MedizinPneumologieWissenschaft PneumologieAuswirkungen von Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid auf die Gesundheit
Wissenschaft

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Auswirkungen von Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid auf die Gesundheit

The effects of fine dust, ozone, and nitrogen dioxide on health

Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 881-6; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0881

Ritz, Beate; Hoffmann, Barbara; Peters, Annette

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Hintergrund: Luftschadstoffe, zu denen insbesondere Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid gehören, gefährden die Gesundheit weltweit. Die Welt­gesund­heits­organi­sation hat zum Schutz der Gesundheit im Jahr 2005 globale Empfehlungen für Höchstwerte bezüglich Feinstaub (10 μg/m3 für Feinstaub kleiner als 2,5 μm [PM2,5]), Ozon und Stickstoffdioxid erstellt. Die empfohlenen Werte werden in Deutschland vielerorts regelmäßig überschritten.

Methode: Dieser Artikel basiert auf einer selektiven Literaturrecherche in PubMed und zum Teil auf einer Expertise, die im Namen der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie (ISEE) und der European Respiratory Society (ERS) angefertigt wurde.

Ergebnisse: Luftschadstoffe haben Auswirkungen auf den gesamten Körper, von der menschlichen Entwicklung im Mutterleib bis zu vorzeitiger Sterblichkeit vor allem aufgrund von Lungen- und Herzerkrankungen. Beispielsweise zeigt eine epidemiologische Studie pro zusätzlicher Langzeitbelastung von 5 μg/m3 PM2,5 eine assoziierte Steigerung der Sterblichkeit um ca. 7 % (95-%-Konfidenzintervall: [2; 13]). Zusätzlich zu Lungen- und Herzerkrankungen gilt die krebsauslösende Wirkung von Feinstaub inzwischen als gesichert. Zudem bestehen Assoziationen zwischen erhöhter Feinstaubbelastung und metabolischen Erkrankungen. So war die Inzidenz für Diabetes mellitus Typ 2 in einer Metaanalyse von Kohortenstudien mit erhöhten Feinstaubwerten verbunden, wobei eine relative Risikoerhöhung um 25 % [10; 43] pro 10 µg/m3 PM2,5 bestand. Neuere Studien dokumentieren, dass diese Schadstoffe auch unterhalb der gegenwärtig geltenden Grenzwerte schon zu Schäden führen.

Schlussfolgerung: Zum Schutz der Gesundheit ist es besonders wichtig, die in
der Europäischen Union geltenden Grenzwerte für die Belastung mit Feinstaub < 2,5 µg deutlich abzusenken, um – in Einklang mit den Empfehlungen der Welt­gesund­heits­organi­sation – gesundheitliche Risiken weiter zu reduzieren.

LNSLNS

Weltweit enthält die Luft Schadstoffe aus verschiedensten Quellen, die ein Gemisch aus vielen teilweise toxischen Einzelbestandteilen bilden. In den letzten Jahrzehnten standen die Gesundheitsauswirkungen von Abgasen aus inkompletten Verbrennungsprozessen im Fokus wissenschaftlicher Arbeiten. Zu den am Menschen und im toxikologischen Labor meist untersuchten Luftschadstoffen gehören Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid. Weil diese Reiz- oder Schadstoffe technisch relativ einfach erfassbar sind, werden sie schon seit Jahrzehnten flächendeckend in vielen Ländern gemessen.

Dieser Artikel basiert auf einer selektiven Literaturrecherche in PubMed und zum Teil auf einer Expertise, die im Namen der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie (ISEE) und der European Respiratory Society (ERS) angefertigt wurde (e1).

Experimentelle Untersuchungen an Zellen, Tieren und Menschen

Toxikologische Laborexperimente und kontrollierte Expositionen von Freiwilligen dienen dazu, die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftschadstoffe aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften zu untersuchen. Sie liefern wichtige Informationen zur biologischen Wirkung im menschlichen Körper, erlauben jedoch nicht, Aussagen über das Risiko von Neuerkrankungen oder über Verschlechterungen von bestehenden Erkrankungen zu machen. Kontrollierte Expositionsstudien am Menschen sind vor allem dazu geeignet, kurzfristige Veränderungen zum Beispiel der Lungenfunktion oder Entzündungswerte zu untersuchen. Selbst diese Untersuchungen werden aus ethischen Gründen meist nur an relativ gesunden and belastungsfähigen Menschen durchgeführt (eKasten 1).

Quellen und Gesundheitsauswirkungen von Luftschadstoffen
eKasten 1
Quellen und Gesundheitsauswirkungen von Luftschadstoffen

Risikofaktorenforschung am Menschen – die analytische Epidemiologie

Risikofaktoren für die Inzidenz von Erkrankungen oder Mortalität können aus ethischen und praktischen Gründen nicht in randomisierten klinischen Studien erforscht werden; dies gilt für die Luftverschmutzung genauso wie für andere Risikofaktoren, wie zum Beispiel das Rauchen. Um dagegen die kurz- und langfristigen Auswirkungen in verschiedenen Altersgruppen und Patienten abzuschätzen, sind große epidemiologische Beobachtungsstudien die Methode der Wahl. Luftverschmutzungsstudien basieren dabei auf der gleichen bewährten epidemiologischen Methodik, mit der auch andere allgemein akzeptierte Risikofaktoren aufgedeckt wurden, wie beispielsweise Bluthochdruck, Hypercholesterinämie oder Aktiv- und Passivrauchen. Da in vielen Ländern inzwischen durch flächendeckende und kontinuierliche Luftschadstoffmessungen die Belastung der Bevölkerung gut erfasst wird, können Wissenschaftler heute in großen bevölkerungsumgreifenden Kurz- und Langzeitstudien ihre Auswirkungen unter realen Bedingungen erfassen.

Untersuchung von Kurzzeiteffekten

Epidemiologische Arbeiten begannen mit Zeitreihenstudien zur allgemeinen oder spezifischen Mortalität oder Morbidität, die sich auf Totenscheinregister oder auf Krankenhauseinweisungsdaten stützen (16). Diese Studien sind methodisch sehr stark, weil sie auf bevölkerungsweiten Daten von hoher Qualität beruhen und wenig oder gar nicht von Selbstselektion, Messfehlern oder bestimmten Störgrößen beeinflusst werden: Jeder Tote wird gezählt, niemand kann sich der Studie verweigern und Luftverschmutzung wird mit sensiblen und standardisierten Instrumenten in Bevölkerungszentren erfasst. Es werden die täglichen Veränderungen von Luftschadstoffwerten mit den täglichen Todesraten oder Einweisungszahlen für Asthma, Bronchitis, Herzinfarkte oder Schlaganfälle verglichen und Kurzzeiteffekte durch höhere Belastung mit Staub, Stickoxiden oder Ozon berechnet. Bei den Analysen werden andere, kurzfristig variierende Risikofaktoren wie Temperatur oder Influenzaperioden berücksichtigt. Bei solchen Studien ist es nicht notwendig, langfristige Risikofaktoren (Rauch- oder Essgewohnheiten, Lebensstil, Arbeitsbelastungen oder Belastungen durch Innenraumquellen) zu berücksichtigen, da diese nicht mit kurzfristigen Luftschadstoffschwankungen zusammenhängen und daher keine Vermischung („confounding“) von Effekten stattfinden kann. Ähnlich verhält es sich in Panelstudien, bei denen Probanden mehrfach im Abstand von Tagen oder Wochen untersucht werden. Die Luftverschmutzungsveränderung vor den Untersuchungsterminen wird mit der Änderung verschiedener physiologischer Parameter (Lungenfunktion, Entzündungsmarker, Blutdruck und weiteren) assoziiert, wobei aufgrund des Studiendesigns nur kurzfristig veränderliche Risikofaktoren (zum Beispiel Passivrauchen am Abend vor der Untersuchung) als mögliche Störgrößen berücksichtigt werden müssen.

Untersuchung von Langzeiteffekten

Um längerfristige Gesundheitsauswirkungen aufgrund chronischer Luftschadstoffbelastung zu erfassen, werden vor allem in Nordamerika, Europa und in den letzten Jahren auch in Ländern wie China zum Teil sehr große Kohortenstudien durchgeführt (1720), die wissenschaftlich aufwendig, teuer und in ihrer Aussagekraft sehr hochwertig sind. In der Regel bauen sie auf Kohorten auf, die ursprünglich zur Erforschung von Volkskrankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begonnen wurden (American Cancer Society Study, KORA-Studie, Heinz Nixdorf Recall-Studie und andere). Diese Studien zeichnen sich durch ihre Datenvielfalt und Qualität aus, inklusive der sorgsamen Erfassung vieler persönlicher Risikofaktoren und Gesundheitsdaten für die als Störgrößen in Analysen adjustiert werden kann (zur Innenraumluftbelastung als potenzielle Störgröße siehe eKasten 2). Sie schließen auch Kinder und gesunde wie kranke Personen mit ein, und erlauben sensible Biomarker und langfristige Expositionen zu erfassen.

Luftbelastung Innenraum
eKasten 2
Luftbelastung Innenraum

Eine Herausforderung bei der Konzeption, Durchführung und Analyse epidemiologischer Langzeit- und Kurzzeitstudien ist, dass Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid gemeinsame Quellen haben, deshalb oft zeitlich und räumlich gemeinsam auftreten und auf den menschlichen Körper wirken (23). Hinzu kommt, dass es noch weitere Schadstoffe in der Luft gibt, wie den Ruß, die ultrafeinen Partikel (< 100 nm), oder organische Kohlenwasserstoffe, die mit dem Feinstaub und dem Stickstoffdioxid gemeinsam auftreten können (24). Daher werden zusätzliche Messungen, Satellitendaten und aufwendige Modellrechnungen verwendet, um die Belastung idealerweise zeitlich und räumlich aufgelöst zu schätzen. Je größer die Korrelation zwischen den einzelnen Luftschadstoffen, desto schwieriger (oder unmöglich) wird es, ihre einzelnen Effekte zu isolieren. Allerdings haben die Schadstoffe trotz überlappender Quellen durchaus unterschiedliche Verteilungsmuster in der Außenluft. So ist zum Beispiel Feinstaub relativ gleichmäßig verteilt; das heißt, dass die Konzentrationsunterschiede zwischen dem am stärksten und am wenigsten belasteten Viertel der Bevölkerung innerhalb einer Stadt im Bereich von 2–4 μg/m3 liegen. Im Gegensatz dazu sind die Konzentrationsunterschiede von NO2 viel größer und können mehr als 20 μg/m3 betragen (25). Daraus resultiert eine Korrelation der Expositionen von deutlich unter 1, was eine teilweise Isolierung der Effekte ermöglicht. Multizentrische Kohortenstudien mit verschiedensten Schadstoffzusammensetzungen (Gemischen) und -konzentrationen erlauben die Trennung von Schadstoffeffekten.

Natürliche Experimente und Interventionsstudien

Letztlich leisten quasi-experimentelle Studien zum wissenschaftlichen Kausalitätsverständnis einen besonders wichtigen Beitrag. Solche ‚natürliche Experimente‘ konnten dramatische Verbesserungen der Luftverschmutzungswerte aufgrund von Umweltauflagen bei Olympischen Spielen in Atlanta (26) oder Peking (27, e14, e15) oder der zeitweiligen oder dauerhaften Schließung von stark verschmutzenden Industrien oder Kraftwerken direkt mit der Verringerung von Atemwegserkrankungen (inklusive Asthma) in Verbindung bringen. Die zeitweilige Schließung eines Stahlwerks in Utah, das eine hohe lokale Partikelbelastung verursachte, zeigte eine zeitgleiche 2- bis 3-fache Verringerung von Krankenhauseinweisungen von Kindern aufgrund von Asthma und Bronchitits (28). Ähnlich haben Studien, analysiert nach den neuesten Methoden, gezeigt, dass Schließungen von Kohle- und Ölkraftwerken in Kalifornien mit einer Senkung der Frühgeburtlichkeit von 7,0 % auf 5,1 % im Umkreis von fünf Kilometern assoziiert waren (29). Besonders aufschlussreich ist eine weitere kalifornische Studie, die heranwachsende Kinder vom 10. bis zum 18. Lebensjahr verfolgen konnte. Sie zeigte, dass Lungenfunktion und -wachstum nicht nur in höher belasteten Regionen beeinträchtigt waren, sondern darüber hinaus ein Umzug der Kinder, der mit einer Verbesserung oder Verschlechterung der Luftqualität einherging, auch die Lungenentwicklung entsprechend verbesserte oder verschlechterte (30, e16). Zum Beispiel war die Einsekundenkapazität der Lunge (Quotient aus beobachteter versus erwarteter Einsekundenkapazität < 80 %) von 18-Jährigen in Regionen mit erhöhter Feinstaubverschmutzung vermindert (7,9 % versus 1,6 % wiesen Einschränkungen auf, P = 0,002).

Die Tabelle fasst die als wissenschaftlich gesichert angesehenen Zusammenhänge basierend auf veröffentlichten Expertenbewertungen bis 2016 zusammen (Tabelle).

Wissenschaftlich als gesichert geltende Zusammenhänge auf Basis veröffentlichter Expertenbewertungen bis 2016*
Tabelle
Wissenschaftlich als gesichert geltende Zusammenhänge auf Basis veröffentlichter Expertenbewertungen bis 2016*

Der Kasten zeigt auf, welche Auswirkungen in Bevölkerungsstudien auf den ganzen Körper beobachtet wurden. Erkenntnisse reichen vom Lebensbeginn im Mutterleib über akute und chronische Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen bis hin zum vorzeitigen Tod und schließen Einwirkungen auf viele Organe und physiologische Prozesse mit ein. Zu tausenden von Studien (32), davon die frühesten zur Gesamtmortalität (e17e20) und zu Atemwegserkrankungen (e3, e21), prominenten Studien zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (e4, e6) gesellen sich neuere Studien zu metabolischen Erkrankungen (Diabetes: um 25 % erhöhtes Risiko; 95-%-Konfidenzintervall: [10; 43] per 10 μg/m3 PM2,5, [e22]), zu Schwangerschaftsproblemen (wie zum Beispiel Bluthochdruck [e23] oder um 13 % [3; 24] erhöhte Frühgeburtlichkeit per 10 µg/m3 PM2,5 [e24]) und zu Auswirkungen auf die Lungen- und Gehirnentwicklung bei Kindern (systematische Reviews [e25, e26]) und sogar auf die Hautalterung [e27]. In den letzten Jahren wurde auch das alternde Gehirn als mögliches Ziel von Schädigungen durch Luftschadstoffe untersucht, das heißt, es wurden unter Belasteten erhöhte Schlaganfallsrisiken (e28) sowie vermehrt Neurodegeneration (e29) und kognitive Beeinträchtigungen (systematisches Review [e30]) und Demenz (systematisches Review [e31]) dokumentiert.

In Bevölkerungstudien dokumentierte Auswirkungen von Luftschadstoffen auf den menschlichen Körper*
Kasten
In Bevölkerungstudien dokumentierte Auswirkungen von Luftschadstoffen auf den menschlichen Körper*

Die Größenordnung dieser Effekte sind verglichen mit anderen Risikofaktoren wie zum Beispiel dem Rauchen relativ klein, aber wegen der ubiquitären Exposition relevant für die Krankheitslast in der Bevölkerung. So zeigen epidemiologische Studien pro zusätzlicher Langzeitbelastung von 5 μg/m3 PM2, 5 eine Steigerung der Sterblichkeit von etwa 7 % [2; 13] (33). Weiterhin wird eine Steigerung der Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Herzinfarkten um rund 12 % [1; 25] pro 10 μg/m3 PM10 Langzeitbelastung berichtet (8). Übertragen auf die Krankheitslast der Bevölkerung liegt Feinstaub damit in Deutschland auf Rang 9 der wichtigsten Risikofaktoren (e32).

Evidenz und Kausalität

Generell erlaubt keine einzelne auch noch so große Studie ein Kausalitätsurteil zu fällen. Vielmehr werden von internationalen Expertengremien bei der Kausalitätsbeurteilung einer Expositions-Wirkungs-Beziehung nach einem definierten, transparenten und dokumentierten Verfahren alle publizierten Studien herangezogen. Studien mit unterschiedlichem Design und Stärken und Schwächen werden gemeinsam nach einem zuvor erstellten Kriterienkatalog bewertet, widersprüchliche Ergebnisse werden gegeneinander abgewogen, und die Ergebnisse werden, wo die Datenlage dies erlaubt, in Metaanalysen zusammengefasst. Darüber hinaus werden toxikologische und tierexperimentelle Studien herangezogen um zu beurteilen, ob es für die untersuchte Expositions-Wirkungs-Beziehung biologisch plausible Mechanismen der Krankheitsentstehung gibt. Generell kann die Wissenslage entsprechend der Richtlinien von Bradford-Hill beurteilt werden (e11). Dies bildet auch die Basis des Vorgehens von anerkannten Organisationen wie der International Agency for Research on Cancer (IARC) (e12) und dem Institute of Medicine National Academy of Science (IOM/NAS), um aufgrund wissenschaftlicher Arbeiten Kausalzusammenhänge zu erstellen. Auch die US-amerikanische Umweltbehörde (U.S. EPA) und Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) bedienen sich ähnlicher Kriterien (e13). Als kausal gesichert gelten solche Zusammenhänge, für die es ausreichend Populationsstudien gibt, in denen zufällige Zusammenhänge, Verzerrungen oder andere Störgrößen weitgehend ausgeschlossen werden können oder die von toxikologischen Studienergebnissen, besonders solchen mit umwelt-relevanten Konzentrationen, unterstützt wurden. Als wahrscheinlich kausal werden Zusammenhänge bezeichnet, bei denen es klare Hinweise auf Kausalität gibt, aber die Datenlage als nicht ausreichend für die Erfüllung aller Kausalitätskriterien gilt. Kausalzusammenhänge können nur aus einer gesamtwissenschaftlichen Beurteilung abgeleitet werden, in die reine Beobachtungsstudien zusammen mit experimentellen Studien und mechanistischen Erwägungen einfließen.

Festlegung von allgemeinen Richtwerten

Die WHO spricht Empfehlungen für einzuhaltende Luftschadstoffkonzentrationen aus: die sogenannten Luftqualitätsrichtlinien. Diese WHO-Empfehlungen basieren auf der zur jeweiligen Zeit vorhandenen Evidenz, inklusive bevölkerungsbezogener, toxikologischer und tierexperimenteller Studien, und sie versuchen Werte festzulegen, unterhalb von denen keine eindeutigen Effekte auf die Gesundheit mehr nachweisbar sind. Die aktuell noch gültigen Empfehlungen der WHO stammen aus dem Jahr 2005 und berücksichtigen daher nicht die in den letzten 15 Jahren erheblich angewachsene Evidenz aus großen prospektiven Studien. Für Stickstoffdioxid wurde im Jahr 2005 ein Richtwert von 40 µg/m3 auf der Basis von Langzeit-Tierexperimenten und den damaligen bevölkerungsbezogenen Studien festgelegt. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch Effekte unterhalb des im Jahre 2005 festgelegten Richtwerts, sodass im Auftrag der Europäischen Union im Jahr 2013 eine Neubewertung der Evidenzlage vorgenommen wurde. Speziell für Stickstoffdioxid wurden dabei Gesundheitseffekte oberhalb eines Schwellenwerts von 20 µg/m3 als gesichert angesehen (24, e33). Maßgeblich war hierfür eine Meta-Analyse von mehr als 15 Langzeitstudien zu Stickstoffdioxid (34), die einen Anstieg des Mortalitätsrisikos um 5 % [3; 8] pro 10 µg/m3 NO2 ergab (34). Auch für Feinstaub zeigten sich inzwischen in Studien mit Millionen Probanden klare Effekte unterhalb des derzeit gültigen Richtwerts der WHO von 10 µg/m3 für PM2,5. So kommt zum Beispiel eine US-amerikanische Studie zu dem Ergebnis, dass die Gesamtmortalität bei über 65-Jährigen unterhalb von 12 µg/m3 PM2,5 (der derzeit gültige US-amerikanische Grenzwert) pro 10 µg/m3 PM2,5 mit einem Anstieg um 13,6 % [13,1; 14,1] einhergeht (e34). Neueste Zahlen aus Europa, die im August 2019 auf dem Fachkongress der ISEE in Utrecht präsentiert wurden, zeigen sogar noch stärkere Effekte. Bei einer mittleren Belastung von etwa 15 µg/m3 PM2,5 steigt die Mortalität (natürliche Todesursachen) demnach pro 5 µg/m3 PM2,5 um 13 %, [11; 16] (e35). Eine umfassende Überarbeitung der Empfehlungen von 2005 wird derzeit aufgrund dieser neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse von der WHO durchgeführt. Die Publikation der überarbeiteten Luftqualitätsrichtlinien wird für 2020 erwartet.

Empfehlungen und Grenzwerte

Die Festlegung von gesetzlichen Grenzwerten ist ein politischer Prozess unter Berücksichtigung von wissenschaftlichen Empfehlungen, unter anderem den Luftqualitätsrichtlinien der WHO. In der Europäischen Union werden die Grenzwerte, die sich auf die WHO stützen, durch das EU-Parlament verabschiedet, und gemeinsam mit den Ausführungsbestimmungen in nationales Recht umgesetzt. So wurde im Jahr 2008 die Empfehlung der WHO für einen Langzeitgrenzwert von Stickstoffdioxid von 40 µg/m3 übernommen, während die Empfehlung für Feinstaub um das 2,5-fache überschritten wurde. Dies ist am ehesten durch politische Einflussnahme und wirtschaftliche Erwägungen, die in solche Entscheidungen der EU einfließen, zu erklären. Die US-amerikanische Gesetzgebung leitet sich aus gesetzlich vorgeschriebenen wissenschaftlichen Bewertungen ab, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden (e9). Dieses regionenspezifische Vorgehen resultiert in und erklärt die großen Unterschiede in der Gesetzgebung weltweit (35). Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse belegen für Europa dringenden Handlungsbedarf insbesondere bezüglich einer Herabsetzung der Feinstaubgrenzwerte. In der Schweiz wurden die WHO-Empfehlungen von 2005 in der Grenzwertfestlegung für Feinstaub übernommen beziehungsweise für Stickstoffdioxid mit einem Grenzwert von 30 µg/m3 sogar unterboten (e36, e37). Bisher haben allerdings nur sieben Staaten die WHO-Empfehlungen für Feinstaub (Jahresmittelwert von 10 µg/m3 PM2,5) gesetzlich verankert (35).

Erfolge können gemessen werden

Eine Studie in den USA berichtete, dass eine Abnahme von 10 µg/m3 PM10 mit einer Zunahme der Lebenserwartung um 6 Monate einhergehen würde (36). Schätzungen für Dänemark zeigen, dass sich durchschnittlich 1,3–1,6 Jahre an krankheitsfreier Lebenszeit und 0,3–0,5 Jahre an Lebenszeit durch eine 20 %-ige Reduzierung von NO2 gewinnen ließen (37). Und laut Berichten aus der Schweiz (38) führt eine Verbesserung der Luftreinheit zu einer Reduzierung von medizinischen Behandlungskosten und Arbeitsausfällen. Letztendlich muss eine Gesellschaft entscheiden, wann es sich auszahlt, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Als Grundlage für diese Entscheidung dienen Kosten-Nutzen-Rechnungen, mit denen der volkswirtschaftliche Aufwand für Luftreinhaltemaßnahmen mit dem gesundheitlichen Nutzen ins Verhältnis gesetzt werden. Solche Berechnungen, unter anderem durchgeführt von der US-amerikanischen Umweltbehörde und dem Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA), zeigen für die USA und für Europa ein deutliches Überwiegen des Nutzens (e38, e39). Der US-amerikanischen Kosten-Nutzen-Abwägung steht in Europa das Vorsorgeprinzip („precautionary principle“) für Grenzwertsetzungen gegenüber. Danach muss der Gesetzgeber die Bevölkerung auch dann schützen, wenn die Möglichkeit eines Schadens durch eine Substanz nur möglich, aber (noch) nicht eindeutig wissenschaftlich gesichert ist. Die gegenwärtigen gesetzlichen Grenzwerte entsprechen diesem Grundkonsens in Europa nicht, da auch unterhalb der derzeit gültigen Grenzwerte eindeutig Gesundheitseffekte bestehen. Eine weitere Absenkung der Luftschadstoffgrenzwerte ist daher nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch aus der ethischen Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung notwendig. Darüber hinaus kommt es bei den meisten Maßnahmen zur Reduktion der Luftverschmutzung auch zu erheblichem Zusatznutzen im Bereich des Klimaschutzes, sodass es sich um einen echten Dreifachgewinn handelt.

Danksagung
Wir danken Bert Brunekreef, Nino Künzli, Meltem Kutlar Joss, Holger Schulz, Kurt Straif, Nicole Probst-Hensch und H. Erich Wichmann für ihren Beitrag.

Interessenkonflikt
Die Autorinnen erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 13. 6. 2019, revidierte Fassung angenommen: 15. 11. 2019

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Beate Ritz
Dept. of Epidemiology, Fielding School of Public Health
University of California Los Angeles
650 Charles Young Drive South
Los Angeles, CA 90095–1772
britz@ucla.edu

Zitierweise
Ritz B, Hoffmann B, Peters A: The effects of fine dust, ozone, and nitrogen dioxide on health. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 881–6.
DOI: 10.3238/arztebl.2019.0881

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In Bevölkerungstudien dokumentierte Auswirkungen von Luftschadstoffen auf den menschlichen Körper*
Kasten
In Bevölkerungstudien dokumentierte Auswirkungen von Luftschadstoffen auf den menschlichen Körper*
Wissenschaftlich als gesichert geltende Zusammenhänge auf Basis veröffentlichter Expertenbewertungen bis 2016*
Tabelle
Wissenschaftlich als gesichert geltende Zusammenhänge auf Basis veröffentlichter Expertenbewertungen bis 2016*
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eKasten 1
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