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Fast jede zweite Frau lässt Einladung zur Mammografie verfallen

Montag, 26. Juli 2021

/Picture Partners, stock.adobe.com

Erfurt – Knapp jede zweite Thüringerin hat 2020 die Einladung zur Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs verfallen lassen. Im vergangen Jahr hätten sich rund 54 Prozent der eingeladenen Frauen un­tersuchen lassen, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) mit.

Das seien rund 84.500 von rund 156.000 geladenen Frauen gewesen. Ein Jahr zuvor lag die Zahl noch bei rund 92.000 von 165 200 Geladenen, die Quote somit bei rund 56 Prozent.

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In Deutschland werden Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre schriftlich zur Mammo­grafie eingeladen. Mit dem Screening soll die Zahl der Brustkrebstodesfälle gesenkt werden. Die Teilnahme ist keine Pflicht, sondern freiwillig.

Der Screeningbetrieb hatte ab Ende März 2020 bundesweit coronabedingt eingestellt werden müssen. Das habe anfänglich zwar zu vielen Anfragen geführt, ob der geplante Untersuchungstermin auch statt­finden werde, so die Sprecherin. Aber auch ohne Coronamaßnahmen komme es immer wieder zu Termin­verschiebungen und auch Terminabsagen.

Der Rückgang sei „nur minimal“, die Teilnahme am Mammografiescreening in Thüringen bereits seit Jah­ren leicht rückläufig, sagte eine KVT-Sprecherin. Das sinkende Interesse der Frauen sei „nicht ausschließ­lich auf die Pandemie zurückzuführen“.

Mit zuletzt rund 67.300 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs nach Angaben des Robert-Koch-Institus (RKI) die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa ein Prozent aller Neuerkrankungen betrifft laut RKI Männer.

Bereits heute sei erkennbar, dass seit der Einführung des Mammografiescreenings in Deutschland (2005-2009) in der betreffenden Altersgruppe inzwischen weniger Frauen an fortgeschrittenen Tumoren er­kran­ken als vor der Einführung. Rund 2.000 Frauen in Thüringen erkranken laut dem Gemeinsamen Krebs­register jedes Jahr neu am Mammakarzinom. © dpa/aerzteblatt.de

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