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Hochschulen

Projekt zur strukturierten genetischen Beratung bei familiärer Krebsbelastung

Mittwoch, 7. April 2021

/cassis, stock.adobe.com

Hannover – Humangenetiker der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wollen Angehörige von Krebspatienten strukturiert zu ihrem genetischen Risiko beraten, selbst eine Krebserkrankung zu be­kommen – auch in strukturschwachen Regionen.

„Dazu werden wir das Projekt ‚OnkoRisk NET‘ starten, das flächendeckend den von einem Tumorrisiko­syndrom Betroffenen eine humangenetische Beratung und Diagnostik bieten soll“, erläuterte Brigitte Schlegelberger, Leiterin des Instituts für Humangenetik der MHH. Der Innovationsfonds des Gemein­samen Bundes­aus­schusses fördert das Projekt mit rund 2,5 Millionen Euro.

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„Wir sehen bei Krebspatienten sowie ihren Familien einen großen Bedarf zur Abklärung einer möglichen erblichen Ursache der Erkrankung“, sagte Johanna Tecklenburg vom Institut für Humangenetik der MHH, die das Projekt auf den Weg gebracht hat.

In Deutschland erkranken jährlich fast eine halbe Million Menschen an Krebs. Mindestens fünf bis zehn Prozent dieser Tumorerkrankungen haben laut den Humangenetikern eine erbliche Ursache und treten als Tumorrisikosyndrom auf. Eine genetische Beratung und Diagnostik ermögliche eine personalisierte Prävention und Therapie und die Identifikation weiterer betroffener Familienmitglieder.

Aber in Deutschland fehle dafür insbesondere im ländlichen Raum ein flächendeckender Zugang zur human­gene­tischen Patientenversorgung. Im Rahmen von „OnkoRisk NET“ soll daher ein Netzwerk aus niedergelassenen Onkologen sowie Fachärzten für Humangenetik in den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen entstehen.

Strukturierte Behandlungspfade, Unterstützung bei der Indikationsstellung und Befundinterpretation sowie eine telemedizinische genetische Beratung sollen der Zugang zu genetischer Beratung, Diagnostik und risikoadaptierter Prävention bei genetischen Tumorrisikosyndromen in strukturschwachen Regionen sichern, hieß es aus Hannover.

An dem Projekt beteiligt sind neben dem MHH-Institut für Humangenetik auch das Institut für Medizini­sche Genetik des Universitätsklinikums Dresden, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hanno­ver, die Landesverbände Niedersachsen und Sachsen des Berufsverbandes der Hämatologen und Onko­logen sowie die AOK Niedersachsen. © hil/aerzteblatt.de

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