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Eltern krebskranker Jugendlicher und junger Erwachsener profitieren von Psychotherapie

Dienstag, 21. Juni 2022

/Pixel-Shot, stock.adobe.com

Magdeburg – Eine Arbeitsgruppe um Michael Köhler von der Universitätsmedizin Magdeburg hat eine unterstützende Psychotherapie für Eltern junger Erwachsener mit Krebs entwickelt und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Die Ergebnisse der durch die Deutsche Krebshilfe geförderten Studie sind im Journal of the National Comprehensive Cancer Network erschienen (2022; DOI: 10.6004/jnccn.2021.7075).

In Deutschland erkranken jährlich etwa 15.000 Menschen im Alter zwischen 15 und 39 Jahren an Krebs. Diese Patientengruppe wird auch als Adolescent and Young Adults with cancer (AYA) bezeichnet.

„Die Eltern sind durch den Schock der Krebsnachricht ebenfalls emotional schwer getroffen, fühlen sich hilflos und ähnlich psychisch belastet zum Beispiel durch Angstsymptome, depressive Symptome, Schuldphantasien“, erläutert Köhler. Gleichzeitig seien sie für die Bewältigung der Krankheit besonders wichtig.

Die Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Magdeburg richtete für betroffene Familien eine Sprechstunde innerhalb der Spezialambulanz Supportive Therapie ein.

„Unser Ziel war es, eine unterstützende Psychotherapie mit tragfähigen und problemorientierten Bewältigungsstrategien aufzubauen, um eine Besserung der emotionalen Regulation negativer Affekte bei den Studienteilnehmern zu erreichen“, so der Psychoonkologe.

Die supportive Therapie linderte die Symptome der Studienteilnehmer laut der Forschungsgruppe deutlich. „Es zeigte sich eine klinisch bedeutsame Verbesserung hinsichtlich der Anwendung adaptiver Strategien zur Krankheitsbewältigung, eine Minderung depressiver Symptome und eine Verbesserung der mentalen Gesundheit erreicht“, so Köhler.

Die enorme Belastungssituation der beteiligten Eltern wurde unter anderem daran deutlich, dass 65 Prozent der Studienteilnehmer einen Bedarf für Psychotherapie aufwiesen, obwohl seit der Krebsdiagnose des eigenen Kindes bereits durchschnittlich mehr als 5 Jahre vergangen waren. © hil/aerzteblatt.de

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