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Politik

Patienten mit nicht kleinzelligem Lungenkarzinom können von adjuvanter Behandlung mit Osimertinib profitieren

Montag, 4. Oktober 2021

/Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Köln – Patienten mit einem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) können nach vollständiger Tumorresektion von einer Therapie mit dem Tyrosinkinaseinhibitor Osimertinib profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einer Nutzenbewertung.

Beim NSCLC treten nach dem vollständigen Entfernen des Tumors oftmals Rezidive auf, etwa in Form von Fernmetastasen. Die Betroffenen werden dann adjuvant mit einer Chemotherapie behandelt, die aber die Metastasen häufig nicht einzudämmen vermag und die für andere Patientinnen und Patienten per se nicht geeignet ist.

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Der Hersteller führt in seinem Dossier eine Studie an, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer entweder schon eine adjuvante platinbasierte Chemotherapie durchlaufen haben oder keine solche Therapie er­halten können. Die noch laufende randomisierte kontrollierte Studie vergleicht Osimertinib mit Placebo und schließt Erwachsene mit NSCLC in den Stadien IB bis IIIA nach vollständiger Tumorresektion ein, deren Tumoren Mutationen des sogenannten EGFR als Deletion im Exon 19 oder Substitutionsmutation im Exon 21 (L858R) aufwiesen.

Für die Patientinnen und Patienten, die bereits eine adjuvante platinbasierte Chemotherapie erhalten haben oder für die diese nicht geeignet ist, zeigen die Studiendaten in der Kategorie Morbidität einen Zusatznutzen im Endpunkt Rezidive: Diese traten im Osimertinib-Arm seltener auf als im Placeboarm. Das IQWiG sieht hier einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.

Über die Behandlung von Betroffenen ohne vorherige adjuvante platinbasierte Chemotherapie liegen laut dem IQWiG keine geeigneten Studiendaten vor, sodass ein Zusatznutzen von Osimertinib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für sie nicht belegt sei. © hil/aerzteblatt.de

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