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Hochschulen

Neues Zentrum für Integrative Onkologie in Hannover

Freitag, 28. Januar 2022

/picture alliance, Julian Stratenschulte

Hannover – Ein neues „Klaus Bahlsen-Zentrum für Integrative Onkologie“ soll die ganzheitliche Behand­lung von Krebspatienten an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stärken. Im neuen Zentrum werden wissenschaftlich basierte naturheilkundliche und komplementärmedizinische Therapien ergän­zend zu der konventionellen Onkologie angewendet.

Es führt die bisherigen Aktivitäten der Fachbe­reiche Komplementärmedizin, Palliativmedizin, Psychoon­ko­logie, Sport- und Rehabilitationsmedizin, Ernährungsmedizin und der Pflege der MHH zusammen. „Mit dem Klaus Bahlsen-Zentrum bauen wir unsere Expertise in der Onkologie an der MHH weiter aus. Es ver­bindet am Standort Spitzenmedizin mit evidenzbasierter Komplementärmedizin“, sagte der Präsident der MHH, Michael Manns.

„Viele Krebspatienten stellen sich die Frage, was sie selbst tun können, um zu einem positiven Krank­heits- und Behandlungsverlauf beizutragen. Verfahren der Komplementärmedizin können während und nach der Tumortherapie eine wertvolle Unterstützung sein, um Nebenwirkungen und Spätfolgen einer Tumortherapie zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern“, sagte Diana Steinmann, Bereichsleitung Integrative Onkologie an der MHH.

Im Mittelpunkt der Arbeit in dem neuen Zentrum stehe ein ganzheitlicher Ansatz, der neben körper­lichen Aspekten auch psychische oder soziale Probleme einer Erkrankung berücksichtige, so die Expertin.

„Seriöse komplementäre Medizin ist nur möglich, wenn sie auf wissenschaftlichen evidenzbasierten Er­kenntnissen beruht. Nur so können informierte Entscheidungen für oder gegen komplementäre Thera­pie­formen getroffen werden“, betonte Peter Hillemanns, Direktor des Comprehensive Cancer Center Nie­dersachsen. Grundlage dafür biete die S3-Leitlinie „Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen“.

Das neue Zentrum soll auch die Forschung in der integrativen Onkologie ausbauen und die Patienten­partizipation fördern. Außerdem engagiert es sich bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Berufs­gruppen, die Krebspatienten betreuen.

Auch in der Lehre ist Zentrum vertreten: Studierende der Humanmedizin können an der MHH das Wahl­fach Integrative Onkologie belegen. Der Aufbau des Zentrums wird bis 2025 von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung mit zwei Millionen Euro unterstützt. © hil/aerzteblatt.de

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