometriumkarzinom“ vom April 2018. Die Patientenleitlinie richtet sich an betroffene Frau­en, an Angehörige und weitere Interssierte. Sie bietet verständliche Informationen zur Erkrankung, Diag­nostik, Therapie und Nachsorge bei Krebserkrankungen des Gebärmutterkörpers. Die Patientenleitlinie enthält außerdem Hilfestellungen für die Gespräche mit dem Arzt.

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Zudem bietet sie ein Kapitel zum erblich bedingt erhöhten Risiko für Gebärmutterkörperkrebs und Hin­wei­se zur genetischen Beratung – laut der Patientenleitlinie haben etwa fünf von 100 erkrankten Frauen erblich bedingt ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Gebärmutterkörperkrebs steht an fünfter Stelle der Krebserkrankungen bei Frauen, das mittlere Erkran­kungsalter liegt bei 68 Jahren. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) erkrankt eine von 50 Frauen in ihrem Leben daran.

„Gebärmutterkörperkrebs wird oft sehr früh festgestellt. Das liegt daran, dass dieser Krebs sehr langsam wächst und der Körper schon früh Warnsignale sendet. Dazu gehören Blutungen außerhalb der Menstru­ation und nach den Wechseljahren oder ungewöhnlicher Ausfluss“, heißt es in der Patientenleitlinie.

„Eine frauenärztliche Untersuchung und ein Ultraschall der inneren Geschlechtsorgane liefern erste Hin­weise. Eine endgültige Diagnose wird mit einer Gebärmutterspiegelung, Ausschabung und anschlie­ßen­der feingeweblicher Untersuchung gestellt“, so die Autoren.

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe tragen das „Leitlinienprogramm Onkologie“ gemeinsam. Es umfasst mittlerweile 28 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständ­liche Patientenleitlinien vorliegen. © hil/aerzteblatt.de

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