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Darmkrebspatienten profitieren von hoher OP-Fallzahl ihrer Klinik

Montag, 3. Februar 2020

/dpa

Würzburg – Patienten mit Darmkrebs haben größere Überlebenschancen, wenn sie in Kliniken mit hohen Fallzahlen operiert werden. Das berichten Wissenschaftler um Armin Wiegering, Leiter des viszeralonkologischen Zentrums am Universitätsklinikum Würzburg in der Zeitschrift BJS Open (doi 10.1002/bjs5.50254).

„Für das Langzeitüberleben nach der Operation sind 2 Aspekte wichtig: 1. eine onkologisch korrekte Operation und 2. die richtige Behandlung, falls nach der Operation Komplikationen auftreten“, erläutert Wiegering.

Die Forscher haben in ihre Studie alle Fälle von kolorektalen Karzinomen einbezogen, die von 2012 bis 2015 in Kliniken in Deutschland operiert wurden. Das waren insgesamt 64.349 Patientinnen und Patienten.

Die Krankenhäuser wurden je nach Fallzahl in 5 Gruppen eingeteilt. Dann haben die Forscher die postoperativen Todesfälle und ein „Versagen der Rettung“ – definiert als Sterblichkeit im Krankenhaus nach einer dokumentierten postoperativen Komplikation – ermittelt.

Die krankenhausinterne Sterblichkeitsrate reichte von rund 5 bis 3 % in Krankenhäusern mit sehr niedrigen Fallzahlen bis zu 2 bis 6 % in Zentren mit sehr hohen Fallzahlen.

Die postoperative Gesamtkomplikationsrate war zwischen den verschiedenen Volumen­quin­tilen vergleichbar, aber die Rettung bei Komplikationen gelang bei zunehmender Fallzahl deutlich häufiger.

Die Bilanz der Studie laut den Autoren: In Krankenhäusern, die sehr wenige Operationen an kolorektalen Karzinomen vornehmen (im Schnitt 6 pro Jahr), ist die Sterberate nach dem Eingriff doppelt so hoch wie in Krankenhäuser mit großen Fallzahlen (im Schnitt 50 pro Jahr).

Dieser Unterschied kommt nicht daher, dass in kleineren Kliniken öfter Komplikationen auftreten. Vielmehr liegt der Unterschied darin, dass die Patienten in kleinen Häusern öfter an den Komplikationen sterben.

„Dass die Sterblichkeit in kleineren Kliniken doppelt so hoch ist, hatten wir nicht erwar­tet“, sagte Wiegering. Es sei darum elementar, dass die Patienten in Krankenhäusern operiert würden, deren medizinisches Personal über ausreichend Erfahrung verfüge. © hil/aerzteblatt.de

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