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Ärzteschaft

DGHO sieht Wissensgenerierung und -vermittlung als eine Hauptaufgabe

Donnerstag, 7. Oktober 2021

/Alex Tihonov, adobe.stock.com

Berlin – Angesichts der rasanten Entwicklung des Fachgebiets gilt es, das Wissen um neue Diagnostik- und Therapiestandards möglichst schnell an die onkologisch tätige Ärzteschaft und damit an Patienten heranzutragen. Das betonte Lorenz Trümper, geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), im Rahmen der Jahrestagung der Fachgesellschaft Anfang Oktober.

„Das ‚Fach‘ in Fachgesellschaft steht für uns im Mittelpunkt. Unsere Aufgabe ist es, Wissen zu generieren und zu vermitteln. Deshalb veranstalten wir Kongresse wie die Jahrestagung, auf denen wir uns wissen­schaftlich austauschen“, so Trümper.

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Ein weiteres Herzstück der Wissensvermittlung sei – als Gemeinschaftsprojekt onkologischer Fachgesell­schaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz – die Plattform Onkopedia.

„An der Zahl der neuen Arzneimittel lässt sich gut die Bedeutung und rasante Entwicklung unseres Fach­gebiets ablesen. Die Wissensexplosion ist immens“, betonte Trümper, Vorstand Krankenversorgung der Universitätsmedizin Göttingen, in seinem Kongressfazit.

Onkopedia leiste einen wichtigen Beitrag zur Translation des stetig neu generierten Fachwissens. Auto­rengruppen mit fünf bis 15 Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz würden sich um die Redaktion der Leitlinien kümmern und kurzfristig Änderungen vornehmen. Derzeit nutzen laut DGHO bis zu 80.000 User pro Monat das Online-Angebot, das auch in einer App abrufbar ist.

Damit auch die nicht deutschsprachigen Teile der Schweiz künftig davon profitieren, sollen alle Leitlinien bald auf Englisch zur Verfügung gestellt werden. Jeden zweiten Freitagnachmittag sprechen die verant­wortlichen Autorinnen und Autoren der Onkopedia-Leitlinien zudem im Rahmen eines Fortbildungs-Webinars über relevante Änderungen.

„Onkopedia ist ein Erfolgsmodell und in den deutschsprachigen Ländern die zentrale Referenz für den klinischen Alltag in unserem Fachgebiet“, konstatierte Wolfgang Hilbe, Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung am Zentrum für Onkologie und Hämatologie der Klinik Ottakring in Wien.

Wie Eva Lengfelder von der Universitätsmedizin Mannheim erläuterte, umfasst die Plattform bereits mehr als 140 regelmäßig aktualisierte Leitlinien. Dazu würden die häufig diagnostizierten hämatologis­chen und onkologischen Erkrankungen gehören, aber auch seltene Erkrankungen.

Spezifische Therapien wie allogene Transplantationen sowie innovative Therapien (zum Beispiel CAR-T-Zelltherapie) seien in separaten Abschnitten enthalten. Zudem verwies Lengfelder auf die spezielle Leit­linie mit Empfehlungen für hämatologische und onkologische Patienten mit COVID-19-Infektion. © aha/aerzteblatt.de

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